Ernst Krahl (Künstler)

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1903: Exlibris Bibliothek E. Krahl, Wien mit dem Familienwappen Krahl
(Quelle: Balatoni Múzeum; abgerufen 18. Januar 2018)
1918: Adelsdiplom für Gustav von Metz-Kaler zu Lanzenheim, Entwurf: Ernst Krahl
1918: Adelsdiplom für Feldmarschalleutnant Othmar Panesch,, Entwurf: Ernst Krahl

Ernst Krahl (eigentlich Ernst August Gustav Adolph Krahl, geboren am 26. Oktober 1858 in Dresden; gestorben am 22. November 1926 in Wien) war ein deutsch-österreichischer Kaiserlicher Rat, Hof-Wappenmaler, Wappenkünstler und Heraldiker.

Leben

Krahl, Sohn eines Handwerkers, wurde 1858 als erstes von 17 Kindern geboren. Krahl besuchte zwischen 1873 und 1875 die Akademie der bildenden Künste in Dresden. Zwischen 1875 und 1877 absolvierte er eine Lehre bei dem Porzellanmaler Sturm, danach ging er bis 1883 auf die Kunstgewerbeschule in Wien. Er arbeitete 1883/84 in Berlin im Atelier des Heraldikers Emil Doepler. Vier Jahre lang (zwischen 1884 und 1888) besuchte er die Akademie der bildenden Künste in Wien. Er wirkte im Atelier seines Onkeln, des Heraldikers Karl Krahl, das er nach dessen Tod 1891 übernahm.[1]

Familienwappen

Blasonierung:
„In Rot eine silberne Adlerklaue mit Krallen, begleitet von drei (2,1) silbernen Schildchen. Auf dem Helm, mit rot-silbernen Decken eine wachsende Jungfrau zwischen Damhirschschaufeln.“[1]

Heraldisches Wirken

Im Jahre 1992 faßt das Biographisches Lexikon der Heraldiker Krahls heraldische Verdienste mit folgenden Worten zusammen:

„Krahl veröffentlichte 1888 ein Wappenbuch des mährischen Adels. 1907 behandelte er das Wappenrecht Bürgerlicher und verfaßte einige Aufsätz über österreichisch-ungarische und serbische Herschaftszeichen sowie Exlibris (..) für den österr.-ungarischen Hochadel, den Malteser-Orden und den Klerus.“

Biographisches Lexikon der Heraldiker (1992)[1]

Werke (Auswahl)

Im Auftrag des österreichischen Kaiserhauses, des serbischen Königshauses und der österreichischen Militärbehörden erledigte Krahl diverse heraldische Arbeiten.

  • Wappen für König Milan von Serbien (1882);
  • Wappen Karageorgewitsch, 1882;
  • Wappenalbum der mährischen Großgrundbesitzer, 1888
    • Die Wappen des Werks erscheinen im Anhang des vierbändigen Werks „Die Markgrafschaft Mähren in kunstgeschichtlicher Beziehung“ von August Prokop unter dem Titel „Mährisches Wappenbuch vom Jahre 1888“.
    • Ernst August Krahl: Mährisches Wappenbuch vom Jahre 1888. PDF-Datei.
      Reprint. Richard Graf Belcredi (Hrsg.). Beheym-Verlag Alež Zelenka, Gessertshausen, 1986.
  • Wappensaal im Kunsthistorischen Museum, Wien, 1889;
  • Wappensaal im Heeresgeschichtlichen Mus., Wien, 1890;
  • Entwurf der neuen Geldstücke bei Einführung der Kronenwährung, 1892;
  • Entwurf für den Thronsessel für die ungarische Milleniumsausstellung, 1896;
  • Wappen für den Prinzen Wied v. Albanien, 1913;
  • Wappen der Republik Österreich, 1919;
  • Ung. Adelsdiplome, 1884–1918;
  • Ahnenproben (Hof, Orden, Damenstifte); Exlibris; Diplome, etc.

Galerie von Adelsdiplomen (Entwurf Ernst Krahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 287 (664 S.).

Weblinks

 Commons: Ernst Krahl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien