Friedrich Heyer von Rosenfeld

Aus Heraldik-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Friedrich Heyer von Rosenfeld
(zwischen 1853 und 1896; Poträtsammlung/Archiv Heraldisch-Genealogische Gesellschaft Adler)[1]

Friedrich Heyer von Rosenfeld (* 13. April 1828 in Gießen; † 21. Dezember 1896 in Wien) war ein österreichischer Hauptmann und Heraldiker und war als solcher einer der Gründer der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft Adler.

Leben

Heyer von Rosenfeld, Sohn des Universitätbuchhändlers Friedrich Wilhelm Heyer (1802-1856) und der Auguste Freiin von Breidenbach zu Breidenstein trat nach Universitätsstudien in Gießen in den österreichischen Militärdienst ein, seit 1866 als Hauptmann dem Kriegsarchiv Wien zugeteilt (außer Dienst seit 1870).[2] Er gehörte zum alten hessischen und bedeutenden Adelsgeschlecht, dessen Ursprung im 15. Jahrhundert liegt. Bekannt wurde Rosenfeld durch die Mitarbeit am Wappenbuch des Neuen Johann Siebmachers ab 1873 und dem Kronenentwurf für den König Ferdinand I.W-Logo.png von Bulgarien.

Familienwappen

1858: Wappen von Friedrich Heyer von Rosenfeld (nach Siebmacher)

Das Stammwappen der Heyer von Rosenfeld:

Blasonierung:
„In Silber einer grüner Dreiberg, aus dem drei goldenbesamte rote Rosen an grünen Stielen fächerförmig wachsen. Auf dem gekrönten Helm mit rot-silbernen Decken das Schildbild (ohne Dreiberg).“[2]

Die Wappenbeschreibung des Wappens von Friedrich Heyer (Sohn), das dem Adel Heyer (Hayer) von Rosenfeld entlehnt ist, lautet:

Blasonierung:
„In Silber im Fuß des Schildes ein querliegender Ast mit drei grünen Blattstängeln und daran wachsen rotbesamte und grün gekelchte Rosen empor, wobei die mittlere die anderen überragt. [3]

Schriften

  • Goethes Wappen, 1871
  • Die Bände Adel des Königreichs Dalmatien und Galizien im Neuen Siebmacher, Wien, 1873
  • Seeflaggen, 1883
  • Die See-Flaggen, National- und Provinzial-Fahnen sowie Kokarden aller Länder, Verlag der kaiserlich-königlichen Hof- und Staatsdruckerei, Wien, 1883
  • Die Orden und Ehrenzeichen der k. und k. österreichisch-ungarischen Monarchie, Wien 1888
  • Die Staatswappen der bekanntesten Länder der Erde, nebst deren Landesflaggen und Kokarden, Frankfurt/M., 1895

Nachlass

  • Die Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz besitzt seit 1965 aus dem Nachlass von Friedrich Heyer von Rosenfeld etwa 550 Titel in Form chinesischer und japanischer Drucke des 19. Jahrhunderts.
  • Die heraldisch-genealogische Bibliothek von Friedrich Heyer von Rosenfeld kam 1897 als Stiftung in die Bibliothek des Germanischen NationalmuseumsW-Logo.png und umfasst seither ca. 2200 Bände.[4]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Christa Mache: Beiträge zur Geschichte der Heraldisch-Genealogischen Gesellschaft „Adler“. Phil. Dissertation. Selbstverlag. Band I.: Beiträge zur Geschichte der Gesellschaft „Adler“. Band II.: Das Stammbuch der Gesellschaft. Wien 1998. Internet: Biographie Friedrich Heyer von Rosenfeld. Abgerufen: 13. September 2017
  2. 2,0 2,1 Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 203 (664 S.).
  3. Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon, von Ernst Heinrich Kneschke, veröffentlicht Leipzig 1861, Verlag Friedrich Voigt.
  4. Elisabeth Rücker: Die Bibliothek. In: Bernward Deneke, Rainer Kahsnitz (Hrsg.): Das Germanische Nationalmuseum Nürnberg 1852-1977. Deutscher Kunstverlag, München ; Berlin 1978, S. 566.

Weblinks

Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Friedrich_Heyer_von_Rosenfeld“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 15. September 2017 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.