Heinrich I. (Ostfrankenreich)

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Dieser Artikel behandelt den ostfränkischen König Heinrich I. Für weitere Bedeutungen von Heinrich der Vogler siehe Heinrich der Vogler (Begriffsklärung).
Bild Heinrichs I. in der anonymen Kaiserchronik für Kaiser Heinrich V., um 1112/14

Heinrich I. (* 876; † 2. Juli 936 in der Pfalz Memleben bei Memleben an der Unstrut) aus dem Adelsgeschlecht der Liudolfinger, nicht zeitgenössisch auch Heinrich der Vogeler[1], Heinrich der Finkler oder Heinrich der Burgenbauer genannt, war ab 912 Herzog von Sachsen und von 919 bis 936 König des Ostfrankenreiches.

Leben bis zur Königsherrschaft

Herkunft und Vermählung

Heinrichs Vater war Herzog Otto der Erlauchte von Sachsen, seine Mutter die Babenbergerin Hadwig. Um 906 heiratete Heinrich Hatheburg, die verwitwete und als Nonne bereits ins Kloster gegangene Erbtochter des Grafen von Merseburg, und gewann so beträchtlichen Besitz an der Saale. Der Bischof von Halberstadt erhob Einspruch gegen diese Ehe.

Darauf trennte sich Heinrich, den Einspruch des Bischofs von Halberstadt ausnutzend, von Hatheburg und heiratete 909 die wesentlich jüngere Mathilde aus der Familie der Immedinger. Das brachte ihm, wie sein wichtigster Chronist Widukind von Corvey feststellt[2], und den Liudolfingern einen beträchtlichen Prestigegewinn, war Mathilde doch entfernt verwandt mit Herzog Widukind, dem Anführer der Sachsen und Gegenspieler Karls des Großen, so dass sich eine Abstammungslinie konstruieren ließ. Darüber hinaus stärkte die Heirat Heinrichs Position im Westen Sachsens bis nach Westfalen hinein, was einen Vorstoß in die Interessensphäre der Konradiner bedeutete.[3]

Herzog von Sachsen

Bereits zum Zeitpunkt der Herrschaftsübernahme in Sachsen kam es zu ersten Auseinandersetzungen mit Konrad I., der seit dem Tod des letzten Karolingerherrschers Ludwigs des Kindes 911 ostfränkischer König war. Die Liudolfinger hatten unter den Karolingern durch ihre enge Verwandtschaftsverbindung zum Herrscherhaus eine herausgehobene Stellung inne. Zu Konrad bestand keine ähnliche Verbindung. Zudem bedeutete das mächtigste Adelshaus Sachsens eine Gefährdung seiner gerade erst errichteten Herrschaft, wie der neue König bei Herrschaftsantritt insgesamt mit den Herzögen des Reichs in heftige Auseinandersetzungen geriet.[4] Als Heinrich 912 seinem Vater als Herzog folgte, verweigerte Konrad ihm die Einsetzung in alle Rechte, die Otto der Erlauchte innegehabt hatte. Auf der anderen Seite erkannte Heinrich keine königliche Gewalt über seinen Herrschaftsbereich an, der neben Sachsen große Teile Thüringens umfasste. Schnell entwickelten sich Fehden mit verschiedenen Feldzügen gegeneinander. 915 unterwarf sich Heinrich schließlich bei Grone (Göttingen) formell dem König. Konrad verzichtete im Gegenzug auf die Herrschaftsausübung im Machtbereich Heinrichs. Möglicherweise wurde bereits zu diesem Zeitpunkt die Vereinbarung geschlossen, dass Heinrich zum Nachfolger des kinderlosen Königs werden sollte.

Ostfränkischer König

Königswahl

Konrad starb am 23. Dezember 918. Im Mai 919 wählten die Großen Frankens und Sachsens Heinrich in Fritzlar zum ostfränkischen König. Nach dem Tod Konrads I., der in Anerkennung der machtpolitischen Verhältnisse den Verzicht seines Bruders Eberhard erwirkt und Heinrich zu seinem Nachfolger bestimmt hatte, war 919 die Königswürde erstmals nicht an einen Franken, sondern an einen Sachsen übergegangen. Ottonischen Überlieferungen zufolge handelten die Franken dabei entsprechend dem ausdrücklichen letzten Willen Konrads I. Widukind von Corvey hält fest, dass er die vom Mainzer Erzbischof Heriger angebotene Krone und Salbung mit dem Argument ausschlug, zum Königsein genügten ihm Gottes Wohlwollen und die Huld der anwesenden Großen.[5] Damit war die Herrschaft aus fränkischer in sächsische Hand gelangt.

Mit politischem Geschick, aber auch durch Feldzüge und Demonstrationen militärischer Stärke erlangte er die Anerkennung seines Königtums durch die duces Burkhart II. von Schwaben 919 und Arnulf von Bayern 921. Der Versuch Arnulfs, eine eigenständige Königsherrschaft zu begründen, deren Umfang und Grundlage in den Quellen nur rudimentär zu erkennen ist, blieb eine Episode. 921 erkannte der westfränkische König Karl III. im Bonner Vertrag Heinrich als König der Ostfranken an. Dies bedeutete zunächst das Ende karolingischer Ansprüche im Osten. Nach mehreren Feldzügen Heinrichs erkannte 925 Giselbert (Herzog in Lothringen von 915 bis 939) die Herrschaft Heinrichs an. In den Jahren zwischen 925 und 928 schlossen sich die Großen Lothringens, die sich nach dem Ende der Karolinger im Ostfrankenreich zunächst am Westfrankenreich orientiert hatten, der Herrschaft Heinrichs an. Aus späterer Rückschau wurde Lothringen so zum fünften Herzogtum des Ostfrankenreichs. Diesen Prozess schloss die Verheiratung von Heinrichs Tochter Gerberga mit Giselbert ab.

Einheit des ostfränkischen Reichs

Zwar war Heinrich nur von den Franken und Sachsen gewählt worden, doch durch eine geschickte Politik der militärischen Unterwerfung und durch Zugeständnisse verstand er es, die Stammesherzogtümer Schwaben (919) und Bayern (921/22) an sich zu binden und außerdem Lothringen, das sich zu Zeiten Konrads dem Westfrankenreich angeschlossen hatte, dem ostfränkischen Königreich wieder anzugliedern (925). Die Zustimmung zu seiner Herrschaft erkaufte sich Heinrich vor allem mit einem Machtzuwachs der Herzöge. So gestattete er ihnen, vormals karolingische Pfalzen und Güter zu verwalten. In einigen Fällen erhielten sie sogar die Hoheit über Bistümer und Königsklöster. Dieser Machtzuwachs drückte sich auch darin aus, dass die Herzöge unter Heinrich begannen, Urkunden und Siegel zu benutzen, die den königlichen nachgebildet waren, und für sich selbst den Gottesgnadentitel beanspruchten. Heinrichs Kunst der Herrschaftsausübung bestand darin, trotzdem so viel Verbindendes zu schaffen, dass er zunächst als "primus inter pares" (=Erster unter Gleichen) respektiert wurde. Zusätzlich gelang es ihm 926 das durch den Tod Burchards frei gewordene schwäbische Herzogtum mit einem Manne seiner Wahl, dem Konradiner Hermann, neu zu besetzen und dadurch loyaler zu machen. Schließlich konnte er seinen Sohn Otto zum von allen akzeptierten Nachfolger bestimmen.[6]

Wegen seiner erfolgreichen Regentschaft galt Heinrich I. in der betont nationalen Geschichtsschreibung des 19. und 20. Jahrhunderts lange als der Reichseiniger, Einiger der deutschen Stämme (Wilhelm Giesebrecht) oder als Schöpfer des deutschen Volkes (Heinrich von Sybel), so dass Gerd Althoff und Hagen Keller noch 1994 feststellen: „Die Auffassung, dass mit dem Königtum Heinrichs I. die Geschichte des 'deutschen' Reiches beginne, bestimmt heute die Einteilung historischer Darstellungen und Handbücher.[7] Was als Einigung beschrieben wurde, täuschte – auch in der Forschung – lange darüber hinweg, dass die verschiedenen Regna-Völker oder Stämme in Ostfranken uneinheitlich in Bezug auf Verfassung, Sozialstruktur und Recht waren und verschiedene Dialekte sprachen. Das Altsächsische der Ottonen zum Beispiel war eine allen anderen unverständliche Sprache.[8] Die Regna-Gebiete mit einem Herzog an der Spitze verdankten ihren Zuschnitt nur zufällig ethnischer Homogenität, denn er folgte vor allem dem politischen und sozialen Strukturbedürfnis karolingischer Herrschaft, so dass erst von ethnogenetischen Konsequenzen (Joachim Ehlers) auszugehen ist, als die Reichsbildung eine gewisse Dauerhaftigkeit erlangt hatte.[9]

Einfälle der Magyaren und Slawenkämpfe

Hauptartikel: Ungarneinfälle

Was zu einem engeren Zusammenrücken der ostfränkischen Herzöge führte, waren die seit 899 wiederkehrenden Einfälle ungarischer Reiterheere. Über das Zusammenrücken der Herzöge in dem dünn besiedelten Reichsgebiet, die sich möglicherweise auch durch so genannte amicitiae (= Freundschaftsbündnisse) zu Beistand verpflichten konnten, geben so genannte Memorialbücher Auskunft.[10] Einträge in den Memorialbüchern belegen gemeinsame liturgische Fürbitte für lebende und verstorbene Angehörige, worin einige Forscher ein wichtiges Herrschaftselement Heinrichs, nämlich soziale Verbindung mit den Herzögen sehen.[11]

Durch die Gefangennahme eines ungarischen Edlen, vermutlich Fürst Zoltán, vor der Burg Werla und Tributleistungen an die Ungarn konnte Heinrich I. 926 einen zehnjährigen Waffenstillstand aushandeln. Die Zeit des Waffenstillstands nutzte er zum Burgenbau – vor allem um die Ostgrenze des Reiches zu sichern[12], ebenso zur Aufrüstung und Erprobung eines starken Heeres mit schwerer Reiterei, und zur Festigung seiner Königsmacht durch die Unterwerfung der slawischen Stämme östlich der Elbe 927–929.

Während des Waffenstillstands mit den Ungarn führte Heinrich sein Heer auf mehrere Feldzüge gegen slawische Völker. Nach Widukind wurde das Reiterheer dabei so trainiert, dass man den Kampf mit den Ungarn wagen konnte.[13] Die militärischen Unternehmungen sollten auch eine mögliche slawische Unterstützung für die Ungarn unterbinden. Unklar ist allerdings, ob Heinrich ein klares Gesamtkonzept für seine Politik gegenüber den Elbslawen entwickelt hatte, das über bloße Tributherrschaft hinausging.[14] Beim Feldzug im Winter 928/29 wurden die Hauptburg der Heveller, die Brandenburg, und die urbs Gana, das Zentrum der Daleminzier, erobert.[15] Beide Burgen wurden geplündert, die Erwachsenen wurden umgebracht und die Kinder versklavt. Offenbar noch auf diesem Heereszug wurde die Burg Meißen an der Elbe angelegt. Anschließend zog das Heer weiter durch Böhmen nach Prag. Diese militärischen Aktivitäten der Sachsen lösten eine Gegenreaktion aus. Slawen überfielen die Burg Walsleben und töteten alle Bewohner. Bei der folgenden Schlacht von Lenzen wurden die Slawen wiederum von zwei sächsischen Adligen geschlagen. Wieder führte man Unfreie, Frauen und Kinder als Beute ab und richtete alle in der Schlacht Gefangenen hin.[16]

Schlacht bei Riade

Siegel Heinrichs I. an einer Urkunde vom 18. Oktober 927[17]

Hauptartikel: Schlacht bei Riade

Noch vor Ablauf des Waffenstillstands besiegte Heinrich die Ungarn 933 in der Schlacht bei Riade an der Unstrut. Dieser Sieg konsolidierte den Zusammenhalt von Heinrichs Reich und sicherte seine Akzeptanz im Hochadel aller Reichsteile. Aber nur der fränkische Chronist Flodoard aus Reims überliefert die Beteiligung von Kontingenten aus allen Herzogtümern. So schrieb Martin Lintzel 1933 zum 1000. Jahrestag von Riade, warum er sich ebenfalls für die Beteiligung aller deutschen Stämme aussprach: „Der Umstand, dass die Politik Heinrichs I. gegen die Ungarn und sein Krieg gegen sie eine Angelegenheit des ganzen Reiches gewesen sind, ist nun aber für die Beurteilung der deutschen Geschichte während der Regierung Heinrichs von sehr wesentlicher Bedeutung. Der Kampf gegen die Ungarn war nämlich fast die einzige Handlung einer Reichspolitik in der Zeit des ersten sächsischen Königs.[18]

Zu diesen Vorbereitungen gegenüber den Ungarn schweigen Widukind und Liudprand, die beiden hauptsächlichen Chronisten Heinrichs und Ottos I. Deshalb schreibt Johannes Fried, Liudprand zitierend, nur von den Sachsen: „ 'In geordneter Linie griffen die Sachsen an [...] So wurden die Ungarn teils niedergemacht, teils in die Flucht geschlagen.' Der Sieg durfte nicht überbewertet werden, weil die Ungarn schon 937 und 938 zurückkehrten.“[19] Letztendlich entscheidend in den Ungarnkriegen war die Schlacht seines Sohnes Ottos I. auf dem Lechfeld 955 mit der endgültigen Vertreibung der Ungarn, weshalb im Unterschied zu Mediävisten wie Gerd Althoff, Hagen Keller, Helmut Beumann und vielen anderen für Hans Delbrück, Johannes Fried, Matthias Springer und andere sich nicht in der Schlacht bei Riade, sondern erst auf dem Lechfeld ein nachweisbar auf Einheit beruhendes Vorgehen der Herzöge und ihrer Truppenkontingente gezeigt habe.[20] Allerdings fehlten hier die Sachsen, die durch Auseinandersetzungen mit den Slawen gebunden und nur durch Otto vertreten waren.

Erst nachdem Heinrich seine Herrschaft also gesichert hatte, sind größere Reisen und Hoftage außerhalb des sächsischen Kernbereichs nachzuweisen. Heinrich war nach dem Ungarnsieg stark genug, 934 die Dänen anzugreifen und durch die Schlacht von Haithabu das Gebiet zwischen Eider und Schlei zu erobern.

Nachfolgeregelung

Nach der politischen und militärischen Konsolidierung seines Herrschaftsgebiets versuchte Heinrich, seine Nachfolge zu regeln. In einer 929 ausgestellten Urkunde für seine Gemahlin werden die Grundzüge erkennbar. Sie enthält Bestimmungen über das Witwengut der Mathilde; in diesem Zusammenhang werden aber auch indirekt die Pläne Heinrichs für die Zukunft seiner Söhne erkennbar. Otto erscheint als rex und damit als alleiniger Erbe des Königstitels. Dies war angesichts der bei den Franken üblichen Erbteilung keineswegs selbstverständlich. Damit war die Individualsukzession begründet, die Unteilbarkeit des Königtums und die des Reiches, die auch Heinrichs Nachfolger beibehalten sollten. Als Zeichen der Stärke der Königsherrschaft wird man diese Maßnahme jedoch nicht sehen können, Heinrich war vielmehr gezwungen, auf die duces Rücksicht zu nehmen: Er konnte das Reich nicht mehr teilen.[21]

Wohl zu diesem Zeitpunkt fanden auch Verhandlungen mit dem englischen Königshaus statt, die zur Heirat Ottos mit einer Halbschwester König Aethelstans führten. Heinrich bemühte sich um eine Anbindung seines Hauses an Dynastien außerhalb seines Reiches. Dies war im ostfränkischen Reich unüblich gewesen; entsprach aber auf höherer Ebene dem Verhalten, mit dem sich die ostfränkischen Herzöge einst um die Nähe zum karolingischen Hof bemüht hatten. Neben der zusätzlichen Legitimation durch die Verbindung mit einem anderen Herrscherhaus drückte sich darin auch eine Stärkung des Sachsentums aus, da sich die englischen Herrscher auf die im 5. Jahrhundert auf die Insel ausgewanderten Sachsen beriefen. Nach der Hochzeit Ottos mit Edgith 930 stellte Heinrich den designierten Thronfolger in Franken und in Aachen den Großen der jeweiligen Region vor, um deren Zustimmung für die Thronfolgeregelung einzuholen.

Als Heinrich auf der Jagd im Harz einen Schlaganfall erlitt und am 2. Juli 936 in seiner Pfalz Memleben starb, war sein Herrschaftsbereich geografisch, in seiner inneren Struktur und durch die Anerkennung der Liudolfinger als Herrscherdynastie weitgehend konsolidiert. Deshalb galt Heinrich I. vor allem in der Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts als der erste deutsche König und Reichsgründer des späteren Heiligen Römischen Reiches. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Stiftskirche Quedlinburg.

Nachfolger Heinrichs wurde sein Sohn Otto aus seiner zweiten Ehe mit Mathilde. Ottos jüngerer Bruder – und zeitweiliger Rivale – Heinrich wurde Herzog in Bayern. Ein weiterer Sohn, Brun, wurde Erzbischof von Köln. Der Sohn Thankmar aus Heinrichs erster Ehe mit Hatheburg fiel 938 im Kampf gegen seinen Halbbruder Otto, dem er die Krone streitig machte.

Wirkung

Urteile der ottonischen Geschichtsschreibung

Die ottonischen Geschichtsschreiber feierten Heinrich Jahrzehnte nach dessen Tod als Friedenswahrer und Heidenverfolger. Das schriftarme 10. Jahrhundert und „das trostlose Schweigen der Quellen“ (Johannes Fried) sind Ursache dafür, dass gerade in Bezug auf Heinrich I. gesicherte Aussagen selten sind, weil sich die Angaben bei Widukind von Corvey mündlicher Überlieferung und ihren erzählerischen Interpretationen verdanken und zusätzlich über den mit dem ottonischen Königshof verbundenen Widukind dynastieorientiert sind.

Rezeption

Heinrich I. mit Beizvogel (Zeichnung der noch in Fragmenten vorhandenen Stuckfigur des Dollingersaals von 1280 in Regensburg von Jeremias Grienewaldt 1611/14)
König Heinrich I. nachträglich zugeschriebenes Sachsenross-Wappen, ca. 1615
Heinrich wird beim Vogelstellen im Wald die Königskrone angetragen (Historiengemälde von Hermann Vogel, um 1900)

Der Mangel an schriftlicher Überlieferung wurde im Mittelalter durch reiche Legendenbildung überbrückt, so dass Heinrich Beinamen wie Vogeler, Finkler, Burgenbauer, Städtegründer erhielt oder Begründer des ritterlichen Turnierwesens genannt wurde. Auch als eifriger Falkenjäger wurde er erwähnt.[22] Beizjäger wurden im Mittelhochdeutsch auch als Vogeler bezeichnet.[23] Die lateinische Bezeichnung für Falkner (lat. falconarius) gab es erst im Mittellatein. Die erste Erwähnung des Beinamens auceps mit der Erklärung the vogelere erfolgte in den Pöhlder Annalen[24] (Annales Palidenses) um 1182. Die Sächsische Weltchronik in ursprünglich niederdeutscher Sprache[25] kennt ihn um 1260 ebenfalls als vogelere, lateinisch auceps.

Danach beginnt sich im Versepos Lohengrin[26] des Codex Palatinus Germanicus zwischen 1283–1289 eine Legende um Heinrich I. zu ranken, dass er bei der Vogeljagd an einem Vogelherd in Dinklar, lateinisch Dinkelere war, als ihm Fürstenboten die Nachricht von der Königswahl überbrachten. Der Dichter des Lohengrin nannte die Geschichte selbst eine scherzhafte.[27] Sie findet später ihren Höhepunkt in der Ballade von Johann Nepomuk Vogl (1802–1866), bekannt durch die Vertonung von Carl Loewe (1796–1869).

Aufgrund des zeitlichen Abstands der Überlieferungen sind diese traditionskritisch zu betrachten. So entstand aus Dinklar Heinrich der Finkler.[28] Im Laufe des Traditionsprozesses kann eine Überlieferung ihre äußere Gestalt, oft sogar ihre Pointe verändern: Die Schwäbische Chronik berichtete 1486 von König Heinrich und seiner Vorliebe für das federspil.[29]

Unter Federspiel verstand man schon im mittelhochdeutschen die Jagd mit abgerichteten Vögeln[30] beziehungsweise den abgerichteten Jagdvogel selbst.[31] Als der deutsche Jagdvogel galt der Habicht[32] (lat. accipiter), wobei unter diese Bezeichnung auch Falken und Sperber begriffen wurden.[33] In der Linguistica Romanica et Indiana[34] wird die Umwandlung von acceptor (=accipiter „Habicht“) in auceptor unter dem Einfluss von auceps beschrieben.

Geschichtsbild und Forschungsdiskussion

Heinrichs Rolle in der preußischen Nationaldiskussion

Für Friedrich Ludwig Jahn gab es in seinem folgenreichen Buch Deutsches Volkstum zur nationalen Erweckung zwei Figuren, für deren weitere Vermittlung er Preisfragen auszuschreiben aufforderte, damit sie zuverlässige historische Darstellung erfahren: den Staatsretter Heinrich den Großen und Hermann den Cherusker als Volksheiland.[35] Der mit ihm befreundete Leopold von Ranke schrieb 1834 an der Philosophischen Fakultät der Berliner Universität die historische Preisfrage über Leben und Taten Heinrichs I. aus. Den Preis erhielt Georg Waitz für sein zum ersten Mal 1837 erschienenes Buch Jahrbücher des Deutschen Reiches unter König Heinrich I., das Ranke ausführlich einleitete, weil es sich um eine Epoche handle, „welche für die Bildung und Weltstellung des Deutschen Reiches eine unermessliche Bedeutung hat“.[36]
Ranke gab der von Widukind erwähnten nicht erfolgten Salbung bei der Königserhebung eine ebenfalls folgenreiche Deutung, mit der Heinrich zu einem Vorläufer Luthers wurde und in den Zusammenhang der gegen das katholische Österreich gerichteten Nationalstaatsbildung geriet: „Die Salbung durch Heriger hätte einen Beitritt zu dem herrschenden System in sich geschlossen. Heinrich wäre mit sich selbst in Widerspruch geraten. Man kann sich darüber nicht täuschen, dass in der Zurückweisung der Salbung unter diesen Umständen ein Einspruch gegen den überwiegenden Anteil der Geistlichkeit an der Regierung, wie er sich in der letzten Zeit gebildet, und gegen die klerikalen Tendenzen, die dabei zum Vorschein gekommen waren, enthalten ist. Man darf vielleicht behaupten, dass in dieser Haltung der erste Schritt lag, um Germanien von der unbedingten Herrschaft des Klerus und selbst des Papstes zu emanzipieren.[37]
Für die von Julius von Ficker im Sybel-Ficker-Streit vertretene Position wurde er damit zum "kleindeutschen Musterkönig" und ironisch karikiert[38], wogegen noch in der NS-Geschichtsschreibung 1943 protestiert wurde.[39]
Mit der Vereinnahmung durch Preußen, so dass sich die Hohenzollern in Gestalt von Friedrich Wilhelm IV. als Sachwalter des Heinrichserbes[40] und Quedlinburg als die Wiege des Deutschen Reiches und damit Hort der ganzen Nation ansahen,[41] wurde Heinrich im Unterschied zum gegen den Westen (Frankreich) instrumentalisierten Cheruskerfürsten zum Helden der Ostausrichtung, in deren Sinne sein erster Monograph Georg Waitz 1860 davon sprach, dass „deutsche Cultur, deutsche Bevölkerung den Beruf [habe], sich gegen den Osten hin auszubreiten“.[42]

Völkische und nationalsozialistische Vereinnahmung Heinrichs

Bei der Feier des 1000. Stadtgeburtstags von Quedlinburg 1922 wurde Heinrich folgendermaßen gefeiert: „wie er mit Festigkeit und zugleich mit kluger Versöhnlichkeit die noch widerstrebenden Fürsten für sich gewann und die Einheit des rein völkischen Staates schuf, wie er die Reichsgrenzen nach Westen und Norden schützte, wie er, nur das wirklich Erreichbare im Auge, der deutschen Staatskunst den erfolgverheißenden Weg nach Osten wies, ohne sich auf italienische Abenteuer einzulassen, wie er die Besiegung der Ungarn zäh und umsichtig vorbereitete und glorreich durchführte“.[43] Noch bevor Heinrich Himmler auf ihn aufmerksam wurde – der vielmehr darüber klagte, dass Heinrich in der deutschen Geschichtsschreibung zu den am meisten vergessenen Gestalten gehöre[44] –, verbreiteten evangelische Schulbücher das Bild von Heinrich als Vertreter von "Rassereinheit und Volkstum".[45] Am 2. Juli 1936 wurde Heinrich in Übereinstimmung mit der Stadt Quedlinburg von Heinrich Himmler vereinnahmt, als er in der dortigen Stiftskirche seine in ganz Deutschland über Rundfunk übertragene Rede zu dessen tausendstem Todestag hielt.[46] Fortan instrumentalisierte Himmler das Heinrichserbe für alle osteuropäischen SS-Unternehmungen, die er als Programm Heinrich zusammenfasste. Seine Identifikation mit Heinrich ging so weit, dass er noch nach dem Krieg von seiner Geliebten Hedwig Potthast im Verwandtenkreis König Heinrich genannt wurde.[47]

Moderne Forschung

In jüngerer Zeit wird besonders Widukind als Quelle für die Thronerhebung Heinrichs I. kontrovers diskutiert. So hat Carlrichard Brühl die Schilderung Widukinds beim Herrschaftswechsel von Konrad I. zu Heinrich I. im Jahr 919 als „Sterbebettlyrik“[48] kritisiert. Gerd Althoff wies hingegen auf die gezielte Komposition des Werkes hin. Auch der einzig von Widukind überlieferte Salbungsverzicht Heinrichs I. löste in der Mediävistik heftige Kontroversen aus. So wird von Manchen die Meinung vertreten, es habe im ostfränkischen Reich keine Salbungstradition gegeben.

In der Beurteilung der erfolgreichen Königsherrschaft besteht weitestgehend Einigkeit. Gerd Althoff schlussfolgert, „daß Heinrich I. mit seinem Herrschaftsstil wie mit seinen politischen Aktivitäten in exzeptioneller Weise erfolgreich war“.[49] Dem folgt auch Johannes Fried, wenn er vom „Planungsgenie“ des Königs spricht und ihn für einen „großen Strategen“ hält.[50] Gleichzeitig betont er aber: „Heinrichs gesamte Regierungszeit war von Kriegen begleitet, von Fehden durchsetzt; selbst in der eigenen Familie braute sich Unheil zusammen, als er starb.[51] Darin schlägt sich eine unterschiedliche Gewichtung der Freundschaftsbündnispolitik Heinrichs nieder, indem zwischen Innen- und Außenpolitik unterschieden wird. So hält Bernd Schneidmüller fest: „Die moderne Historie verliert aus aktuellen Bedürfnissen nach Frieden und Konsens die grausamen Realitäten des 10. Jahrhunderts aus den Augen. (…) Heinrichs Erfolge erwuchsen aus Freundschaftsbündnissen, doch nicht minder aus dem Terror, den er gegen seine Feinde verbreitete.[52]

Seine Nachkommen

Erste Ehe: geschlossen 906 mit der Witwe Hatheburg, Tochter des sächsischen Grafen Erwin (senior), aufgelöst 909

Zweite Ehe: geschlossen 909 in Wallhausen mit Mathilde, Tochter des Grafen Dietrich in Westfalen (Immedinger) und der Reginlind, Laienäbtissin von Nivelles, † 14. März 968 in Quedlinburg, in dessen Stiftskirche sie ebenfalls begraben wurde.

Quellen

Urkunden und Regesten

Literarische Quellen

  • Widukind von Corvey: Die Sachsengeschichte des Widukind von Corvey. In: Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit, bearbeitet von Albert Bauer, Reinhold Rau. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe Bd. 8. 5. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, S. 1–183
  • Liudprand von Cremona: Werke. In: Quellen zur Geschichte der sächsischen Kaiserzeit, bearbeitet von Albert Bauer, Reinhold Rau. Freiherr-vom-Stein-Gedächtnisausgabe Bd. 8. 5. Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2002, S. 233–589.
  • Thietmar von Merseburg: Chronik, übersetzt von Werner Trillmich (Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe 9) Darmstadt 1957.

Literatur

Allgemeine Darstellungen

  • Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat. 2. erw. Auflage, Kohlhammer Taschenbücher, Stuttgart 2005, ISBN 3-17-018597-7.
  • Gerd Althoff, Hagen Keller: Die Zeit der späten Karolinger und der Ottonen 888-1024. (= Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte. 10. Auf., Bd. 3). Klett-Cotta, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-608-60003-2.
  • Helmut Beumann: Die Ottonen. 5. Aufl., Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart u.a. 2000, ISBN 3-17-016473-2.
  • Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024. Frankfurt/M.-Berlin 1998, ISBN 3-548-26517-0.
  • Hagen Keller: Die Ottonen. C. H. Beck. München 2001, ISBN 3-406-44746-5.
  • Ludger Körntgen: Ottonen und Salier. 2. überarbeitete und bibliographisch aktualisierte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, ISBN 978-3-534-21352-8.
  • Timothy Reuter (Hrsg.): The New Cambridge Medieval History 3. c. 900–1024. Cambridge 1999, ISBN 0-521-36447-7.

Biographien

Weblinks

 Commons: Heinrich I. – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Jacob und Wilhelm Grimm: Deutsche Sagen. Zwei Bände in einem Band. Kassel 1816.
  2. Widukind von Corvey: Res gestae Saxonicae. Die Sachsengeschichte, Lateinisch/Deutsch, Buch I, 31, Reclam, Stuttgart 1997, S. 75
  3. Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat, Stuttgart 2000, S. 23
  4. Gerd Althoff: Die Ottonen. Königsherrschaft ohne Staat, Stuttgart 2000, S. 26
  5. Widukind von Corvey:Res gestae Saxonicae. Die Sachsengeschichte, Lateinisch/Deutsch, Buch I, 26, Reclam, Stuttgart 1997, S. 69
  6. Ludger Körntgen: Ottonen und Salier, 2., überarbeitete und bibliographisch aktualisierte Neuauflage, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2008, S. 9 f.
  7. Gerd Althoff/Hagen Keller: Heinrich I. und Otto der Große. Neubeginn auf karolingischem Erbe, Göttingen-Zürich, 2. verbesserte Auflage 1994, S. 33.
  8. Werner Goez: Gestalten des Hochmittelalters. Personengeschichtliche Essays im allgemeinhistorischen Kontext, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, S. 12 f.
  9. Ludger Körntgen (2008), S. 5 f.
  10. Vertreter der für heutige Forschung wichtigen Amicitiae-et-pacta-These ist vor allem Gerd Althoff.
  11. Ludger Körntgen (2008), S. 8.
  12. Margret Zimmermann und Hans Kensche: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land, 1. Auflage, Hildesheim 1998, S. VIII, ISBN 3-8269-6280-X.
  13. Widukind von Corvey: Res gestae Saxonicae, I, 38.
  14. Christian Lübke: Die Ausdehnung ottonischer Herrschaft über die slawische Bevölkerung, S. 69, in: Matthias Puhle (Hrsg.): Otto der Große, Magdeburg und Europa, Bd. 1, Mainz 2001, S. 65–74.
  15. Widukind von Corvey Res gestae Saxonicae, I, 38. online-Edition: http://mdz10.bib-bvb.de/~db/bsb00000708/images/index.html?id=00000708&nativeno=49 f.
  16. Widukind von Corvey:Res gestae Saxonicae.Die Sachsengeschichte, Lateinisch/Deutsch, Buch I, 36, Reclam, Stuttgart 1997, S. 83-89
  17. Wikisource: Die Siegel der Deutschen Kaiser und Könige, Band 5, S. 11, Heinrich I. Nr. 2.
  18. Martin Lintzel: Die Schlacht bei Riade und die Anfänge des deutschen Staates., Galt der Waffenstillstand mit den Ungarn (926 ?) für ganz Deutschland? 1933, S. 311–315, in: Georg Waitz: Jahrbücher des deutschen Reiches unter König Heinrich I., Darmstadt 1963, S. 303–316
  19. Johannes Fried: Der Weg in die Geschichte. Die Ursprünge Deutschlands bis 1024, Ullstein, Frankfurt/M.-Berlin 1998, S. 580
  20. Matthias Springer: 955 als Zeitenwende. Otto I. und die Lechfeldschlacht, S. 207, in: Matthias Puhle (Hrsg.): Otto der Große, Magdeburg und Europa, Bd. 1, Essays, Mainz 2001, S. 199-208
  21. Karl Schmid: Das Problem der „Unteilbarkeit des Reiches“, in: Ders. (Hrsg.): Reich und Kirche vor dem Investiturstreit. Vorträge beim wissenschaftlichen Kolloquium aus Anlaß des achtzigsten Geburtstags von Gerd Tellenbach, Sigmaringen 1985, S. 1–15.
  22. Franz von Kobell: Wildanger - Skizzen aus dem Gebiet der Jagd und ihrer Geschichte mit besonderer Rücksicht auf Bayern, Falk und Reiher, J.G.Cotta'scher Verlag, Stuttgart 1859.
  23. Karl Ernst Demandt: Regesten der Grafen von Katzenelnbogen 1060-1486, Textstelle, Selbstverlag der Historischen Kommission für Nassau, Wiesbaden 1986, ISBN 3-922244-14-9.
  24. Annales Palidenses, Pöhlde um 1182, in Georg Heinrich Pertz: Monumenta Germaniae Historica, Scriptores (in folio) (SS) Bd. 16, Annales aevi Suevici, S. 61, Stuttgart 1859, in Georg Waitz: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich I., Berlin 1863.
  25. Sächsische Weltchronik, um 1260, in Hans Ferdinand Maßmann: Das Zeitbuch des Eike von Repgow in ursprünglich niederdeutscher Sprache, Stuttgart 1857.
  26. Lohengrin des Codex Palatinus Germanicus 345, S. 79 links, Str. 317, Bayern 1283-1289, in Dr. Heinrich Rückert: Lohengrin: Zum Erstenmale kritisch, Quedlinburg und Leipzig 1858
  27. Nachrichten von der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen, Göttingen 1856.
  28. Hellmut Diwald: Heinrich der Erste. Die Gründung des Deutschen Reiches, Bergisch Gladbach 1990, S. 199 ff
  29. Thomas Lirer: Schwäbische Chronik, des Codex Palatinus Germanicus 127, S. 173 rechts, Ulm, 12. Januar 1486.
  30. Georg Friedrich Benecke, ausgearbeitet von Wilhelm Müller und Friedrich Zarncke: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, vederspil, Leipzig 1854-1866
  31. Matthias Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch, veder-spil, Leipzig 1872-1878
  32. Widukind von Corvey: Res gestae Saxonicae. Die Sachsengeschichte, Lateinisch/Deutsch, Buch I, 10, Reclam, Stuttgart 1997, S. 42
  33. Jacob Grimm: Geschichte der Deutschen Sprache, Falkenjagd, Frankfurt 1848, S. 49
  34. Bruno Staib: Linguistica Romanica et Indiana: Festschrift für Wolf Dietrich, Mainz 2000.
  35. Friedrich Ludwig Jahn: Deutsches Volksthum, Georg Olms Verlag, Hildesheim-New York 1980 (Neudruck der Auflage von 1813), S. 349 f., 359, 389 f., 396.
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Vorgänger Amt Nachfolger
Konrad I. Ostfränkischer König
919–936
Otto I./II.
Otto I. Herzog von Sachsen
912–936

Quellenhinweis

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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Heinrich_I._(Ostfrankenreich)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 04. Juli 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.