Jörg Mantzsch

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Jörg Mantzsch mit dem Wappen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld (2008)

Jörg Mantzsch (* 20. Juli 1953 in RaguhnW-Logo.png) ist ein deutscher Heraldiker und JournalistW-Logo.png. Er lebt in MagdeburgW-Logo.png und wurde 2024 von Eduard Prinz von Anhalt zum RitterW-Logo.png geschlagen.

Werdegang

Jörg Mantzsch ist vor allem bekannt als Kommunalheraldiker. Anfangs arbeitete er als Journalist im Bereich Kultur, war Korrespondent, Redakteur und Pressesprecher. Daneben war Mantzsch literarisch ambitioniert und veröffentlichte Prosa in Zeitschriften sowie Anthologien. Er nahm an literarischen Wettbewerben und den ArbeiterfestspielenW-Logo.png in der DDRW-Logo.png teil, bei denen er Auszeichnungen erhielt. Auch leitete er einen Zirkel junger Autoren sowie eine LesebühneW-Logo.png in Magdeburg. Zudem war Mantzsch Rezensent belletristischer Werke für Tageszeitungen, rezensierte führende Schriftsteller der DDR, wie Erwin StrittmatterW-Logo.png, Hermann KantW-Logo.png, Christa WolfW-Logo.png, ebenso DebütantenW-Logo.png.

Im Jahre 1991 rückte die bis dahin nebenbei betriebene Kommunalheraldik in seinen beruflichen Mittelpunkt. Nach der WendeW-Logo.png von 1989/90 definierten sich die Städte und Gemeinden in den neuen BundesländernW-Logo.png neu. Mantzsch war an der Erarbeitung erster Rechtsgrundlagen für kommunale Hoheitszeichen in Sachsen-Anhalt und der Schaffung von Wappen und Flaggen für GebietskörperschaftenW-Logo.png (Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften, Landkreise) in mehreren neuen Bundesländern beteiligt. Er begleitete mit seiner Fachkompetenz die Wappenkommissionen dieser Einrichtungen bei der Wappenfindung. In seiner heutigen Tätigkeit entwirft er kommunale Wappen und führt diese ins Genehmigungsverfahren. Hinzu kommen Redesigns von in Gewohnheitsrecht geführten Wappen. Sie werden von Mantzsch nur soweit korrigiert, dass sie den Regeln und Gepflogenheiten von Wappenkunde und Wappenkunst entsprechen und somit genehmigungsfähig sind. Mantzsch arbeitet deutschlandweit eng mit Landes- und StaatsarchivenW-Logo.png zusammen.

Jörg Mantzsch ist Mitglied des HEROLD, Verein für Heraldik, Genealogie und verwandte Wissenschaften zu Berlin, und Initiator der Deutschen Ortswappenrolle. Im September 2024 ist er von Eduard Prinz von Anhalt zum Ritter des Hausordens Albrechts des Bären und dessen Herold ernannt worden.[1]

Werk als Heraldiker und Rezeption

Bis 2018 schuf Mantzsch mehr als 600 kommunale Wappen und Flaggen in ganz Deutschland, darunter für neun LandkreiseW-Logo.png sowie für den Berliner Bezirk PankowW-Logo.png. Des Weiteren hält er Vorträge an Universitäten und Hochschulen in Deutschland und Österreich, vor Vereinen, Verbänden und anderen Institutionen. Er verfasst fachbezogene Veröffentlichungen in Zeitungen und Zeitschriften. Mantzsch tritt deutschlandweit als SachverständigerW-Logo.png vor KreistagenW-Logo.png ebenso wie vor Ausschüssen oder Ratssitzungen auf. Die Presse-Agentur dpaW-Logo.png beschrieb ihn im Februar 2009 folgendermaßen: „Jörg Mantzsch ist ein bisschen von allem: Wissenschaftler, Historiker, Künstler, Journalist, Publizist, Autor und Dozent“,[2] während die Mitteldeutsche ZeitungW-Logo.png seine Reputation mit den Worten zusammenfasste: „Der Wissenschaftler ist wohl der führende Heraldiker in Ostdeutschland.“[3]

Credo

„Wappen von kommunalen und Gebietskörperschaften sind keine bunten Bildchen, sondern Hoheitszeichen, deren Inhalt und Gestaltung Regeln und Gepflogenheiten der Heraldik als historische Hilfswissenschaft unterliegen. Zugleich sind Wappen aber auch identitätsstiftend, indem sie einen historischen, traditionellen, kulturellen, ethnischen, sozialen und/oder politischen Bezug transportieren. In diesem Sinne gelten kommunale Wappen für die Bevölkerung als ein Symbol der Verbundenheit mit der Heimat. Gerade in Zeiten von gesellschaftlichen Umbrüchen und Wandlungen ist das ein hoher gesellschaftlicher Wert!“

Jörg Mantzsch: vor dem Kreistag von Anhalt-Bitterfeld (12. Juli 2007)

Literatur

  • Staatliche Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt, Die Wappen der Landkreise und Kreisfreien Städte des Landes Sachsen-Anhalt, Bearbeitet von Herbert Papendieck, Margot Gehrmann, Mechthild Maenecke. Gestaltung: Jörg Mantzsch. Herausgegeben von Landeshauptarchiv Magdeburg, 1996, 56 S., ISBN 3-932090-04-7
  • Georg DieckW-Logo.png – Botaniker aus Zöschen. Versuch einer Annäherung, Heimat und Geschichtsverein Zöschen e. V., 2005
  • (mit anderen Bearbeitern darunter Heinz ZwanzigerW-Logo.png): Friedrich Heinicke: Chronik der Parochie Zöschen 1886–1920, Heimat und Geschichtsverein Zöschen e. V., 2019

Weblinks

Quellenangaben

  1. Sylvia Czajka: Ritterschlag für Raguhner. In: Mitteldeutsche ZeitungW-Logo.png vom 18. September 2024, S. 15.
  2. dpa-Artikel vom 4. Februar 2009 auf der Internetseite von n-tv.de
  3. Gert Glowinski: Nichts dem Zufall überlassen in Mitteldeutsche ZeitungW-Logo.png vom 8. August 2007
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Jörg_Mantzsch“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 16. Dezember 2025 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0 oder einer adäquaten neueren Lizenz. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.