Johann Sinapius

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Johann Sinapius der Jüngere
John Sinapius junior.jpg

(Reproduktion von 1706)
Geboren(1667-09-11)11. September 1667
Liptovská Teplá/Bad Liptsch
Gestorben(1725-10-05)5. Oktober 1725
Legnica/Liegnitz
StaatsangehörigkeitDeutsch
BerufHistoriker,
Genealoge,
Heraldiker
Ära/Epoche17./18. Jahrhundert
Ehepartner/-inMaria Elisabeth Titz
Elternteil(e)Male Icon.svg Daniel Sinapius-
Horčička
W-Logo en.png
Female Icon.svg Katharina Mayer

Johann Sinapius oder Johannes Sinapius (polnischW-Logo.png Jan Sinapius; tschechisch Ján Sinapius-Horčička mladší; * 11. September 1667 in Bad LiptschW-Logo.png, Komitat LiptauW-Logo.png, Königreich UngarnW-Logo.png; † 5. Oktober 1725 in LiegnitzW-Logo.png, Fürstentum LiegnitzW-Logo.png) war ein deutsch-schlesischer Historiker, Genealoge, Universalgelehrter und Schriftsteller slowakischer Herkunft, der in seinen deutsch- und lateinischsprachigen Werken oft Wappenführende und ihre Wappen beschrieb.

Leben

Sinapius stammte aus einer ursprünglich schlesischen, später nach der damals ungarischen Slowakei ausgewanderten Pastorenfamilie. Er studierte in LeipzigW-Logo.png und erhielt 1692 eine Anstellung als ProrektorW-Logo.png und Bibliothekar am fürstlichen Oelser GymnasiumW-Logo.png. 1700 wurde er zum Rektor und Erzieher der OelserW-Logo.png Herzogssöhne ernannt. Im Jahr 1707 folgte er der Berufung als Rektor am Vereinigten Gymnasium zu Liegnitz, als welcher er bis zu seinem plötzlichen Tode im Jahr 1725 wirkte.

Er hinterließ zwei große Werke, die zweibändige Olsnographia, Beschreibung des Fürstentums OelsW-Logo.png (Leipzig und Frankfurt 1707) und zwei Bände der Schlesischen Curiositäten (hrsg. von Rohrlach), die sehr lange als Grundlage der schlesischen genealogischen Forschung dienten: Schlesischer Curiositäten erste Vorstellung (Leipzig 1720) und das postum herausgegebene Buch Des Schlesischen Adels anderer Theil oder Fortsetzung Schlesischer Curiositäten (Leipzig 1728). Die beiden sehr sorgfältig, durch genaues Studium der Quellen (die er in der Vorrede aufzählt) ausgearbeiteten Bücher boten eine bis dahin noch nie gesehene Fülle von Nachrichten.

Johann Sinapius war seit 1694 mit Maria Elisabeth Titz aus OelsW-Logo.png verheiratet, die 1755 starb.

Familienwappen

Das Wappen der böhmisch-schlesischen Linie Sinapius wurde nach Johann Sinapius am 25. Mai 1654 von Kaiser Ferdinand III. verliehen. Er zitiert es in der Olsnographia aus dem Jahre 1707 folgendermaßen:

„(..) zwey Gebrüdere Sinapios, Johannem, und vorgemeldten Danielem [...] Dero Wappen ist ein Himmelblauer Schild, darinnen auff einem grúnen Rasen ein geflügelter Hirsch in seiner natúrlichen Farbe mit offenem Maule gegen die Sonne laufft. Der offene gecrónte Helm hat auf der Crone einen halben Mond, aus welchem zwey hervorgehende Hánde, andre zwey mit rothen Ermeln bekleidete Armen in die Hóhe heben. Die Helm=Decken sind zur Rechten blau und gelb, zur Lincken weiß und roth (..)“

Johann Sinapius (1707)[1]

Werke

  • Olsnographia, Oder Eigentliche Beschreibung Des Oelßnischen Fürstenthums In Nieder-Schlesien.
    • Band 1, Leipzig und Frankfurt 1707, Volltext in der Google-Buchsuche
    • Band 2, Leipzig 1706, Volltext in der Google-Buchsuche
  • Schlesischer Curiositäten Erste Vorstellung, Darinnen die ansehnlichen Geschlechter Des Schlesischen Adels, Leipzig 1720, Digitale Bibliothek Oppeln, Volltext in der Google-Buchsuche
  • Des Schlesischen Adels Anderer Theil Oder Fortsetzung Schlesischer Curiositäten, Leipzig und Breslau 1728, Volltext in der Google-Buchsuche
  • Schlesischer Curiositäten Fortsetzung. Leipzig und Breslau 1728 (Digitalisat).

Weblinks

 Wikisource: Johann Sinapius – Quellen und Volltexte

Literatur

Einzelnachweise

  1. Johann Sinapius: Olsnographia Oder Eigentliche Beschreibung Des Oelßnischen Fúrstenthums In Niederschlesien. Leipzig und Franckfurt 1707. S. 448 f. (Google)
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Johann_Sinapius“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 17. Dezember 2023 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.