Oscar von Bárczay

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Wappen der Familie Bárczay von Bárcza (nach Gyula Andrassy, 1913)
Beispielseite aus dem ungarischen „Handbuch der Heraldik“ von Oscar von Bárczay

Oscar von Bárczay (auch Bárczy, Barcza, Bárczai oder ähnlich genannt; ungarisch bárcai Bárczay Oszkár; * 16. August 1846 in AbaújkérW-Logo.png; † 12. Apri 1898 in BudapestW-Logo.png) war ein ungarischer (bzw. österreichisch-ungarischer) Offizier, KammerherrW-Logo.png, stellvertretender Generalsekretär der Ungarischen Akademie der WissenschaftenW-Logo.png sowie Genealoge und Heraldiker.

Familie

Oscar von Bárczay wurde im Jahre 1846 als Sohn des András Bárczay (* 1808; † 1888) und der Anna Sombory von Magyarnagysombor (* 1813; † 1863) in Abaújkér geboren. Er stammt in agnatischer Linie von einer alten ungarischen Adelsfamilie ab. Seine Abstammung und Familienverhältnisse dokumentierte er 1891 in seinem Werk A Bárczay-család leszármazása. 1877 heiratete er seine Frau, Júlia Mária Erzsébet Bartha von Kézdilemhény (ungarisch Bartha Máriától; 1852-1940). Das Paar hatte eine Tochter, Anna (1878-1945), die später die Frau von Adorján Madarász von Felsőpulya (1870-1956) wurde.

Familienwappen

Nach dem Neuen Siebmacher bekam das uradlige Geschlecht der Bárczay von Bárcza im Jahre 1421 von König Sigismund Adels- und Wappenbrief.

Blasonierung

  • „In Blau aus goldener Blätterkrone wachsend eine oberhalbe jugendliche Männergestalt mit entblößtem Halse roem Kleide und rundem schwarzem Hute; die Linke über das Haupt emporhebend, fasst dieselbe mit der Faust den oberen Teil einer siebenendigen grünen Hirschstange, welche an Stelle des rechten Armes aus dem Schultergelenke der Gestalt, aufwärts zu wachsen scheint. Kleinod: Die Schildfigur. Decken: blau-rot.“
    -- Siebmacher (1893)[1]

Biographie und Werk

Oscar von Bárczay trat ursprünglich in das Militär ein. Er diente in der Armee als Husarenkapitän und später am Hof des serbischen Königs in Mailand als Oberstallmeister (ungarisch főlovászmester). Danach schlug er eine eher literarisch-akademische Laufbahn ein. Beispielsweise veröffentlichte im Turul, das ist das Vereinsmagazin der Ungarischen Gesellschaft für Heraldik und Genealogie und in der Zeitschrit Archaeologiai ÉrtesítőKung von ungarn.jpg der Ungarischen Gesellschaft für Archäologie und Kunstgeschichte diverse Beiträge. Im Jahre 1895 erschien in ungarischer Sprache sein zweibändiges Werk über die Geschichte der Entwicklung des Militärwesen. Nur zwei Jahre später, 1897, verfasste er das ungarisch-heraldische Standardwerk A heraldika kézikönyve müszótárral. Ab 1898 wurde er von der Akademie beauftragt, die Zeitschrift Hadtörténelmi közlemények (‚Militärhistorische Ankündigungen‘) herauszugeben. 1898 arbeitete er im Zusammenhang mit dem Neuen Siebmacher am Band Der Adel von Siebenbürgen mit.

Werk

Weblinks

 Commons: Oszkár Bárczay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Familie Bárczay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, IV. Band, 15. Abteilung, 1. Teil; Der Adel von Ungarn samt den Nebenländern der St.Stephanskrone; Verfasser: G. von Csergheö; Publikation: Nürnberg: Bauer & Raspe, 1893. S. 39. Tafel 31
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Oszkár_Bárczay“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 28. Mai 2020 (Permanentlink: [1]). Er steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.