Oskar Göschen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Pusikan (Begriffsklärung) aufgeführt.
Oskar Göschen
Exlibris Goeschen.jpg
(Exlibris Oskar Göschen)
Geboren(1823-11-01)1. November 1823
Gestorben(1900-02-18)18. Februar 1900
Tentschach, Flag of the Habsburg Monarchy.svg Österreich-UngarnW-Logo.png
(Alter: 76)
Sprach-/KulturgebietDeutsch, Österreichisch
Beruf
Ära/Epoche19. Jahrhundert
Elternteil(e)Male Icon.svg Georg Joachim Göschen
Female Icon.svg Philippine Reichsfreiin von
Kaiserstein, verw. Crampagna
alternative Beschreibung
Wappen Göschen (1882; im Stil der Zürcher Wappenrolle; nach Moritz Maria Weittenhiller)

Oskar Göschen (Pseudonym: Pusikan; * 1. November 1823 in LeipzigW-Logo.png; † 18. Februar 1900 auf Schloss TentschachW-Logo.png bei Klagenfurt am WörtherseeW-Logo.png)[1][2] war ein in Österreich-UngarnW-Logo.png wirkender, gebürtiger deutscher Berufssoldat, Gutsbesitzer und Heraldiker (beziehungsweise heraldischer Schriftsteller).

Leben

Oskars Vater war Georg Joachim Göschen (1791–1855), sein Großvater der bekannte Leipziger Verleger Georg Joachim GöschenW-Logo.png (1752–1828). Das ursprüngliche Stammhaus der Familie war in GöschenenW-Logo.png an der ReussW-Logo.png, das im Sempacher KriegeW-Logo.png verlassen wurde.[3] Auf die Leipziger geht auch die Londoner Bankhaus Frühling & GöschenW-Logo.png (gegründet 1814) zurück, aus der Finanzminister wie Viscount George GoschenW-Logo.png (1831–1907) und Diplomaten wie Sir William Edward GoschenW-Logo.png (1847–1924) hervorgingen.[4] Oskars Mutter war Philippine von Kaiserstein (1789–1855) aus der Familie der Freiherren von KaisersteinW-Logo.png, die Anfang des 19. Jahrhunderts in Kärnten die Herrschaften Tentschach, Kleinreideben, Steuerberg und ein einträgliches Wiener Freihaus (Mietshaus) besaß.[3]

Göschen studierte an der Universität LeipzigW-Logo.png und der Ruprecht-Karls-Universität HeidelbergW-Logo.png. Dort wurde er Mitglied der Corps MisniaW-Logo.png (1845) und Guestphalia HeidelbergW-Logo.png (1846).[5] Der Gutsbesitzer war kaiserlich-königlicherW-Logo.png MajorW-Logo.png. In den 1880er Jahren wollten Oskars Kaisersteiner-Verwandte Schloss Tentschach verkaufen.[6] Schließlich hat er das Schloss in TentschachW-Logo.png erworben, nachdem er vorher auf der HollenburgW-Logo.png und Schloss MagereggW-Logo.png wohnte.[4] Er diente im Infanterie-Regiment Nr. 22W-Logo.png der Österreich-Ungarischen ArmeeW-Logo.png und ist als HauptmannW-Logo.png mit Majortitel um 1860 in den Ruhestand getreten. Nach seinem Tod 1900 wurde er in der FamiliengruftW-Logo.png der Kaiserstein auf dem KärntnerW-Logo.png Schloss KrastowitzW-Logo.png begraben.[4] Das Gut Tentschach erbte Sir William Edward Goschen.

In der Bevölkerung galt er als „Sonderlingsnatur“. Es wurde erzählt, „dass er ab und zu Proben seines Leichenbegängnisses abgehalten habe.“[4]

Familienwappen

Blasonierung:
„In Silber ein von einem blauen, golden geschäfteten Pfeil schräg durchbohrtes golden flammendes rotes Herz. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken eine silberne Taube mit einem Spruchband »PACEM« im Schnabel“[2]

Werke

Unter dem Pseudonym Pusikan verfasste er seine heraldischen Werke.[7] Ab 1880 war er Mitarbeiter am Neuen Siebmacher, einem ab 1854 neu aufgelegten Wappenbuch. Göschen unterstützte die Genealogische Forschung in Kärnten nicht nur mit seinen Publikationen, sondern auch mit Geldspenden und dem Heranschaffen von Akten und Büchern.[8]

  • Landgraf, Landgraf, werde hart! Klagenfurt 1869 Digitalisat
  • Die Kaiserstein, Geschichte des Hauses , Wien, Verlag Braumüller, 1873. Digitalisat
  • Heraldik-Wiki Bücherkiste: Über die Bedeutung von Wappenfiguren (PDF-Dokument, 4.4 MB), Nürnberg, 1877. im Internet Archive
  • Neuer Siebmacher. Band: Kärnten, ab 1880
  • Die Helden von Sempach Wappendarstellungen, Zürich, 1886
  • Entstehung und Bedeutung der Wappenbilder, Wien 1906. In: Jahrbuch d. k. k. herald. Ges. "Adler". N. F. Bd. 16. Wien, 1906
  • Der Ritterstand. In: Heraldisch-Genealogische Zeitschrift des Vereines Adler. Wien, 1873
  • Fürsten, Grafen, Herren und Ritterbürtige, welche von 1477 bis 1628 zu Tübingen studiert haben. In: Vierteljahresschrift für Heraldik, Sphragistik und Genealogie. Berlin, 1876
  • Die Verbannten des Jahres 1629. Über die ExulantenW-Logo.png, Handschrift im Archiv des Geschichtsvereins für KärntenW-Logo.png[9]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hildebrandt, Adolf Matthias; Biewer, Ludwig: Handbuch der Heraldik. Wappenfibel. Neustadt an der Aisch. 2002. S. 235.
  2. 2,0 2,1 Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 153 (664 S.).
  3. 3,0 3,1 Pusikan (Oskar Göschen): Die Kaiserstein. Geschichte des Hauses. Verlag Braumüller, Wien. Heinrich-Heine-Universität DüsseldorfW-Logo.png, 1873, abgerufen am 14. März 2020., hier S. 60 f.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Sterbefall. In: Lavantthaler Bote / Unterkärntnerische Nachrichten (vormals Lavanttaler Bote) / Unterkärntner Nachrichten (vormals Lavanttaler Bote), 24. Februar 1900, S. (rechts unten) (Online bei ANNOW-Logo.png)Vorlage:ANNO/Wartung/ukn
  5. Kösener CorpslistenW-Logo.png 1960, 90, 62; 64, 445.
  6. k. k. Landesgericht Klagenfurt: Güter Tentschach und Steuerberg. In: Wiener Zeitung, 16. Dezember 1885, S. (rechts unten) (Online bei ANNOW-Logo.png)Vorlage:ANNO/Wartung/wrz
  7. Sächsische Landesbibliothek.
  8. Gustaf Adolf von Metnitz: Genealogische Forschung in Kärnten - ein Überblick.. In: Carinthia I. Mitt(h)eilungen des Geschichtsvereines für Kärnten / Carinthia I. Geschichtliche Beiträge zur Heimatkunde Kärntens (Mitteilungen des Geschichtsvereines für Kärnten) / Carinthia I. Geschichtliche und volkskundliche Beiträge zur Heimatkunde Kärntens, Jahrgang 1975, S. 83 (Online bei ANNOW-Logo.png)Vorlage:ANNO/Wartung/ca1
  9. Paul DedicW-Logo.pngKärntner Exulanten des 17. Jahrhunderts.. In: Carinthia I. Mitt(h)eilungen des Geschichtsvereines für Kärnten / Carinthia I. Geschichtliche Beiträge zur Heimatkunde Kärntens (Mitteilungen des Geschichtsvereines für Kärnten) / Carinthia I. Geschichtliche und volkskundliche Beiträge zur Heimatkunde Kärntens, Jahrgang 1946, S. 116 (Online bei ANNOW-Logo.png)Vorlage:ANNO/Wartung/ca1

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