Zuckerhut (Heraldik)

Aus Heraldik-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Time to stop 40px.png
In der Früh- und Blütezeit des Wappenwesens sind Zuckerhutfiguren nicht gebräuchlich.
Zuckerhut (nach WBO, Nr. 9231
Zuckerhut (Iran, 2010)

Der Zuckerhut (in der Schweiz auch Zuckerstock genannt[1][2]; frz.: pain de sucre; engl.: cone, sugarloaf) ist im neueren Wappenwesen eine seltene gemeine Figur.

Darstellung

Die Figur Zuckerhut ist - vergleichsweise wenig heraldisch stilisiert - einem an der Spitze abgerundeten Kegel aus ZuckerW-Logo.png nachempfunden. In der Normalform zeigt die abgerundete Spitze zum oberen Schildrand (andere Stellungen sind zu melden). Die Figur erscheint bevorzugt in Ein-, Drei-, Fünf- oder Sechszahl. Da das Motiv selten in Wappen erscheint, gibt es keine expliziten heraldischen Vorgaben, außer jene, die allgemein für gemeine Figuren gelten. Wurde nichts Besonderes gemeldet, sollte beispielsweise ein historischer Zuckerhut im Wappen erscheinen, wie er im 12. Jhr. in Jordan bzw. in der europäischen Renaissance im 15./16. Jhr. gebräuchlich ist. Ist die Figur Zuckerhut an der Sitze abgebrochen oder mit Papier, einem Band oder ähnlichem umgewickelt, so sollte dies in der Wappenbeschreibung erwähnt werden, insbesondere wenn eine mögliche Banderole in einer anderen heraldischen Farbe als der Rest der Figur erscheint.

Symbolik

Außerhalb der Heraldik nehmen Zuckerhüte zum Beispiel Bezug auf im 19. Jahrhundert gegründete Zuckerraffinerien/-fabriken, sind Hinweise auf Zuckerrohranbau, erinnern an eine führende Marktstellung als Zuckerlieferant oder ähnliches.

Spitze/steigender Keil als Zuckerhut

Manchmal stehen in einem Wappen eine Spitze, ein steigender Keil oder eine andere gebräuchliche heraldische Wappenfigur symbolisch für einen „Zuckerhut“, wobei der Bezug nicht nur zu einem „Kegel aus Zucker“, sondern zu einem zuckerhutförmigen Berg gemeint sein kann. Beispielsweise referenziert die eingeschobene gerade silberne Spitze im Wappen von Maniitsoq (zu deutsch etwa „unebener Ort“; dänisch: Sukkertoppen = dt. „Zuckerhut“) auf die dortigen vergletscherten, zuckerhutförmigen Berggipfel; und im Wappen von Greystone verweist man auf „Sugarloaf Peaks“ (dt. „Zuckerhut-Gipfel“).

Wappenbilderordnung

Weblinks

 Commons: Zucker in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Online-Shop. In: zucker.ch. Schweizer Zucker AG, abgerufen am 31. Juli 2014.
  2. Zuckerhut 250g. In: zuckermuehle.ch. Zuckermühle Rupperswil AG, abgerufen am 31. Juli 2014.