Bruno Bernhard Heim

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Wappen

Bruno Bernhard Heim (* 5. März 1911 in OltenW-Logo.png; † 18. März 2003 ebenda) war römisch-katholischer Diplomat und NuntiusW-Logo.png sowie bedeutender kirchlicher Heraldiker.

Leben

Bruno Heim, Bürger von Neuendorf SOW-Logo.png, wurde als Sohn von Bernhard und Elisabeth Heim in Olten geboren. Nach seinem Maturitätsabschluss im Kloster EngelbergW-Logo.png, philosophischen und theologischen Studien in Rom am AngelicumW-Logo.png (Dr. phil.), Freiburg und am PriesterseminarW-Logo.png in Solothurn wurde er am 29. Juni 1938 in Solothurn zum Priester geweiht und arbeitete während vier Jahren als VikarW-Logo.png in Arbon und an St. AntonW-Logo.png in Basel.

1942 trat er als einer der ersten Nicht-Italiener in die Päpstliche Diplomatenakademie ein und begann sein Kirchenrechtsstudium an der Päpstlichen Universität GregorianaW-Logo.png in Rom. Als er nach einem Heimaturlaub nicht mehr in Italien einreisen konnte, musste er sein Studium unterbrechen. Von 1942 bis 1945 wirkte er als Seelsorger für italienische und polnische Militärinternierte im Emmental, in Langenthal und Sumiswald. Das Kirchenrechtsstudium setzte er 1945 fort und promovierte 1947 mit der Dissertation Wappenbrauch und Wappenrecht in der Kirche zum Dr. iur. can.

Prägend wurden für ihn seine Jahre als Nuntiatursekretär von Angelo Roncalli (dem späteren Papst Johannes XXIII.W-Logo.png) in Paris (1947–1950), denen Aufenthalte an den Nuntiaturen von Wien (1950–1954) und Bonn (1954–1961) folgten. Nach dem Verzicht von Aloysius MuenchW-Logo.png am 9. Dezember 1959 führte Heim die deutsche Nuntiatur geschäftsführend bis zur Ernennung von Corrado BafileW-Logo.png zum neuen Apostolischen Nuntius von Deutschland am 13. Februar 1960.

Am 10. Dezember 1961 empfing Bruno Heim die BischofsweiheW-Logo.png. DiözesanbischofW-Logo.png Franziskus von StrengW-Logo.png weihte ihn in St. UrsenW-Logo.png in Solothurn zum TitularerzbischofW-Logo.png von XanthusW-Logo.png in Kleinasien. Nach Jahren als Apostolischer DelegatW-Logo.png in Skandinavien (1961–1969), ab 1966 zusätzlich als Pro-Nuntius in FinnlandW-Logo.png (1966–1969) und in Ägypten (1969–1973) führte er schließlich von 1973 bis 1985 die NuntiaturW-Logo.png in London. Hier baute er enge Kontakte zum britischen Königshaus und zur Regierung auf und erwarb sich durch seine kluge und breit abgestützte Auswahl von Bischofskandidaten auch innerkirchlich höchstes Ansehen.

1962 gründete er das St. Ansgar Werk SchweizW-Logo.png und schaffte damit eine organisatorische Grundlage für die materiellen und personellen Hilfsmaßnahmen in Skandinavien.

Bruno Bernhard Heim war von 1986 bis 2003 als Nachfolger von Joseph HaslerW-Logo.png Prior der Deutschschweizerischen Sektion des Ritterordens vom Heiligen Grab zu JerusalemW-Logo.png, dessen Großprior der Schweizerischen Statthalterei er 1994 war.

Seit 1985 verbrachte Erzbischof Heim seinen Ruhestand in Olten. Im Mai 2002 erlitt er einen Schlaganfall und verstarb am 18. März 2003. Seinem Wunsch entsprechend wurde er in seinem Heimatort Neuendorf neben der Kirche beerdigt.

Kirchlicher Heraldiker

Neben seiner diplomatischen Tätigkeit war Bruno Heim vor allem im Bereich der kirchlichen Wappenkunde aktiv. Bereits in Heims Mittelschulzeit hatte ein Benediktinerpater während seiner Engelberger Gymnasialzeit in dem Sechzehnjährigen die Begeisterung für die Wappenkunde geweckt. Die Doktorarbeit begründete seinen späteren Weltruhm als kirchlicher Heraldiker. Er entwarf und zeichnete zahlreiche Wappen von kirchlichen Würdenträgern. Unter anderem gehen die Wappen der Päpste Johannes XXIII.W-Logo.png, Paul VI.W-Logo.png, Johannes Paul I.W-Logo.png und Johannes Paul II.W-Logo.png auf ihn zurück. Heim war Mitglied in 20 nationalen heraldischen Gesellschaften und Vorstandsmitglied in der Académie Internationale d’Héraldique.

Auszeichnungen

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Wappenbrauch und Wappenrecht in der Kirche. Walter AG, Olten 1947.
  • Coutumes et Droit Héraldiques de l’Eglise. Beauchesne, Paris 1949.
  • Heraldry in the Catholic Church. Its Origins, Customs, and Laws. Humanities Press Inc, New Jersey 1978, ISBN 0-391-00873-0.
  • Armorial. Armorial Liber Amicorum. Van Duren, Gerrards Cross, UK 1981, ISBN 0-905715-16-0.
  • Or and Argent. Van Duren, Gerrards Cross, UK 1994, ISBN 0-905715-24-1.

Literatur

  • Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 188 (664 S.).
  • Schweizerische Kirchenzeitung. Nr. 9, 2001.
  • Solothurner Zeitung. 29. Juli 2003.

Weblinks

Vorgänger Amt Nachfolger
Aloysius MuenchW-Logo.png]] Apostolischer Nuntius in DeutschlandW-Logo.png (geschäftsführend)
1959–1960
Corrado BafileW-Logo.png
Johannes VonderachW-Logo.png Croix de l Ordre du Saint-Sepulcre.svg Grossprior der Schweizer Statthalterei des Ritterordens vom Heiligen Grab zu JerusalemW-Logo.png]]
1994 (a.i.)
Eugenio CoreccoW-Logo.png
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Bruno_Bernhard_Heim“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 15. Januar 2018 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.