Ehrengard von Isenburg

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Ehrengard von Isenburg (* 1. Oktober 1577; † 20. September 1637 in Frankfurt am Main[1]), nach anderen Quellen auch „Irmgard“[2] war eine Tochter des Grafen Philipp II. von Isenburg-Büdingen (* 23. Mai 1526; † 5. April 1586) und der Gräfin Irmgard von Solms, die bei ihrer Geburt starb.

Leben

Verheiratet war Ehrengard seit dem 16. August 1604 mit Albrecht von Hanau-Münzenberg-Schwarzenfels (* 1579; † 1635). Ihre Kinder waren:

Ehrengard, ihr Mann und die Familie mussten 1633, bedingt durch den Dreißigjährigen Krieg, ihre Residenz, die Burg Schwarzenfels, verlassen. Sie flohen zuerst nach Worms und später nach Straßburg, wo sie mit großen finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Dort starb ihr Mann 1635. Daraufhin siedelte sie nach Frankfurt am Main um, wo sie zwei Jahre später starb.

Bewertung

Ihre Herkunft aus dem Haus Isenburg und die Ehen zweier ihrer Töchter mit Mitgliedern des Hauses Isenburg weisen auf den Versuch ihres Gatten, sich in seinem Streit mit seinem älteren Bruder, Graf Philipp Ludwig II. von Hanau-Münzenberg, um das väterliche Erbe und einen Anteil an der Landesherrschaft, durch diese Allianz einen Rückhalt bei einem benachbarten Grafenhaus zu verschaffen.

Tod

Ehrengard starb noch im Exil am 20. September 1637 in Frankfurt am Main. Erst am 18. Februar 1646 wurden ihre sterblichen Überreste nach Hanau überführt und dort in der Gruft des Hauses Hanau-Münzenberg in der Marienkirche in einem doppelten, mit Samt ausgekleidetem und mit Teer abgedichteten Holzsarg, der von einem Zinnsarg umgeben war, beigesetzt[5]. Der Zinnsarg wurde in den Wirren der napoleonischen Zeit 1812 gestohlen. 1879 wurde die Bestattung in einen neuen Sarg umgebettet. Eine Leichenpredigt für Ehrengard liegt vor[6].

Literatur

  • Fr. W. Cuno: Philipp Ludwig II., Graf zu Hanau und Rieneck, Herr zu Münzenberg. Ein Regentenbild nach archivalischen und anderen Quellen gezeichnet für unsere Zeit, Prag 1896.
  • Reinhard Dietrich: Die Landesverfassung in dem Hanauischen (Hanauer Geschichtsblätter 34), Hanau 1996. ISBN 3-9801933-6-5
  • Reinhard Suchier: Genealogie des Hanauer Grafenhauses in: Festschrift des Hanauer Geschichtsvereins zu seiner fünfzigjährigen Jubelfeier am 27. August 1894, Hanau 1894.
  • Reinhard Suchier: Die Grabmonumente und Särge der in Hanau bestatteten Personen aus den Häusern Hanau und Hessen. In: Programm des Königlichen Gymnasiums zu Hanau. Hanau 1879, S. 1 – 56.
  • Ernst J. Zimmermann: Hanau Stadt und Land, 3. Auflage, Hanau 1919, ND 1978.

Einzelnachweise

  1. Cuno, S. 130
  2. Hessisches Staatsarchiv Marburg: O.I.a. 432 vom 4. Juni 1623, Zeile 39
  3. Vgl.: Reinhard Dietrich: Archäologische Untersuchungen in der Andreaskapelle des Klosters Schlüchtern. In: Hanauer Geschichtsblätter 30 (1988), S. 327 - 334.
  4. Anders Dek, S. 30: 1. Februar 1637.
  5. Suchier, Grabmonumente, gibt den archäologischen Befund bei der Öffnung des Sarges 1879 detailliert wieder (S. 33)
  6. Hessisches Staatsarchiv Marburg, Bestand: 81. Regierung Hanau, A 39,5 (3)


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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Ehrengard_von_Isenburg“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 11. August 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.