Heinrich von Krage

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Wappen der Familie Krage aus Siebmachers Wappenbuch von 1605

Heinrich von Krage (* um 1570 in Sieglitz, Salzlandkreis; † 8. November 1630 in Halberstadt) war ein deutscher Domherr.

Leben

Krage ist der Sohn von Christoph von Krage und dessen Ehefrau Magdalena von Kannendorf.

Ab dem Wintersemester 1588 studierte Krage an der Universität Leipzig. Nach dem Studium wurde er zum Hofmeister von Dorothea Hedwig von Braunschweig bestellt, der späteren Ehefrau des Fürsten Rudolf von Anhalt-Zerbst.

Am 3. Februar 1611 heiratet Krage Sabine von Falkenhagen. Mit ihr hat er einen Sohn, Kasimir Dietrich von Krage. Einige Jahre nach seiner Heirat wird Krage von Fürst August von Anhalt-Plötzkau zum Rat befördert und als Domherr in Halberstadt eingesetzt.

1618 nimmt ihn Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen in die Fruchtbringende Gesellschaft auf. Krage wird der Gesellschaftsname der Gemästete und die Devise Hiermit verliehen. Als Emblem wird ihm ein Scheffel von Bohnen (Vicia faba L.) zugedacht. Im Köthener Gesellschaftsbuch wird Krage unter der Nr. 13 verzeichnet. Dort findet sich auch das Reimgesetz, mit welchem sich Krage für die Aufnahme bedankt:

Auff den herrnn hoffe Jch doch
Vnndt Vorlaß mich Auff Jhnn Noch,
Obs schonn nicht Nach Meinem Sinn
Jtzundt geht: Wann diß dahinn
Wirdt einn Beßers Kommen ahnn
Vnndt erfrewenn Jedermann.

1627 wird Erzherzog Ludwig Wilhelm zum Bischof gewählt und Krage als Gefolgsmann sollte konvertieren. Da er dieses nicht tat, musste er seine Residenz in Halberstadt räumen.

Heinrich von Krage stirbt am 8. November 1630, dem Tag seines Umzugs nach Zerbst.