Johann von Francolin

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Johann von Francolin (1560)

Johann von Francolin (auch Hans von Francolin, Jean de Francolin, Herr von Francolin; * 1522; † nach 1580) war ein Heraldiker und Herold des Königreichs UngarnW-Logo.png zur Zeit Kaiser Ferdinand I.

Leben

Francolin stammte aus Burgund und war der erste Edelmann, der Herold im Bereich des Heiligen Römischen Reiches wurde.[1]

Er war 1560 Autor des „Turnierbuches, wahrhaftiger ritterlicher Thaten, so in den Monat Juni des vergangenen Jahres LX in und außerhalb Wiens zu Ross und zu Fuß gehalten werden (...) beschrieben durch Hansen von Francolin.“ Das Druckwerk umfasst 85 Blatt und enthält mehrere Holz- und Kupferstiche. Ein Jahr später erschien eine lateinische Ausgabe. Daneben verfasste Francolin weitere Schriften etwa zur Vergabe von bestimmten Privilegien.

Francolin siedelte sich in Wien an. Er erhielt 1562 vom Kaiser ein FreigutW-Logo.png und die Erlaubnis zum Bau von Windmühlen. Er baute allerdings nur eine Anlage. Stattdessen ließ er Mietshäuser errichten.[2]

Werke

  • Wappenbüchlein: Weyland Kaysers Ferdinandi säligster und hochlöblichster gedächtnuß unnd dem gantzen hochberühmbten Hauß von Osterreich angehörigen Wappen. Die Ausgabe hat vier Seiten Text und 48 Seiten Wappendarstellungen (Digitalisat).
  • Turnierbuch: Beschreibung der Wiener Festspiele des Jahres 1560 im „Thurnier Buoch“, Ausgabe Wien, mit Hinweisen auf Herzog Albrecht V.W-Logo.png von Bayern:
    Francolin, Hans von: Thurnier Buech warhafftiger ritterlicher Thaten, so in dem Monat Junij des vergangenen LX Jars in und ausserhalb der Statt Wien zu Ross und zu Fuess I auf Wasser und Land gehalten worden . .. I durch Hansen von Francolin Burgunder I höchstgedachter Rö. Kay. Mayt. Ernholden etc zu Ehren beschrieben. R. Hofhalter, Wien 1561 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10141222~SZ%3D7~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D – Latein: Rerum praeclare gestarum intra et extra moenia civitatis Viennensis 1560 (..) explicatio. per Joannem a Francolin Burgundium.).
  • Kurtzer Bericht, Welcher gestalt von der Römischen Keyserlichen Mayestat, Kayser Maximilian ..., der Churfürst Hertzog Augustus zu Sachssen, ... Seiner Churfürstlichen Gnaden Reichs Lehen vnd Regalien, auff den jetzigen ... ersten Reichstag, allhier zu Augspurg, den 23. des Monats Aprilis, offentlich vnterm Himmel empfangen, Vnd wie es allenthalben darmit zugangen. Augsburg, 1566

Weblinks

Literatur

  • Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich 1984, ISBN 3-411-02149-7, S. 133.
  • Heinrich Kábdebo: Francolin, Hans von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 7, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 247.
  • Seyler, Gustav Adelbert: Geschichte der Heraldik. Wappenwesen, Wappenkunst, Wappenwissenschaft. In: J. Siebmachers großes Wappenbuch. Band A. Repgrografischer Nachdruck der Ausgabe Nürnberg 1885-1889 (1890). Neustadt an der Aisch. 1970. S. 554 f.

Einzelnachweise

  1. Werner Paravicini: Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters, S.84.
  2. Geschichte des Wiener Bezirks Mariahilf
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Johann_von_Francolin“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 12. Januar 2018 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.