Karl Günther (Schwarzburg-Rudolstadt)

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Karl Günther Graf von Schwarzburg-Rudolstadt (* 6. November 1576; † 24. September 1630 in Kranichfeld) war Graf von Schwarzburg-Rudolstadt, Graf von Hohnstein, Herr von Rudolstadt, Leutenberg, Blankenburg, Sondershausen und Arnstadt.

Familie

Karl Günther war der Sohn des Grafen Albrecht VII. von Schwarzburg-Rudolstadt (1537–1605) und dessen Ehefrau Juliane von Nassau-Dillenburg (1546–1588). Ludwig Günther von Schwarzburg-Rudolstadt und Albrecht Günther von Schwarzburg-Rudolstadt sind seine Brüder.

Leben

Nach der ersten Erziehung durch Hauslehrer immatrikulierte sich Graf Karl Günther 1593 mit 17 Jahren an der Universität Jena. Dort blieb er bis 1596 und wechselte im Sommersemester 1597 an die Universität Leipzig. 1598 ging er an die Akademie zu Straßburg und blieb dort wahrscheinlich bis 1600. Sein Lehrer Melchior Junius lobte in seinen Orationes Graf Karl Günther als außergewöhnlich fleißigen Schüler.

Nach dem Tod seines Vaters 1605 wurde Graf Karl Günther dessen Nachfolger und trat noch im selben Jahr die Regentschaft an. 1610 erlitt die Grafschaft eine Zäsur, als er einige Gebiete seiner Herrschaft vorläufig an seine Brüder abtreten musste. 1624 wurde die Abtretung nach längerem politischen und juristischem Streit rechtskräftig.

Graf Karl Günther veranlasste 1609 den Bau einer Schule in Rudolstadt, welche 1611 eingeweiht wurde.

Am 13. Juni 1613 heiratete Graf Karl Günther Anna Sophia, eine Tochter des Fürsten Joachim Ernst von Anhalt. Zusammen mit seiner Ehefrau wurde er ein großer Förderer von Wolfgang Ratke.

1619 – wahrscheinlich am 5. September – nahm Fürst Ludwig I. von Anhalt-Köthen Graf Karl Günther in die Fruchtbringende Gesellschaft auf. Er verlieh ihm den Gesellschaftsnamen der Vermehrende und das Motto Hundertfältig. Als Emblem wurde ihm Türkisch Korn mit unterschiedenen aufgetanen Ähren erwachsen (Zea mays L.) zugedacht. Im Köthener Gesellschaftsbuch findet sich der Eintrag Graf Karl Günthers unter der Nr. 23.

Im Alter von 54 Jahren starb Graf Karl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt am 24. September 1630 ohne Nachkommen, Erbe war sein Bruder Ludwig Günther.

Weblinks