Karl Ludwig von Österreich

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Dieser Artikel behandelt den Erzherzog Karl Ludwig von Österreich aus dem 19. Jahrhundert. Zu Carl Ludwig Habsburg-Lothringen siehe Karl Ludwig Habsburg.
Lithographie von Joseph Kriehuber 1862
Erzherzog Karl Ludwig von Österreich

Erzherzog Karl Ludwig Joseph Maria von Österreich (* 30. Juli 1833 in Wien-Schönbrunn; † 19. Mai 1896 ebenda) war ein Bruder des Kaisers Franz Joseph von Österreich.

Leben

Karl Ludwig war der dritte Sohn von Erzherzog Franz Karl. Er war ein jüngerer Bruder des Kaisers Franz Joseph I. und Vater des Thronfolgers Franz Ferdinand sowie von Erzherzog Otto Franz Joseph, dem Vater Kaiser Karls I.

Karl Ludwig brachte es im Gegensatz zu seinem Bruder politisch nur zu einem Statthalter Tirols. Dieses Amt gab er nach sechs Jahren bereits wieder auf. Sein Interesse galt mehr der Kunst als Politik und Militär. Er war Protektor von mehreren Künstlervereinigungen und gab gern Bälle und Benefizveranstaltungen.

Seine Mutter Erzherzogin Sophie erzog Karl Ludwig streng katholisch und suchte ebenfalls seine drei Ehefrauen aus. Er litt zunehmend unter religiösem Wahn und segnete Passanten aus der Kutsche heraus.

Karl Ludwig starb an einer Krankheit, die er sich bei einer Reise nach Ägypten und Palästina durch verseuchtes Jordanwasser zuzog. Er besuchte dort seinen Sohn Franz Ferdinand, der in Kairo seine Tuberkulose kurierte.[1]

Ehen und Nachkommen

Erste Ehe, 1856: Margarete von Sachsen (1840–1858), Tochter von Johann I., König von Sachsen

Zweite Ehe, 1862: Maria Annunziata (1842-1871), Tochter von Ferdinand II., König von Neapel und Sizilien

Dritte Ehe, 1873: Maria Theresa von Portugal (1855-1944), Tochter von Michael I., König von Portugal.

Literatur

Weblinks

 Commons: Archduke Karl Ludwig of Austria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Friedrich Weissensteiner: Franz Ferdinand - Der verhinderte Herrscher. Öst.Bundesverlag, 1983


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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Karl_Ludwig_von_Österreich“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 27. Juni 2010 (Permanentlink: []). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.