Max von Spiessen

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Max von Spiessen als Offizier
1878: Wappen derer von Spiessen

Max Otto Aloys Hubert Johann Maria von Spiessen (auch: von Spießen; * 22. Juni 1852 in DülmenW-Logo.png; † 5. November 1921 in MünsterW-Logo.png) war ein preußischer Offizier, Dichter, Genealoge und Heraldiker.

Leben

Herkunft und Familie

Max von Spiessen war der Sohn des Kreisgerichtsrates Maria Levin Joseph Ludwig von SpiessenW-Logo.png[1] und dessen Ehefrau Maria Aloysia Engelberta, geborene von RumpW-Logo.png. Die väterliche Familie führt ihre sichere StammreiheW-Logo.png zurück bis auf den 1699 urkundlichen Jobst Christoph von Spiessen,[2] Herr auf EbbinghausenW-Logo.png,[3] Offizier in kurbrandenburg-, dann kurkölnischen Diensten.[4] 1881 vermählte sich Max von Spiessen mit Theresia von DruffelW-Logo.png, jedoch wurde die kinderlos gebliebene Ehe 1907 geschieden.

Werdegang

Zu Spiessens Laufbahn in der Preußischen ArmeeW-Logo.png gibt es sehr abweichende Angaben. Gesichert ist, dass er am 12. April 1873 im Westfälischen Kürassier-Regiment Nr. 4W-Logo.png zum PortepeefähnrichW-Logo.png avancierte und am 10. Februar 1874 im Regiment weiter zum SekondeleutnantW-Logo.png aufstieg. Von 12. März 1878 bis 14. August 1880 war er als Inspektionsoffizier und Lehrer an der KriegsschuleW-Logo.png in Metz kommandiert. Am 16. November 1880 trat Spiessen zur ReserveW-Logo.png des Regiments über und wurden in der Rangliste als ReserveoffizierW-Logo.png für weitere zwei Jahre gelistet. Ab 1883 stand er als Kavallerieoffizier im I. Bataillon des 1. Westfälischen Landwehr-Regiment Nr. 13 in Münster, erhielt dann am 12. Februar 1884 seinen Abschied als PremierleutnantW-Logo.png bewilligt. Während des Ersten WeltkriegesW-Logo.png war er im inneren Militärdienst eingesetzt.

Schon während seiner aktiven Militärzeit verwandt Spiessen viel Zeit und Aufwand mit seinen genealogischen und heraldischen Arbeiten in zahlreichen Archiven, von 1878 bis Silvester 1919 war er Mitglied des renommierten wissenschaftlichen Vereins Herold zu Berlin. Seine vielfältigen Beziehungen zum westfälischen Adel ermöglichten ihm die Nutzung vieler Guts- und Familienarchive. 1890 siedelte er von Dülmen nach Münster über. Er unternahm auch größere Reisen nach Schweden, England, Italien und der Schweiz. Sein erstes und zugleich meistbeachtetes Werk war das 1901 bis 1903 in drei Bänden erschienene Wappenbuch des Westfälischen Adels, zu denen Adolf Matthias Hildebrandt die Wappengraphiken beisteuerte. Zu der dort im Vorwort angekündigten Herausgabe der Stammtafeln des westfälischen Adels ist es, wohl nicht zuletzt kriegsbedingt, nicht mehr gekommen.

Familienwappen

Blasonierung:
„In Silber ein von einer schwarzen Vogelkralle umschlungener roter Balken. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken die Schildfigur zwischen einem links silbernen, rechts roten offenen Flug.“[5]

Nachlass

Seine gesammelten Abschriften, Auszüge und Notizen wurden testamentarisch dem Staatsarchiv MünsterW-Logo.png überstellt unter der Bedingung, dass seine Erben jederzeit Zutritt haben sollen. Nachdem das Staatsarchiv diese Unterlagen 1922 übernommen hatte, wurde die Sammlung 1929 durch Spende des Neffen Egon von Spiessen zusätzlich um eine umfangreiche Siegel- und SiegelstempelsammlungW-Logo.png aus dem Nachlass Spießens ergänzt. Der literarische Nachlass ging mittelbar an das Stadtarchiv Dülmen.[6]

Werke

Literatur

  • Ralf Oldenburg: Die Beziehungen des Dichters Max von Spiessen zu Dülmen. In: Dülmener Heimatblätter. Heft 1. 2005. (online)

Einzelnachweise

  1. Leopold von Zedlitz-NeukirchW-Logo.png: Neues preussisches Adelslexicon. Band 3, Leipzig 1837, S. 227.
  2. Ebbinghausen auf Schlossarchiv.de
  3. Die Historie von Ebbinghausen
  4. GHdA, Adelslexikon Band XIII, Band 128 der Gesamtreihe, Limburg an der Lahn 2002, S. 467.
  5. Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 515 (664 S.).
  6. Wolfgang A. MommsenW-Logo.png: Die Nachlässe in den deutschen Archiven. Boppard 1983, S. 1155.

Weblinks

Archivbestände
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Max_von_Spiessen“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 20. September 2017 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.