Rudolf Chotek von Chotkow

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Rudolf Chotek

Rudolf Karel Chotek von Chotkow (* 23. Juni 1832 in Prag; † 1. Oktober 1894 in Gáad) war ein tschechisch-österreichischer Politiker. Er entstammte einem böhmischen Adelsgeschlecht, dessen Familienoberhaupt er ab etwa 1875 war.

Seine Eltern waren Heinrich (Jindřich) Chotek von Chotkow (1802-1864) und Gräfin Karolina Aloisie von und zu Eltz (gen. Faust von Stromberg, 1810-1862), die im Jahr 1831 die Ehe schlossen.

Rudolf Karl studierte Rechtswissenschaft und war zeitweilig ein Vertrauter von Kronprinz Rudolf. Er wurde um 1870 Mitglied des Herrenhauses (Abgeordneter zum österreichischen Reichsrat) und später - wie schon sein Onkel Karl Chotek von Chotkow (1783–1868) - zum General-Burggraf von Prag und damit zum Statthalter Böhmens ernannt.

Im Oktober 1858 schloss er die Ehe mit Maria Theresia von Auersperg (1837-1888). Sein 1865 in Prag geborener Sohn Jan Rudolf starb aber bereits mit 19 Jahren. Wenige Monate vor seinem Tod heiratete Graf Chotek im April 1894 ein zweitesmal - die junge Freiherrin Claudine von Gudenus (1871-1949) aus Gaad, die sich nach 7jähriger Witwenschaft 1901 mit Emil von Rajakovics vermählte.

Aus dem Jahr 1880 ist ein persönlicher Brief des österr. Kronprinzen Rudolf (1859-1888) an den Grafen erhalten, in dem der naturwissenschaftlich hochinteressierte Prinz auf „unvergeßliche Tage ... in der herrlichen Fruska Gora“ und Nordungarn Bezug nimmt, sowie auf die Beobachtung und Jagd großer Raubvögel und Bären. Nach dem Selbstmord der Prinzen engagierte sich Graf Rudolf Chotek (u.a. mit Prof. Theodor Billroth und Hans Graf Wilczek) für eine Erinnerungsmappe des Kaisersohnes.[1]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Rudolf_Chotek_von_Chotkow“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 09. August 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.