Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin

Aus Heraldik-Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Haupteingang der Universitätsbibliothek

Die Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin ist eine zentrale Einrichtung der Freien Universität Berlin. Sie ist neben den etwa 40 Fachbibliotheken ein Teil des Bibliothekssystems der Freien Universität, das über einen Gesamtbestand von acht Millionen Bänden verfügt. Als wissenschaftliche Universalbibliothek stellt sie die für Forschung, Lehre und Studium an der Universität benötigte Literatur bereit und steht darüber hinaus allen wissenschaftlich interessierten Bürgern offen.

Geschichte

Die Bibliothek wurde am 1. März 1952 gegründet. Der Gründungsdirektor und langjährige Leiter der Bibliothek war der Germanist Wieland Schmidt. Die Vorgängerinstitution war eine seit 1948 bestehende Bibliotheksleitstelle. 1954 hat die Universitätsbibliothek ein eigenes Gebäude erhalten. (Architekten: Franz Heinrich Sobotka und Gustav Müller). Nach schwierigen Anfangsjahren mit geringen Erwerbungsetats konnte aufgrund der Empfehlungen des Wissenschaftsrats der Bestand der Universitätsbibliothek seit 1964 stärker ausgebaut werden. Von 1965 bis Ende 1994 war sie Pflichtexemplarbibliothek für Berlin. 1967 wurde mit Hilfe der Stiftung Volkswagenwerk eine Lehrbuchsammlung eingerichtet, in der seit 1973 ein elektronisches Ausleihsystem benutzt wird. 1976 wurde ein neuer Magazinturm fertiggestellt. 1986 wurden Teile des Magazins für die Selbstausleihe geöffnet. 1999 verabschiedete der Akademische Senat eine neue Bibliotheksordnung, in der das Bibliothekswesen der Hochschule im Sinne einer „zentralisierten Dezentralisation auf mittlerer Ebene“ umgestaltet wurde und die Aufgabenbereiche der Universitätsbibliothek neu festgelegt wurden.

Bestände

Vom Gesamtbestand von acht Millionen Büchern und anderen Medien an der Freien Universität Berlin befinden sich etwa sechs Millionen in den rund 40 Fachbibliotheken, etwa 2,2 Millionen Medien befinden sich in der Universitätsbibliothek. Es handelt sich um Literatur aller Wissenschaftsgebiete, der Schwerpunkt liegt im geistes- und sozialwissenschaftlichen Bereich. Die gegenwärtige Sammelaufgabe der Universitätsbibliothek umfasst die interdisziplinäre Wissenschaftsliteratur, Nachschlagewerke sowie digitale Medien. Ein Sammelschwerpunkt ist die Literatur zur Sozialismusforschung. Den Grundstock bildet hier die Spezialsammlung des schlesischen Industriellen und Sozialdemokraten Max Stein (1871–1952), die so genannte „Bibliothek Stein“. Die Universitätsbibliothek ist Depositarbibliothek für Schrifttum der Vereinten Nationen und der Europäischen Union.

Literatur

  • Ulrich Naumann und Doris Fouquet-Plümacher (Hrsg.): Fünfzig Jahre Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin. Berlin 2002. ISBN 3-929619-26-1

Siehe auch

Weblinks