Albrecht Joseph von Sachsen

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Albert Prinz von Sachsen und seine Frau Elmira (2005)

Albrecht (Albert) Joseph Prinz von Sachsen Herzog zu Sachsen (* 30. November 1934) ist ein deutscher Historiker und Autor und stammt aus dem ehemals königlichen Haus Wettin.

Leben

Albert Prinz von Sachsen ist der zweitälteste Sohn von Friedrich Christian Prinz von Sachsen und seiner Ehefrau Elisabeth Helene Prinzessin von Thurn und Taxis. Er besuchte die Schule und legte 1954 am Bundesgymnasium in Bregenz (Österreich) die Matura ab. Nachdem seine Eltern und Geschwister mit Unterstützung der Familie seiner Mutter, Thurn und Taxis, nach München übersiedelt waren, begann er 1955 an der Ludwig-Maximilians-Universität München ein Studium der Nationalökonomie, später dann Geschichte und Volkskunde. Am 13. Februar 1961 wurde er an der Philosophischen Fakultät der Universität München mit einer Arbeit über die Epoche seines Ur-Ur-Großvaters König Johanns von Sachsen und die Reform der sächsischen Gewerbegesetzgebung zum Dr. phil. promoviert.

Bereits am 30. Januar 1961 gründete er gemeinsam mit seinem Vater, seinem älteren Bruder Maria Emanuel von Sachsen, seiner Mutter, anderen Vertretern des sächsischen Adels, dem Kapitel des Königlich Sächsischen Militär-St. Heinrichs-Ordens, des Vereins der Dresdner sowie der Landsmannschaft Sachsen im Wirtschaftsgeschichtlichen Institut der Universität München die Studiengruppe für Sächsische Geschichte und Kultur e.V., die in der Zukunft eine der größten sächsischen Vereinigungen im damaligen Bundesgebiet werden sollte. In der Folge arbeitete er als Geschichtswissenschaftler und Referent über Themen rund um das ehemalige Herzogtum und Königreich Sachsen sowie insbesondere dessen Beziehungen zu Bayern. Zeitweise war er auch stellvertretender Vorsitzender des Bundes der Mitteldeutschen.

1972 wurde er Mitglied des Mitteldeutschen Kulturrates e.V. und vertrat hier als Beiratsmitglied die „Interessen des Landes Sachsen“.

Am 12. April 1980 heiratete er in der Theatinerkirche in München die Bürgerliche Elmira Henke. Diese unterstützte ihn in seiner historisch-wissenschaftlichen Arbeit und beschäftigte sich vor allem auch mit volkskundlichen Themen.

Im Sommer 1982 war es ihm erstmals seit seiner Jugendzeit möglich, die Heimat seiner Familie, Sachsen, zu besuchen. Weitere Besuche folgten 1983 und 1985, daraufhin erhielt er aus ungeklärten Gründen bis 1989/90 ein Einreiseverbot in die DDR. Am 22. Januar 1990 war er Teilnehmer an einer der Montagsdemonstrationen in Dresden und wurde überraschend plötzlich aufgefordert, über Lautsprecher zu der Menschenmenge zu sprechen. Dabei wies er auf die Aufgaben zum Aufbau des neuen Landes Sachsen hin und schloss mit den Worten "Hoch lebe Sachsen, Deutschland, Europa und die christlich-abendländische Kultur." In der Folge kandidierte er - allerdings erfolglos - für die DSU für ein Mandat im sächsischen Landtag sowie eine beratende Stellung in der Landesregierung.

Seit der politischen Wende in Deutschland 1989/90 stellen eines seiner wichtigen Beschäftigungsfelder auch die Restitutionsforderungen seiner Familie in Sachsen dar.

Veröffentlichungen

  • Die Reform der sächsischen Gewerbegesetzgebung (1840 - 1861), Dissertation Universität München 1970
  • Dresden, Weidlich, Frankfurt 1974, ISBN 3-8035-0474-0
  • Leipzig und das Leipziger Land, Weidlich, Frankfurt 1976, ISBN 3-8035-8511-2
  • Die Albertinischen Wettiner - Geschichte des Sächsischen Königshauses (1763 - 1932), St.-Otto-Verlag Bamberg 1989 (1. Aufl.), ISBN 3-87693-211-4; Gräfelfing 1992 (2.Aufl.), ISBN 3-87014-020-8
  • Weihnacht in Sachsen, Bayerische Verlagsanstalt München 1992, ISBN 3-87052-799-4
  • Die Wettiner in Lebensbildern, Styria-Verlag Wien/Graz/Köln 1995, ISBN 3-222-12301-2
  • Die Wettiner in Sachsen und Thüringen, König-Friedrich-August-Institut Dresden 1996
  • Das Haus Wettin und die Beziehungen zum Haus Nassau-Luxemburg, Bad Ems 2003
  • Bayern & Sachsen - gemeinsame Geschichte, Kunst, Kultur und Wirtschaft (mit Elmira von Sachsen und Walter Beck), Universitas München 2004, ISBN 3-8004-1462-7
  • Königreich Sachsen: 1806 - 1918; Traditionen in Schwarz und Gelb, Verlagsgesellschaft Marienberg 2007, ISBN 978-3-931770-67-9

Literatur

Weblinks


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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Albrecht_Joseph_von_Sachsen“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 26. Juni 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.