Erich Gritzner

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Wappen der Familie Gritzner (hier als „Wappenmarke“ von 1902-1920)

Erich Justus Karl Erdmann Maximilian Gritzner (* 7. April 1874 in Berlin; † 10. November 1963 in Dresden) war ein deutscher Heraldiker, Genealoge und Siegelforscher.

Leben

Gritzner war der Sohn des Heraldikers Maximilian Gritzner (* 26. Juli 1843 in Sorau; † 10. Juli 1902 in Berlin-Steglitz) und der Clara Luise Johanne Friederike Heling (* 26. August 1849 in Stolp; † 10. November 1963 in Dresden). Er besuchte zwischen 1883 und 1895 Gymnasien in BerlinW-Logo.png und Berlin-Steglitz. Von 1895 bis 1901 studierte Gritzner in Leipzig und Berlin. In dieser Zeit wurde er auch BurschenschaftW-Logo.pnger. Im Jahr 1901 promovierte er in Leipzig zum Dr. phil. Anschließend unternahm er Studienreisen zu Archiven in Deutschland und Österreich.

Im Jahr 1903 trat Gritzner als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in das Geheime Haupt- und Staatsarchivs und das Ernestinische Gesamtarchiv in Weimar ein. In den Jahren 1907 und 1908 war er Archivassistent beim Bezirksarchiv von Lothringen. Danach wurde er zum großherzoglich Sächsischen Archivar mit Sitz in Weimar ernannt. Zwischen 1911 und 1920 war er Mitarbeiter in der sächsischen Kommission für Adelssachen und wurde schließlich Heroldsmeister im Ministerium des Innern in Dresden. Er hat sich auch an der sächsischen Adelspolitik im 20. Jahrhundert beteiligt. Gritzner war Mitglied einer Reihe von genealogischen Vereinen und Geschichtsverbänden.

Seit der Jahrhundertwende trat er als Verfasser heraldischer und sphragistischer Werke hervor.

Der Personennachlass wird durch das Sächsische Hauptstaatsarchiv DresdenW-Logo.png betreut.

Wappen

  • Blason: In Schwarz zwei aufgerichtete, von einander abgewendete, rot-befloßte silberne Barben, bewinkelt von 4 rotbesamten grünbelätterten silbernen Rosen. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken zwei Büffelhörner, deren Mundlöcher mit Pfauenfedern besteckt sind, das rechte silbern, belegt mit 2 roten, das linke schwarz, belegt mit zwei silbernen Rosen.[1]

Werke

  • Mitarbeit am Neuen Siebmacher, Band 7: Berufswappen und die Siegel der deutschen Universitäten. Zusammenarbeit mit Gustav A. Seyler,
  • Symbole und Wappen des alten deutschen Reichs. Leipzig 1902
  • Heraldik, in: Grundriss der Geschichtswissenschaft, von Aloys MeisterW-Logo.png, Band I, Abt. 4, Leipzig – Berlin
  • Die Siegel der deutschen Universitäten in Deutschland, Österreich und Schweiz. Nürnberg 1906
  • Grabdenkmäler adeliger Personen auf Kirchhöfen Berlins und seiner Vororte. In: Vierteljahresschrift für Wappen- Siegel- und Familienkunde. Jahrgang XXVI. Berlin 1898. Blz. 87
  • Ein gefälschter Adelsbrief Karl V. von 1520. In: Der Deutsche Herold. Berlin 1911. Blz. 93
  • Schwarzburgische Standeserhöhungen. In: Familiengeschichtl. Blätter. Jahrgang XVII. Leipzig 1919. Blz.235

Literatur

  • Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich 1984, ISBN 3-411-02149-7, S. 169.

Einzelnachweise

  1. Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 158–159 (664 S.).

Weblinks

Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Erich_Gritzner“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 02. Mai 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.