Johann von Sachsen (1498–1537)

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Johann von Sachsen (* 24. August 1498 in Dresden; † 11. Januar 1537 ebenda) auch Johann der Jüngere oder Hans von Sachsen genannt, war Erbprinz des Herzogtums Sachsen aus der albertinischen Linie der Wettiner.

Leben

Johann war der älteste Sohn des Herzogs Georg von Sachsen (1471–1539), aus dessen Ehe mit Barbara (1478– 1534), Tochter des Königs Kasimir IV. von Polen. Der Prinz wurde auf Grund der guten Beziehungen seines Vaters zu den Habsburgern gemeinsam mit dem späteren Kaiser Karl V. in Brüssel erzogen. Bereits in früher Jugend wurde Johann durch seinen Vater in die Regierungsgeschäfte einbezogen, er entwickelte allerdings schon bald einen Hang zum Müßiggang, interessierte sich mehr für Essen, Alkohol und Feierlichkeiten.

Johann heiratete am 20. Mai 1516 in Kassel Elisabeth (1502–1557), Tochter des Landgrafen Wilhelm II. von Hessen. Die den lutherischen Lehren zuneigende Schwester Philipps des Großmütigen, geriet schon bald in Widerspruch zu ihrem streng katholischen Ehemann und dessen Eltern. Johann soll Martin Luther bestellt haben, wenn sein Vater eisern gegen ihn sei, so wäre er, wenn er zur Regierung käme, stählern sein. Nach der Entgegnung Luthers, er würde den Tod seines Vaters sicher nicht erleben, soll Johann schwermütig geworden und schließlich schwer erkrankt verstorben sein.[1]

Noch an Johanns Totenbett disputierten seine Frau und sein Vater religiöse Fragen. Elisabeth führte auf ihrem Wittum in Rochlitz schließlich die Reformation ein. Johanns Ehe war kinderlos geblieben. Er ist im Meißner Dom bestattet.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise