Maximilian von L’Estocq

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Wappen derer von L’EstocqW-Logo.png (nach Leonhard Dorst, 1847)

Karl Maximilian Gustav von L’Estocq (auch Maximilian von L'Estock; * 25. September 1844 in Ober-Girbigsdorf; † 13. Mai 1888 in Kassel) war königlich preußischer Hauptmann à la suite und Verfasser eines Werkes über hessische Landes- und Städtewappen.

Leben

Maximilian von L’Estocq war der Sohn des Herzoglich meckl.-strel. Hofmarschalls Ludwig Emil Karl Georg von L’Estocq (1788-1864) und der Eveline Gräfin Matuschka Freiin von Toppolczan und Spaetgen (1818-1900). Über seine Kindheit und Jugend ist wenig bekannt. Er besuchte bis 184 das Gymnasium zu Ratibor und Potsdam. Danach trat er in den Militärdienst ein (4. Garde Regiment).

„Als Secondeleutnant Teilnahme an den Feldzügen in Dänemark, 1866 bei der Mainarmee und 1870/71 in Frankreich. Nach dem Krieg Erzieher am Kadettenhaus Potsdam. 1878 Beförderung zum Hauptmann und Platzmajor in Neiße/OS, 1883 Versetzung in gleicher Dienststellung nach Kassel (..)“

Biographisches Lexikon der Heraldiker (1992)[1]

L’Estocq heiratete am 14. April in Frankfurt am Main 1885 Else von Hergenhan (1861-1941).

Familienwappen

Blasonierung: „Geviert

  • 1 und 4 in Gold eine blaue Schlange
  • 2 und 3 in Silber ein natürlicher Baumstamm, aus dem 3 grüne Blätter wachsen.

Auf dem Helm mit blau-silber-rot-goldenen Decken ein roter Hahn.“[1]
Devise: Dieu mon estoc.

Heraldisches Wirken

Maximilian von L’Estocq verfasste einige Zeitschriftenbeiträge zur hessischen Heraldik sowie 1884, anlässlich des 50jährigen Jubiläums des hessischen Geschichtsvereins das Werk Hessische Landes- und Städtewappen.

„Die bildliche Seite der Darstellung ist in (der Arbeit) vorwiegend. Der technischen Ausführung der vom Verfasser selbst gezeichneten und kolorierten Tafeln läßt sich volles Lob spenden, weniger in ihrer Anordnung (..) Dennoch will es uns scheinen -- und auch in den Kreisen der Heraldiker ist diese Anschauung schon laut geworden -- als ob von L’Estocq auf dem schwierigen von ihm betretenen Felde des urkundlichen Materials nicht genügend Herr geworden und des »Nonum prematur in annum« zu wenig eingedenk ist.“

Er war Mitglied im Verein für hessische Geschichte sowie seit dem 16. Oktober 1877 bis zu seinem Tode im heraldischen Verein Herold in Berlin.

  • Hessische Landes- und Städtewappen. Eine Festgabe zur Feier des fünfzigjährigen Stiftungsfestes des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde. Kassel, Freyschmidt, 1884

Weblinks

Commons: L’Estocq (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 310 (664 S.).
  2. Friedrich Warnecke: Hessische Landes- und Städtewappen von Max v. L'Estocq; Die mittelalterlichen heraldischen Kampfschilde in der St. Elisabethkirche zu Marburg. In: Historische Zeitschrift. Bd. 54, H. 1 (Oldenburg, 1885), S. 150-152 (Digitalisat)