Rettungsmedaille am Band (Preußen)

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Die Rettungsmedaille am Band wurde am 16. August 1833 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gestiftet. Sie konnte an Personen verliehen werden, die unter eigener Lebensgefahr einen anderen Menschen gerettet hatten. Nach dem Ende der Monarchie wurde die Auszeichnung in der Weimarer Republik und im Dritten Reich in leicht veränderter Form weiter verliehen.

Aussehen

Die Auszeichnung ist eine runde aus Silber gefertigte Medaille und zeigt das Bildnis des Stifters. In der Ausführung der Weimarer Republik ist statt dessen der Reichsadler zu sehen. Dieser trägt im Dritten Reich das Hakenkreuz auf der Brust. Rückseitig ist die vierzeilige Inschrift FÜR RETTUNG AUS GEFAHR zu lesen, die von einem Eichenlaubkranz umschlossen ist.

Trageweise

Getragen wurde die Medaille an einem orangefarbenen Band mit weißen Seitenstreifen auf der linken Brustseite.

Bekannte Träger

Ein früher Träger war Prinz Friedrich Karl von Preußen, der die Medaille 1847 für die Rettung eines Kindes aus dem Rhein bei Bonn verliehen bekam. Bekannte Träger waren Helmuth Karl Bernhard von Moltke und der Jagdflieger Oswald Boelcke, der einen französischen Jungen aus einem Kanal rettete. Hans Pfundtner erhielt sie 1899 als Student im 1. Semester an der Albertina (Königsberg).

Literatur

  • Heinrich Doehle: Die Auszeichnungen des Grossdeutschen Reichs. Berlin 1945.
  • Kurt-Gerhard Klietmann: Deutsche Auszeichnungen. Band 2: Deutsches Reich: 1871–1945. Die Ordens-Sammlung, Berlin 1971.
  • Jörg Nimmergut: Deutsche Orden und Ehrenzeichen bis 1945. Band 4. Württemberg II – Deutsches Reich. Zentralstelle für wissenschaftliche Ordenskunde, München 2001, ISBN 3-00-00-1396-2.


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