Sophie von Sachsen (1587–1635)

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Sophie von Sachsen, Herzogin von Pommern-Stettin

Sophie von Sachsen (* 29. April 1587 in Dresden; † 9. Dezember 1635 in Stettin) war eine sächsische Prinzessin aus dem Haus der albertinischen Wettiner und durch Heirat Herzogin von Pommern-Stettin.

Leben

Sophie war eine Tochter des Kurfürsten Christian I. von Sachsen (1560–1591) aus dessen Ehe mit Sophie (1568–1622), Tochter des Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg.

Sie heiratete am 26. August 1610 in Dresden Herzog Franz von Pommern-Stettin (1577–1620). In der Ehe wurden keine Kinder geboren. Als Wittum wurde für Sophie das Amt Wollin bestimmt, welches Herzog Franz zu diesem Zwecke taxieren ließ und das sie nach dem Tod ihres Mannes verwaltete. In die Zeit ihrer Herrschaft fällt die schwierige Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Von 1622 bis 1626 ließ sie hier ein neues Schloss bauen, da das bisherige fürstliche Haus verfallen war.

Nach dem Tod der Herzogin fiel das Amt an Herzog Bogislaw XIV. von Pommern zurück. Alle bewegliche Habe, wie Mobiliar und Kornvorräte, wurden aber vom Königreich Schweden beschlagnahmt, da Sophie aus dem sächsischen Kurhaus stammte, das Schweden seit dem Prager Frieden als Feind betrachtete.

Sophie wurde zunächst in der Fürstengruft in Stettin bestattet, ihr Leichnam aber 1650 in die Sophienkirche in Dresden überführt.

Literatur

  • Heinrich Berghaus: Landbuch des Herzogthums Pommern und des Fürstenthums Rügen. Teil 3, Bd. 1, W. Dietze, Anklam 1867, S. 615 (Digitalisat).
  • Ute Essegern: Keine Totenruhe für Sophia von Sachsen in Stettin. Pommern, Sachsen und Schweden im Streit um das Erbe. In: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte. 44. Jg. (2006), Heft 2, ISSN 0032-4167, S. 18–25.
  • Christian Ernst Weiße: Neueste Geschichte des Königreichs Sachsen seit dem Prager Frieden bis auf unsere Zeiten. Bd. 1, Hinrichs, Leipzig 1808, S. 59f. (Digitalisat).

Weblinks