Wappenhumpen

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Wappenhumpen dem Wappen derer von AndechsW-Logo.png, darüber der Schriftzug „Kloster Andechs“
Wappenhumpen mit einem fehlerhaften Bayerischen Staatswappen, darunter die unpassende Bezeichnung „Füssen“

Ein Wappenhumpen, auch Wappenbierkrug, Wappensteinkrug, Wappenbierseidel, Wappenschnellen, Wappenhenkel (Berlin), Wappenhalber (Norddeutschland), Wappenwalzenkrug (historische Keramik, vor allem Fayence) ist ein TrinkgefäßW-Logo.png respektive ein HumpenW-Logo.png, auf dem sich eine oder mehrere Wappenabbildungen, heraldische Symbole oder andere wappenartige Motive befinden.

Der Wappenhumpen gilt als „typischer“ Repräsentations- und Gebrauchsgegenstand für ein Wappen:

„Zum wappengeschmückten Gebrauchsgerät zählen vor allem (..) Zunftkrüge, Becher, Humpen (..).“

Walter Leonhard (2003)[1]

Bekanntester Vertreter eines Wappenhumpens ist der sogenannte Reichsadlerhumpen. Wappenhumpen können zwar Forschungsgegenstand der Heraldik sein, sind aber im Allgemeinen kein wesentlicher Bestandteil des Wappenwesen.

Darstellung

Die auf den Humpen dargestellten Wappen sind oft unheraldisch, fehlerhaft oder in Unkenntnis der heradischen Regeln dargestellt. Teilweise vermischen sich Elemente der Bier- und der Wappenkultur zu unheraldischen Ziermotiven, die weder das exakte Kennzeichen einer Brauerei, noch das exakte Wappen eines Wappenführenden sind.

Galerie

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Bierhumpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Reichsadlerhumpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Kurfürstenhumpen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Leonhard, Walter: Das grosse Buch der Wappenkunst. Entwicklung, Elemente, Bildmotive, Gestaltung, Bechtermünz-Verlag 2003. ISBN 3-8289-0768-7