Adalbert Král von Dobrá Voda

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Porträt Vojtěch Král z Dobré Vody (1899)
Familienwappen Vojtěcha Krále z Dobré Vody
 
mit Pfauenfedern in der Helmzier
 
mit Hahn in der Helmzier (Wappenaufriss von Gerd Hruška)

Adalbert Král von Dobrá Voda (tschechisch Vojtěch Král z Dobré Vody, * 20. April 1844 in WichstadtlW-Logo.png; † 6. Juli 1913 in Wawřinetz/Vavřinec bei MelnikW-Logo.png) war ein böhmischer Heraldiker.

Leben

Adalbert entstammte angeblich einem alten zu Dobrá Voda bei Hořitz erbgesessenen VladikengeschlechtW-Logo.png (die Abstammung wird von dem Historiker Jaroslav Honc angezweifelt).[1] Sein Vater war k. k.W-Logo.png Zolleinnehmer. Er studierte an der Realschule in Prag Buchhaltung. Im Jahr 1869 gründete er die TurnerrieW-Logo.png des SokolW-Logo.png in BeneschauW-Logo.png. Er war seit 1871 Buchhalter bei der Linz–Budweiser EisenbahnW-Logo.png in Prag und seit 1878 technischer Beamter im Wasserbau–Departement des Landesausschusses im Königreich Böhmen.

Seine berufliche Karriere fand im Jahr 1902 ein apruptes Ende. Er wurde suspendiert, weil er an den sogenannten Renobilisierungsprozessen in Prag beteiligt war. Es wurde vermutet, dass er Unterlagen gefälscht hatte, um Menschen die Aufnahme in den Adelsstand zu ermöglichen. Obwohl er von dieser Anklage freigesprochen wurde, konnte er die Arbeit eines Angestellten nicht mehr fortführen.

Werk

Adalbert hielt für die Entwicklung der tschechischen Heraldik wichtige Vorträge/Vorlesungen, beispielsweise über die Themen Heraldika, její počátky, literatura a heraldické společnosti jinde (deutsch: „Heraldik, ihre Herkunft, Literatur und heraldische Gesellschaften anderswo“) und O znaku a jeho součástech a jejich podrobný popis (deutsch: „Über das Emblem und seine Bestandteile und seine detaillierte Beschreibung“; 1894).

Als begeisterter, autodidaktischer Heraldiker hinterließ er eine Sammlung von etwa 60.000 Wappen und 7.000 Siegeln aus den Ländern der böhmischen Krone. Sein in tschechischer Sprache verfasstes Werk Heraldika enthält neben Einführungen in Heraldik und die Genealogien des böhmischen Adels einen nach den Schildbildern angeordneten Wappenkatalog. Trotz sorgfätigem Selbststudiums ist sein Gesamtwerk nicht frei von Fehlern, was möglicherweise einer unzureichenden wissenschaftlichen Ausbildung geschuldet ist.

  • Znaky rodů českých, 1898
  • Znaky měst českých, 1899
  • Heraldika, Souhrn pravidel, předpisů a zvyklostí znakových, 1900
  • Der Adel von Böhmen, Mähren und Schlesien, 1904
  • diverse Wappenveröffentlichungen in der Zeitschrift Časopis přátel starožitností českých v Prize

Literatur

  • Jäger: Král von Dobrá Voda, Adalbert. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950W-Logo.png (ÖBL). Band 4, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1969, S. 197 f. (Direktlinks auf S. 197, S. 198).
  • Jaroslav Honc: Falešný rytíř, heraldik a sfragistik Vojtěch Král. In: MÜLLER, Karel. Sborník příspěvků z 2. setkání genealogů a heraldiků. Ostrava: Klub genealogů a heraldiků, 1984. S. 17–21.
  • Zdeněk KristenBehan ZW.jpg: Heraldické dílo Vojtěcha ryt. Krále z Dobré Vody. Zpravodaj Klubu heraldiků a genealogů. 1989, čís. 37–38, s. 3–5. Článek z roku 1944. Dostupné online.
  • August Sedláček: Král z Dobré Vody. In: Ottův slovník naučný. Prag: J. Otto, 1900. Svazek 15. S. 39.

Einzelnachweise

  1. Agentura Pankrác. s. r. o. (Hrsg.): Král z Dobré Vody, Vojtěch rytíř. Znaky rodů českých. Nr. 2. Praha 2009, ISBN 978-80-86781-11-2, S. 6, Einführung Jan Županič (134 S.).

Weblinks

 Commons: Vojtěch Král z Dobré Vody – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Adalbert_Král_von_Dobrá_Voda“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 20. Dezember 2018 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.