Kolbenturnierhelm

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Dieser Artikel behandelt den spätmittelalterlichen Turnierhelm (Bügel-/Spangenhelm). Für den Helmtyp der Spätantike siehe
→ Spätantiker Kammhelm/Bügelhelm
→ Spätantiker Spangenhelm.
Kolbenturnierrüstung der 1480er Jahre
Albrecht Dürer um 1520: Wappen der Herren von Roggendorf, mit Bügelhelm

Als Kolbenturnierhelm (in der Heraldik auch Bügelhelm, Spangenhelm oder mißverständlich Turnierhelm genannt, allerdings nicht mit den spätantiken Helmtypen Kammhelm [selten auch „Bügelhelm“ genannt] und Spangenhelm zu verwechseln) wird ein im 15. und frühen 16. Jahrhundert gebräuchlicher Turnierhelm mit großer, kugelförmiger Glocke und vergittertem Gesichtsfeld bezeichnet. In einer späteren Entwicklung ist die Helmglocke aus Gewichtsersparnisgründen aus gepresstem Leder.

Dieser zu den Varianten der Beckenhaube zählende Helmtypus kam als spezieller Kopfschutz für das beim Adel beliebte Kolbenturnier auf. Hierbei musste dem Gegner mit einem hölzernen Streitkolben die Helmzier abgeschlagen werden. Unter Friedrich III. wurde der Kolbenturnierhelm zum Wappensymbol erhoben, dessen Verwendung in Abgrenzung zum bürgerlichen Stechhelm ursprünglich dem Adel vorbehalten bleiben sollte. Um die Wende zum 16. Jahrhundert verlor das Kolbenturnier seine Bedeutung, so dass der hierzu getragene Helm nur noch eine heraldische Funktion als Wappensymbol und Funeralhelm erfüllte.

Siehe auch

Literatur

  • Harry Kühnel (Hrsg.): Bildwörterbuch der Kleidung und Rüstung. Vom Alten Orient bis zum ausgehenden Mittelalter (= Kröners Taschenausgabe. Bd. 453). Kröner, Stuttgart 1992, ISBN 3-520-45301-0.
  • Bruno Thomas, Ortwin Gamber: Die Innsbrucker Plattnerkunst. Katalog, Kunstausstellung vom 26. Juni – 30. September 1954. Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck 1954.

Weblinks


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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Kolbenturnierhelm“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 18. Mai 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.