Elba

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Elba (Begriffsklärung) aufgeführt.
Elba
Elba und Toskanischer Archipel
Elba und Toskanischer Archipel
Gewässer Mittelmeer
Inselgruppe Toskanischer Archipel
Geographische Lage 42° 47′ N, 10° 17′ O42.77510.2797222222221019Koordinaten: 42° 47′ N, 10° 17′ O
Elba (Italien)
Elba
Fläche 224 km²
Höchste Erhebung Monte Capanne
1.019 m
Einwohner Vorlage:FormatNumDef
Vorlage:FormatBevölkerungsdichte Einw./km²
Hauptort Portoferraio

Elba ist eine Insel im Mittelmeer und gehört zum Toskanischen Archipel der Region Toskana in Italien (Provinz Livorno). Sie ist knapp 10 km vom italienischen Festland entfernt.

Heute leben im Winter auf der Insel etwa 32.000 Personen in acht Gemeinden: Portoferraio (gleichzeitig auch die Hauptstadt der Insel), Campo nell’Elba, Capoliveri, Marciana, Marciana Marina, Porto Azzurro, Rio Marina und Rio nell’Elba.

Geographie

Elba ist bei einer Küstenlänge von 147 km und einer Oberfläche von 224 km² die drittgrößte Insel Italiens. Ihr höchster Punkt ist mit 1019 m der Monte Capanne. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 15,7 °C.

Geschichte

Das älteste mit Namen bekannte Volk, das auf der Insel Elba lebte, waren die Ilvaten, ein Stamm ligurischer Herkunft. Ab etwa 750 v. Chr. stand Elba unter zunehmendem Einfluss der Etrusker, die an den umfangreichen Eisenvorkommen interessiert waren und mit deren Abbau begannen. Um 453 v. Chr. besetzten vorübergehend die Griechen Elba; sie nannten die Insel Aithalia (die rauchende, rußige). 246 v. Chr. eroberten die Römer die Insel, die nun während rund 800 Jahren zum Römischen Reich beziehungsweise dessen Nachfolgereichen (ab 476 n. Chr. Reich des Odoaker, ab 493 ostgotisches Reich, ab 535 Byzantinisches Reich) gehörte. Die Römer nannten Elba Ilva.

Ende des 6. Jahrhunderts gelangten die Langobarden auf die Insel Elba und gliederten sie ins Langobardenreich ein, das 774 fränkisch wurde. Im Rahmen der pippinschen Schenkung wurde Elba 787 dem Papst übertragen, der hier jedoch keine faktische Herrschaft ausüben konnte. Zudem war die Insel ab dem 9. Jh. immer wieder Angriffen durch arabische Muslime (sog. Sarazenen) ausgesetzt, gegen die sich die Bevölkerung kaum verteidigen konnte (diese Angriffe dauerten bis ins 16. Jh. fort). 1015 schenkte der Papst Elba der aufstrebenden Seemacht Pisa als Dank für deren Kampf gegen die Sarazenen. Die Pisaner errichteten auf Elba viele noch heute vorhandene Befestigungsanlagen und Wachttürme und bauten verschiedene Kirchen im Stil der Pisaner Romanik. Wiederholt wurde Elba im 13. Jh. von Genua angegriffen, der größten Rivalin Pisas. 1399 verkaufte der damalige Herrscher Pisas Gerardo Appiano den pisanischen Staat dem Mailänder Herzog Gian Galeazzo Visconti, hielt dabei aber Piombino, die Insel Elba und andere, kleinere Gebiete für sich zurück. In Piombino errichtete er daraufhin eine eigenständige Signorie, der er 1442 im Einvernehmen mit Siena die Insel Elba zuordnete, so dass diese in der Folge zur Signorie Piombino gehörte. 1593 wurde Piombino zum Fürstentum erhoben, das 1635 nach dem Aussterben der Appiano erbweise an die Ludovisi und später durch Heirat an die Buoncampagna gelangte. Einen besonderen Weg gingen Portoferraio, das ab 1548 zum Großherzogtum Toskana gehörte, sowie Porto Longone (das heutige Porto Azzurro), das 1596 von Philipp III. von Spanien eingenommen wurde und danach zum Stato dei Presidi gehörte.

Flagge des Fürstentums Elba, 1814 bis 1815

Die Insel Elba war im Zusammenhang mit den Revolutionskriegen vorübergehend von Großbritannien besetzt und wurde 1802 im Frieden von Amiens Frankreich zugesprochen. Im Vertrag von Fontainebleau vom 11. April 1814 wurde die Insel als souveränes Fürstentum Napoleon übertragen, der am selben Tag als Kaiser der Franzosen abdankte. Napoleon landete auf Elba am 4. Mai 1814 und nahm hier als Herrscher über rund 10.000 Einwohner umfangreiche Reformen in Angriff (Napoleons Regierungssitz42.78555555555610.280833333333). Bereits am 26. Februar 1815 floh er aber wieder von seinem Exil auf der Insel Elba und kehrte nach Frankreich zurück. Im Wiener Kongress wurde Elba dem Herzogtum Toskana zugeschlagen und gelangte mit diesem 1860 an das vereinte Königreich Italien.

1982 wurde auf Elba die letzte Eisenmine geschlossen. Ab den 60er Jahren des 20. Jh. begann sich der Tourismus zu entwickeln. Mit der Gründung des Nationalparks Parco Nazionale Arcipelago Toscano im Jahr 1998 soll sichergestellt werden, dass dies in sanften Bahnen erfolgt.

Bilder

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Elba – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Elba – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien


Quellenhinweis

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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Elba“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 12. August 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.