Friedrich Heinrich (Sachsen-Zeitz-Pegau-Neustadt)

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Friedrich Heinrich von Sachsen-Zeitz-Pegau-Neustadt im Harnisch
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Prunksarg Friedrich Heinrichs von Sachsen-Zeitz-Pegau-Neustadt in der Hallenkrypta des Doms St. Peter und Paul zu Zeitz

Friedrich Heinrich von Sachsen-Zeitz (* 21. Juli 1668 auf Schloss Moritzburg in Zeitz; † 18. Dezember 1713 in Neustadt an der Orla) war Angehöriger einer Seitenlinie der albertinischen Wettiner und Herzog von Sachsen-Zeitz-Pegau-Neustadt.

Familie

Friedrich Heinrich war der vierte Sohn des Herzogs Moritz von Sachsen-Zeitz aus dessen Ehe mit Dorothea Maria von Sachsen-Weimar, Tochter des Herzogs Wilhelm IV. von Sachsen-Weimar.

Leben

Er war der jüngste Bruder des Herzogs Moritz Wilhelm von Sachsen-Zeitz, der nach dem Tod des gemeinsamen Vaters 1681 über die Sekundogenitur Sachsen-Zeitz regierte.

Friedrich Heinrich erhielt nach seiner ersten Heirat 1699 aus dem väterlichen Erbe Gebiete aus dem Neustädtischer Kreis sowie dem Amt Pegau mit den Städten und Schlössern Pegau und Neustadt an der Orla zugesprochen. Anschließend nahm er in Pegau und zuletzt in Neustadt seinen Hauptwohnsitz und ließ das von seinem Vater errichtete Barockschloss weiter zur Residenz ausbauen.

Als Herzog und Regent seiner Apanage verfügte er zwar über landesherrliche Rechte und die Einnahmen seiner Territorien, konnte jedoch keine vollständige Trennung von Sachsen-Zeitz erreichen und verblieb in politischer Abhängigkeit der Hauptlinie.

Die Besetzung Pegaus durch den schwedischen König Karl XII. und seine Truppen während des Großen Nordischen Krieges 1707 konnte er nicht verhindern.

Des Weiteren nahm er als Offizier im Dienste seines Vetters Kurfürst Johann Georg III. von Sachsen am Reichskrieg gegen Frankreich 1689 teil.

Mit dem Tode seines Neffen, des Erbprinzen Friedrich August von Sachsen-Zeitz, wurde er 1710 selbst Anwärter auf das Erbe der Zeitzer Hauptlinie, starb aber bereits drei Jahre später. Ihm folgte sein minderjähriger Sohn Moritz Adolf Karl unter der Vormundschaft seines Bruders als Herzog nach. Moritz Adolf trat jedoch bald darauf in den geistlichen Stand ein und verzichtete auf seine Ansprüche im Pegau-Neustädter Herzogtum, wodurch die gesamte Hoheit wieder der Haupt-Sekondogenitur zufiel, deren Aussterben jedoch dadurch ebenfalls unausweichlich wurde.

Zeit seines Lebens suchte er oft gemeinsam mit seinem Bruder Moritz Wilhelm nach verborgenen Schätzen, um seine durch Verschwendung bedingten Mehrausgaben decken zu können.

Tod und Begräbnis

Er starb 45-jährig am 18. Dezember 1713 und wurde in einem Prunksarg in der Hallenkrypta des Doms St. Peter und Paul zu Zeitz bestattet.

Ehe und Nachkommen

Seine erste Ehe schloss er am 23. April 1699 in Oels mit Sophie Angelika von Württemberg-Oels, Tochter des Herzogs Christian Ulrich I. von Württemberg-Oels aus dessen Ehe mit Anna Elisabeth von Anhalt-Bernburg. Die Ehe bliebt kinderlos und Sophie Angelika starb bereits 19 Monate nach der Eheschließung.

Nach der Trauerzeit schloss er seine zweite Ehe am 27. Februar 1702 auf Schloss Moritzburg in Zeitz mit Anna Friederike Philippine von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg, Tochter des Herzogs Philipp Ludwig von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Wiesenburg aus dessen Ehe mit Anna Margaretha von Hessen-Homburg. Aus dieser Verbindung entstanden die folgenden Kinder:

  • Moritz Adolf Karl (* 1. Dezember 1702 im Torhaus der Moritzburg; † 20. Juni 1759 in Pöltenberg), 2. Herzog von Sachsen-Zeitz-Pegau-Neustadt, Bischof von Königsgrätz und Leitmeritz
  • Dorothea Charlotte (* 20. Mai 1708 in Neustadt/Orla; † 8. November 1708 in ebd.), Prinzessin von Sachsen-Zeitz-Pegau-Neustadt

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Moritz Wilhelm Herzog von Sachsen-Zeitz-Pegau-Neustadt
1699–1713
Moritz Adolf Karl