Johann I. (Schweden)

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Johann I., Johan Sverkersson, (* 1201; † 10. März 1222) war von 1216 bis zu seinem Tod König von Schweden. Er war der Sohn von Sverker der Jüngere Karlsson und Ingegärd Birgersdotter.

Schon 1202 erbte er von seinem toten Großvater mütterlicherseits den Titel Jarl. Als Johanns Vater 1210 starb, war er sicherlich noch zu jung, um Erik Knutsson den Thron streitig zu machen, aber nach dessen Tod, 1216, wurde Johann zum König gewählt. Entscheidend für die Wahl war sicherlich die große Macht der Familie seiner Mutter. Die Krönung fand 1219 in Linköping statt, nachdem er volljährig geworden war.

In der darauf folgenden kurzen Regierungszeit unternahm er einen Kreuzzug nach Estland, bei dem seine engsten Verbündeten, der Jarl Karl Döve und der Bischof Karl Magnusson fielen. Die Kreuzfahrer machten anfänglich einige Eroberungen, aber diese blieben nicht lange bestehen. Nach der Niederlage in der Schlacht bei Leal (Lihula) am 8. August 1220 kehrte Johann nach Schweden zurück. Sogar mit der Christianisierung estnischer Gebiete kam Johann zu spät, da vor ihm schon die Dänen und der Deutsche Orden im Lande waren.

Johann starb 1222 auf Visingsö und wurde im Kloster von Alvastra begraben. Er war der letzte König des Geschlechtes der Sverker.

Die in jüngeren Chroniken auftauchende Bezeichnung „Johann der Jüngere“ beruhte auf einer falschen Übersetzung von lateinischen Schriften. Darin wurde er „Johannes, Suercheri junioris filius“ also „Johann, Sohn von Sverker dem Jüngeren“ genannt.


Vorgänger Amt Nachfolger
Erik X. König von Schweden
Erik XI.