Constantin Reichenauer von Reichenau

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1886: Familienwappen (Ammon) Reichenauer von Reichenau (nach Siebmacher)

Constantin Ammon Reichenauer von Reichenau (* 26. Dezember 1839 in Feldsberg/NÖ; † 14. Dezember 1887 in Wien) war ein österreichischer k. k. Offizier, Genealoge und Heraldiker.

Familie und Biographie

Constantin Reichenauer von Reichenau wurde im Jahre 1839 als Sohn des Arztes Ferdinand Reichenauer v. Reichenau und der Constance Edle von Ammon in Feldsberg/NÖ geboren.[1] Er besuchte das Ober-Gymnasium in Wien. Am 7. März 1859 wurde er Kadett im Infanterie-Regiment Nr. 31W-Logo.png der kaiserlich-habsburgischen Armee, am 13. Mai 1859 Leutnant. Er nahm am Sardinischen KriegW-Logo.png teil (Schlacht bei MagentaW-Logo.png und Schlacht von SolferinoW-Logo.png) und wurde bis zur Abtretung Venetiens in Norditalien stationiert:

„(..) Beförderung zum Oberleutnant Padua 1866, Versetzung nach Verona, 1867 in Laibach, 1868-1871 in Fiume, 1871 bis zum Ausscheiden (als Hauptmann und aus gesundheitlichen Gründen -- Anm. der Redaktion) aus dem aktiven Dienst im November 1881 in Hermannsstadt/Siebenbürgen (..)“

Biographisches Lexikon der Heraldiker (1992)[1]

Hier beschäftigte er sich mit der Geschichte und Kultur Siebenbürgens, sammelte langsam viele heraldische und genealogische Daten in den öffentlichen und privaten Archiven. Danach zog er nach Wien.

Familienwappen

Blasonierung
„Geviert

  • In 1 und 4: in Gold auf grünem Boden ein einwärts gekehrter, goldengekrönter schwarzer Greif, in den Vorderkrallen ein Eisenbüschel haltend;
  • In 2 und 3: in Schwarz ein einwärtsgekehrter, doppelschwänziger, gekrönter goldener Löwe auf grünem Boden vor einem roten Eisenerzberg stehend, in der rechten Vorderpranke einen Fausthammer haltend.

Herzschild: geteilt,

  • oben schwarz-golden schräggeteilt, darin laufendes silbernes Einhorn;
  • unten geteilt von Rot, Silber, Schwarz, Silber.

Auf dem Helm mit rechts schwarz-goldenen und links rot-silbernen Decken der wachsende Löwe mit dem Fausthammer.“
-- Biographisches Lexikon der Heraldiker (1992)[1]

Heraldisches Wirken

Nach mehreren Jahren der Vorbereitung begann er 1882 mit der Herausgabe des Bandes des Siebmacher-Wappens über den siebenbürgischen Adel, der schließlich von Géza von Csergheő und Oscar von Bárczay fertiggestellt wurde. Er verarbeitete die Wappen von etwa 10.000 ungarischen und kroatischen Adelsfamilien. Nach eigenen Angaben wurde er bei seiner Arbeit von Dr. Ludwig Reissenberger, Gymnasialprofessor und Custos des freiherrlich von Bruckenthalischen Museums, dann von Franz Zimmermann, Archivar des Sächsischen Nationalarchivs, beide in Hermannstadt und von Herrn Lieutenant in der Reserve, kgl. ungarischer Staats-Ingenieur Alexander Hartig in Budapest unterstützt.

Werk

Weblinks

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 430 (664 S.).