Doppelwolkenfeh

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Doppelwolkenfeh (gemäß WBO, Code 0051 des Herold (Verein)

Doppelwolkenfeh (frz.: vair(é) nebulé; engl.: barry each per fess nebuly) ist in der neueren Heraldik eine besondere Form des Pelzwerkes Feh und eine Ausprägung des Wolkenfeh. Sie ist eine Tinktur.

Darstellung

Dargestellt wird im Wappenschild oder Feld eine aus mehreren stilisierten Doppelwolken gebildete Figur, die einen Abstand innerhalb einer Reihe untereinander haben. Die freien Flächen je Reihe ergeben zwangsläufig eine kopfstehende Doppelwolke in anderer Tinktur. In der Folgereihe wiederholt sich das Muster. Es werden in der Reihe maximal zwei Tinkturen verwendet. Vorrangig werden die Tinkturen Blau und Weiß verwendet, da sie als eine Abart des Eisenhütlein verstanden wird.

Bei der Doppelwolkenfeh ist die Richtung der farbigen („blauen“) Doppelwolken zum Schildhaupt gerichtet (die „blauen“ Doppelwolken „steigen“, die silbernen „fallen“); bei der Sturzdoppelwolkenfeh ist die Richtung umgekehrt zum Schildfuß (die „blauen“ Wolken „fallen“, die silbernen „steigen“).

Geschichte und Verbreitung

„Die Doppelwolken sind (..) der mittelalterlichen Heraldik vollkommen fremd. Alle Wappen-Diplome, in welchen dieselben vorkommen, sind erst aus dem 16. Jahrhundert, wie zum Beispiel das Adels-Diplom der Tannstetter von Thenau von 1531 (..), Apian in Bayern (..), zum Tagstern in der Schweiz und Andere.“

Friedrich-Karl zu Hohenlohe-Waldenburg (1867)[1]

Galerie

Wappenbilderordnung

Doppelwolkenfeh wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 0051 aufgenommen.

Siehe auch

Literatur

  • Das große Buch der Wappenkunst, Wolfgang Leonhard, Verlag Georg D.W.Callwey, München, 2001, ISBN 3-8289-0768-7

Einzelnachweise

  1. Hohenlohe-Waldenburg, Friedrich-Karl zu: Das heraldische Pelzwerk: Monographie: nebst einem Anhange I. die ältesten deutschen gemalten Wappen-Sammlungen und II. die heraldischen Schildformen vor dem Jahr 1450; als Manuscript gedruckt. 1867.