Wolke (Heraldik)

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Die Wolke tritt in der Heraldik in zwei Formen im oder über dem Wappen auf:

Wolke als Heroldsbild

Stilisierte Wolke (Heroldsbild)

Das Heroldsbild Wolke wird als feldfüllendes (hier als Tinktur) oder schnittbildendes heraldisches Muster verwendet. Dargestellt werden in der Regel ein Halbkreis bis Kreis, der etwas eingebogen ist und in den nächsten Halbkreis/Kreis übergeht. Bevorzugte Farbe ist in Silber die blaue Wolke. Hier ist sie in der Form ein beliebtes Heroldsbild.

Durch Kombination mit anderen Heroldsbildern entstehen neue Formen. Die Benennung der Figur hat dann die Vorsilbe „Wolken-“. Als wichtigste Benennungen, die mit dem Morphem „Wolke(n)-“ gebildet sind, sind die Wolkenfeh, der Wolkenbord, der Wolkenschnitt, das Wolkenkreuz, die Wolkenleiste als schmaler Wolkenbalken, beziehungsweise der Wolkenpfahl zu nennen.

In der Form als Wolkenfeh findet man sie bei den heraldischen Tinkturen bzw. beim Pelzwerk Feh.

Wolke als gemeine Figur

Die andere Form der Darstellung, die im Schild und im Oberwappen vorkommt, ist der natürlichen Wolke nachempfunden und als Wappenfigur selten.

Natürliche Wolken als Wappenfigur sind vollends eine Erfindung der neueren Zeit.“

Friedrich-Karl zu Hohenlohe-Waldenburg (1867)[1]

Die stilisierte natürliche Wolke berührt oft den Schildrand und wird meist mit anderen Motiven kombiniert, zum Beispiel:

  • ... zucken aus einer Wolken gelegentlich ein bis drei Blitze bzw. stilisierte Zickzacklinien mit Pfeilspitzen
  • ... steht ein Heiliger auf einer schwebenden Wolke
  • ... wächst ein Arm aus der Wolke
  • ...

Weblinks

 Commons: Wolken in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Hohenlohe-Waldenburg, Friedrich-Karl zu: Das heraldische Pelzwerk: Monographie: nebst einem Anhange I. die ältesten deutschen gemalten Wappen-Sammlungen und II. die heraldischen Schildformen vor dem Jahr 1450; als Manuscript gedruckt. 1867. S. 29


Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Wolke_(Heraldik)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 11. September 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.