Ludwig zu Solms-Hohensolms-Lich

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Ludwig zu Solms-Hohensolms-Lich

Ludwig Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich (* 24. Januar 1805 in Lich; † 29. Februar 1880 ebenda) war ein deutscher Standesherr aus dem Hause Solms und Politiker im Großherzogtum Hessen und in Preußen.

Leben

Solms besuchte das Gymnasium in Gotha. Danach studierte er Rechtswissenschaften in Göttingen und Heidelberg. Seit 1824 war er regierender Fürst der Standesherrschaft Solms-Hohensolms-Lich. Seine Besitzungen lagen sowohl auf preußischen wie hessischem Territorium.

Als hessischer Untertan war er Mitglied der ersten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen. Mit Heinrich von Gagern lieferte er sich heftige parlamentarische Auseinandersetzungen. Solms lehnte zwar den Absolutismus ab, kritisierte aber auch die moderne Repräsentativverfassung und sprach sich für eine Erneuerung ständischer Strukturen aus. In diesem Sinne verfasste er seine Schrift: „Deutschland und seine Repräsentativ-Verfassungen“ (1837). Obwohl er 1835 Vizepräsident des hessischen Landtages war, schienen ihm seine Einflussmöglichkeiten als zu gering und er konzentrierte sich auf die Politik in Preußen.

Denkmal für Ludwig zu Solms-Hohensolms-Lich in Lich

So war er von 1837 bis 1845 Mitglied des Provinziallandtages der Rheinprovinz. Dort amtierte er als Landtagsmarschall. Seit 1837 war Solms auch Mitglied des preußischen Staatsrates. Im Jahr 1845 wurde er Mitglied der ständischen Immediatkommission. Er war 1847 Marschall der Herrenkurie des Vereinigten Landtages. Bei gemeinsamen Sitzungen aller Kurien war er Landtagsmarschall. In der Zeit der Revolution von 1848/49 hat die Provisorische Zentralgewalt vergeblich versucht ihn für den Posten eines Gesandten in Konstantinopel zu gewinnen.

Im Jahr 1850 war Solms Mitglied im Staatenhaus des Erfurter Unionsparlaments. Von 1832 bis zur Wahlrechtsreform nach der Märzrevolution 1849 sowie von 1856 bis 1880 war er Mitglied der ersten Kammer der Landstände des Großherzogtums Hessen. Zwischen 1856 und 1861 amtierte er als Präsident der ersten Kammer der Ständeversammlung im Großherzogtum Hessen. Seit 1861 gehörte Solms außerdem dem preußischen Herrenhaus als erbliches Mitglied an. In den Jahren 1867 und 1868 war er Mitglied des norddeutschen Reichstages für die freikonservative Partei.

Solms verfasste neben politischen Schriften auch religiöse Arbeiten.

Im Jahr 1905 wurde beim Schloss Lich eine Statue des Fürsten enthüllt.

Schriften

  • Deutschland und die Repräsentativ-Verfassungen. Heyer, Giessen 1838
  • Geschichtliche Anmerkungen. Berlin 1848
  • Zehn Gespräche über Philosophie und Religion. Perthes, Hamburg und Gotha 1850
  • Reformirte Erklärung über das Abendmahl. Heinemann, Giessen 1858
  • Grundzüge christlicher Dogmatik für Reformirte. Heinemann, Gießen 1859
  • Uebersicht theologischer Spekulation nach Richard Wittenberg. Koelling, 1872

Literatur

  • Protokolle des preußischen Staatsministeriums. Band 4/II (Digitalisat)
  • Ferdinand Gustav Kühne: Mein Tagebuch in bewegter Zeit. 1863 S. 58 ff. (Digitalisat)

Weblinks


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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Ludwig_zu_Solms-Hohensolms-Lich“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 15. August 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.