Otto der Fröhliche

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Otto IV., der Fröhliche (Heitere, lat. jucundus) auch der Kühne (Audax) genannt (* 23. Juli 1301 in Wien; † 17. Februar 1339 in Neuberg) war Herzog von Österreich, Steiermark und Kärnten.

Leben

Otto stammte aus dem Geschlecht der Habsburger. Er war der jüngste Sohn des römisch-deutschen Königs Albrecht I. und seiner Frau Elisabeth, aus dem Haus der Görz-Tiroler Meinhardiner.

Seine Brüder waren Rudolf Kaše, König von Böhmen, der deutsche Gegenkönig Friedrich der Schöne, und die Herzöge von Österreich Leopold der Glorwürdige, Albrecht mit dem Zopf, sowie Heinrich der Sanftmütige (Nichtregierender Herzog von Österreich).

Als jüngster Sohn war Otto anfangs von der Herrschaft ausgeschlossen. 1329 wurde ihm dann die Verwaltung der habsburgischen Besitzungen am Oberrhein (Vorderösterreich) übertragen. Ab 1330 regierte Otto mit seinem Bruder Albrecht das Herzogtum Österreich. 1331 wurde er von Ludwig dem Bayern zum Reichsvikar ernannt, in diesem Jahr heiratete er Elisabeth von Bayern (1306–1334)[1], Tochter von Stephan I., Herzog von Niederbayern und Judith, Herzogin von Schweidnitz. Ludwig der Bayer gab nach dem Tod Heinrichs von Kärnten Otto und Albrecht am 2. Mai 1335 Kärnten, sowie den südlichen Teil von Tirol als Reichslehen.

Otto ließ sich nach altem Brauch auf dem Herzogsstuhl auf dem Zollfeld als Herzog von Kärnten einsetzen, und kümmerte sich die meiste Zeit seiner Regierung mehr um Kärnten als um das habsburgische Österreich. Er stiftete das Kloster Neuberg in der Steiermark (als Gelöbnis für die Geburt seines ersten Sohnes Friedrich) und die Georgskapelle der Augustinerkirche in Wien. Im Februar 1335 heiratete er in Znaim Anna von Böhmen (1319/23–1338/40)[2], Tochter des Luxemburgers Johann König von Böhmen, Schwester Karls IV. Er begründete 1337 die Rittergesellschaft Societas Templois für den Kreuzzug gegen die heidnischen Preußen und Litauer. Sein Beiname bezieht sich auf sein geselliges Hofleben.

Otto starb 1339 und wurde im Zisterzienserkloster zu Neuberg beigesetzt. 1344 starben seine beiden Söhne, Leopold und Friedrich, mit 17 und 16 Jahren innerhalb weniger Monate – Vergiftung wurde seinerzeit vermutet. Damit erlosch sein Stamm.

Die Neuenburger Gruft verfiel und wurde vergessen, bis sie 1820 wieder aufgefunden wurde. Man stellte sie wieder her, und die Gebeine Ottos, seiner beiden Gemahlinnen Elisabeth und Anna und seiner beiden Söhne wurden im feierlichen Trauergottesdienst am 13. März 1820 in der erneuerten Gruft beigesetzt.

Nachkommen

Aus der Ehe mit Elisabeth von Bayern:

Wahlspruch

Um einen geflügelten Greif die Devise: Unguibus et rostro ac alis armatus in hostem („Mit Schnabel und Kralle und Flügeln bewaffnet gegen den Feind.“)

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Wurzbach: Elisabeth von Bayern. Nr. 60. In: Biographisches Lexikon. 6. Theil. Wien 1860, S. 165 (Digitalisat).
  2. Wurzbach: Anna von Böhmen. Nr. 20. In: Biographisches Lexikon. 6. Theil. Wien 1860, S. 149 (Digitalisat).


Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich I., der Schöne Herzog von Österreich
1330-1339
gemeinsam mit Albrecht II.
Albrecht II.


Vorgänger Amt Nachfolger
Heinrich von Kärnten Herzog von Kärnten
13351339
gemeinsam mit Albrecht II.
Albrecht II.



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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Otto_der_Fröhliche“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 27. Juni 2010 (Permanentlink: []). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.