Schanzkorb (Heraldik)

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Schanzkorb
 
Verschanzung
(gemäß Siebmacher)
Schanzkorb in der Helmzier (im Wappen derer von Wisch)
Schanzkörbe des 16. Jh.

Der Schanzkorb (auch Sappenkorb oder Batteriekorb genannt; frz.: gabion; engl.: gabion) ist in der Heraldik eine seltene gemeine Figur.

Darstellung

Schanzkörbe erscheinen in der Heraldik als stilisierte zylindrische Geflechte aus Weidenruten (die im realen Vorbild mit Erdwerk gefüllt sind). Eine Rundung wird in der heraldischen Darstellung, wenn überhaupt, nur „sanft“ angedeutet, aber nicht übermäßig perspektivisch ausgeführt. Alle heraldischen Farben sind möglich.

Siebmacher

„Der Schanzkorb (Tafel XXV. Figur 52.): (erscheint ähnlich wie ein Flechtgatter - Anmerkung der Redaktion) nur dass (er) rund ist. Eine Verschanzung (hinter der ein Wolf wächst) zeigt die Figur 53. Dies Bild ist in Wappen Schleswig-Holsteinischer Familien sehr beliebt, die von Pogwisch und von der Wisch und andere Familien führten einen Wolf aus Schanzkorb, die von Ahrenstorff einen Bären aus dergleichen (jetzt Pallisaden) wachsend auf dem Helme.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Galerie

Wappenbilderordnung

Der Schanzkorb wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 9627 aufgenommen.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Schanzkörbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie ( M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.
  2. Wappenbeschreibung: „In Silber zwischen zwei roten Schanzkörben, auf grünem mit einem silbernen Seeblatt belegten Dreiberg ein grün gekleideter Soldat des Dreißigjährigen Krieges mit breitem silbernen Kragen, goldener Schärpe, grünem Federhut, roten Stulpenhandschuhen und schwarzen Kanonenstiefeln mit goldenen Sporenspangen, die linke Hand in die Seitegestemmt, in der rechten Hand eine Partisane mit schwarzer Stange, goldener Spitze und goldenem Eisen haltend. “