Adam Heinrich von Steinau

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Adam Heinrich Graf von Steinau (* vor 1685; † 1712 in Nebílovy|Nebillau]]) war ein sächsisch-polnischer Generalfeldmarschall.

Er diente im bayrischen Kontingent des Reichsheeres im Feldzug in Ungarn gegen die Türken 1685-1688, danach im Pfälzischen Erbfolgekrieg gegen Frankreich unter Karl von Lothringen (Belagerung von Mainz 1689). Er trat dann in den Dienst der Republik Venedig im Krieg gegen die Türkei 1695. 1695/1696 hatte der Sächsische Kurfürst Friedrich August I. ("August der Starke", als August II. König von Polen) das Kommando über die Kaiserlichen Truppen in Ungarn im anhaltenden Türkenkrieg inne, und Steinau diente in Ungarn unter diesem. Am 27. August 1699 wurde er zum Generalfeldmarschall ernannt.

Im Großen Nordischen KriegW-Logo.png befehligte er 1700 unter August die Sächsischen Truppen (Livland-Kurland-Feldzug, Belagerung von Riga Februar - November 1700) und hielt mit diesen im Gefecht von Jungfernhof dem schwedischen General Otto Vellingk stand (Juli 1700).

Am 19. Juli 1701 verlor er gegen den schwedischen König Karl XII. die Schlacht an der DünaW-Logo.png (nahe Riga), später in Polen die Schlacht bei Klissow (19. Juli 1702).

Nach der verlorenen Schlacht von PultuskW-Logo.png (1. Mai 1703), in der er ebenfalls das Kommando führte, trat er wieder in den Dienst Venedigs, den er nach eigener Aussage als "sein Altenteil" betrachtete.

1705 erwarb Steinau die Herrschaften Schinkau und Nebillau einschließlich Nettonitz und beauftragte 1706 den Pilsner Baumeister Jakob Auguston mit dem Bau des Schlosses Nebillau. Nach seinem Tode wurde er in der Kirche Jakobus des Älteren in Prusing beigesetzt.


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