Gegenhermelin

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Gegenhermelin
 
Gegenhermelin 1
 
Gegenhermelin 2

Gegenhermelin (frz.: contre-hermine; engl.: ermines) ist eine Farbvariation des Pelzwerks Hermelin mit weißen heraldischen Hermelinschwänzchen auf schwarzem Hintergrund.

Darstellung und Verwendung

Das heraldische Pelzwerk „Gegenhermelin“ entspricht in der Farbgebung nicht dem natürlichen Vorbild (das Winterfell des Hermelins ist Weiß mit schwarzen Spitzen), sondern ist ein selbständiges heraldische Schildmuster, das nur noch entfernt an das natürliche Vorbild erinnert. Es gibt keine Belege dafür, daß man zu Zeiten, als man Schilde mit echten Hermelinfell schmückte, diese zuvor in Gegenfarben einfärbte.

Gegenhermelin ist in der englischen oder der fränzösischen Heraldik gebräuchlich und wird in der deutschen Heraldik nur selten verwendet.

Siebmacher

Gegenhermelin (gemäß Siebmacher)

„(Gegenhermelin) ist Hermelin in verwechselter Färbung (also die Schwänzchen silbern auf Schwarz), (siehe Figur 14)“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Wappenbilderordnung

Das Pelzwerk „Gegenhermelin“ wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 0012 aufgenommen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.