Joschka Fischer

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Joschka Fischer (2002)

Joschka Fischer (eigentlich Joseph Martin Fischer; * 12. April 1948 in Gerabronn) war ein deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen). Er war von 1998 bis 2005 Bundesminister des Auswärtigen und Vizekanzler der Bundesrepublik Deutschland und vom 1. Januar 1999 bis zum 30. Juni 1999 Präsident des Rats der Europäischen Union. Nach der Bundestagswahl 2005 zog sich Fischer aus der Politik zurück.

Spiegel-Zitat: „Asterix-Helm“ derer von (Joschka) Fischer: Ein Wappen und Ring, sie alle zu adeln?[1]

Wappen

Das Wappen von Joschka Fischer wurde von dem Alsbacher Dieter Krieger im Auftrag der Zeitschrift GEO entworfen und gestaltet und in der Rhein-Main Wappenrolle unter Register Nr. 007-09-99 registriert.[2] [3]

Blason: Von Silber und Rot geteilt, oben zwei gekreuzte rote Fleischerbeile mit schwarzem Griff, unten ein silberner Fisch; Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein roter Flug.

Symbolerklärung

„Der Fisch steht als redendes Zeichen für den Familiennamen Fischer. Die Fleischerbeile interpretieren den Berufsstand des Metzgers, der von 6 Generationen ausgeübt wurde. Die Tingierung und Teilung des Wappens entspringt dem Stadtwappen von Fridingen an der Donau im Landkreis Tuttlingen, der Stammheimat der Familie. Von dort siedelte sie nach Wudigeß bei Budapest in Ungarn und wurde nach dem Krieg vertrieben. Der Flug in der Helmzier steht für das Amt des Bundesaußenministers, dass von dem Wappenstifter Joschka Fischer ausgeübt wird.“

– Webseite des historischen & kulturellen Fördervereins Schloß Alsbach e. V.[3]

Pressekommentar

„Dem Bundesaußenminister hingegen trug das plötzlich erwachte Interesse für die Sippschaft auch ein wenig Spott ein. Nachdem sein frisch erworbenes Wappen im Frühjahr in Adelskreisen bekannt geworden war, mokierte sich ein Egi Graf Gatterburg aus dem Rheinhessischen in einem Leserbrief an die "FAZ", der geflügelte Asterix-Helm passe so überhaupt nicht zu Fischer: "Man stelle sich nur diese Flügel unter einem Wasserwerfer vor." Ein schwarzer Motorradhelm, so der Graf, wäre für Joschka Fischer in jeder Hinsicht "als Wappenzier signifikanter".“

– Jochen Bölsche, Online-Spiegel (24.12.2001)[1]
Die Farben des Fischer-Wappens wurden dem Wappen von Fridingen an der Donau entlehnt. Der Ort stellte sich später als falscher Familienstammort heraus.

Falsche Farbgebung

Die Farben des Wappens Rot und Weiß wurden ursprünglich in der Annahme gewählt, dass die Ahnen von Joschka Fischer aus Fridingen an der Donau stammten. Später (2005) wurde nachgewiesen, dass die beauftragte Ahnenforschungsgesellschaft sich irrte. Jakob Fischer, der Stammvater von Joschka Fischer, war sehr wahrscheinlich nicht von Fridingen an der Donau, sondern von Friedingen bei Langenenslingen nach Ungarn ausgewandert (vgl.: Gesammelte Aufsätze zur Fridinger Geschichte, 2005).

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Bölsche, Jochen: Die Ahnen sind online - Teil 1. Weihnachten unterm Stammbaum. Spiegel-Artikel zum Wappen und Stammbaum von Joschka Fischer. 24.12.2001.
  2. Mutius, Franziska von: Joschka Fischer setzt auf Tradition und kauft ein Familienwappen. In: Die Welt. 27. Juli 2004
  3. 3,0 3,1 Bundesaußenminister a. D. Joschka Fischer erhält Wappenbrief der Rhein-Main-Wappenrolle (mit Abbildung) auf der Website: www.schloss-alsbach.org. Zitiert: 03.05.2010.