Pfeilkreuz

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1889: Pfeilspitzkreuz
(nach Siebmacher)

Das Pfeilkreuz (auch als Pfeilspitzenkreuz, Pfeilspitzkreuz, Nagelkopfkreuz, Spitznagelkopfkreuz, Strahl(en)spitzenkreuz[1], Triangelkreuz, Dreispitzenkreuz[2], bezeichnet; frz.: croix barbée oder flèchée; engl.: cross barby oder arrow cross) ist in der Heraldik ein Kreuz, dessen Kreuzarme in Dreiecken ausgehen.

Das Pfeilspitzkreuz wird in der heraldischen Literatur unter anderem den Sonderformen Kreuz oder den Heroldsbildern zugeordnet (wenn das Kreuz bis zu den Schildrändern reicht) respektive den gemeinen Figuren (wenn das Pfeilspitzkreuz nicht bis zu den Schildrändern reicht, es also schwebend im Wappen erscheint).

Darstellung

Es erscheint meist als ein gleichschenkliges Kreuz (alle Kreuzarme sind gleich lang) und seine Arme enden in Dreiecke („Nagelköpfe“, „dreieckige Pfeilspitze“).

Pfeilspitz- oder Nagelkopfkreuz (Tafel VI. Figur 26.): ist ein schwebendes Kreuz, dessen Arme in dreieckige Nagelköpfe ausgehen, das Nagelfussspitzenkreuz dagegen, ist ein Kreuz, dessen Unterarm auf einer Nagelspitze ruht, respektive in eine solche verläuft (siehe fußgespitztes Kreuz, Wappen der Grafschaft Delmenhorst im Oldenburg'schen Wappen).“

Siebmacher/Gritzner (1889)[3]

Abgrenzung

Das Pfeilspitzkreuz ist vom Pfeilendenkreuz zu unterscheiden.

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Pfeilendenkreuz

Wappenbilderordnung

Verwendung im Ungarischen Faschismus

Pfeilkreuz im Symbol der ungarischen Faschisten

Die ungarischen Faschisten übernahmen das Pfeilkreuz als Symbol. Sie nannten sich der Kreuzform wegen PfeilkreuzlerW-Logo.png.

Die 25. Waffen-Grenadier-Division der SS „Hunyadi“ (ungarische Nr. 1)W-Logo.png nahm das Motiv auf und führte als Truppenkennzeichen eine durchbrochenes Pfeilspitzkreuz.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Pfeilkreuz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweis

  1. Pierer's Universal-Lexikon, Band 9. Altenburg 1860, S. 797-799
  2. Johann Christoph Gatterers, Abriß der Heraldik oder Wappenkunde, Gabriel Nicolaus Raspe, Nürnberg 1774, S.105 und Fig.206
  3. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.
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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Pfeilkreuz“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 25. November 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.