Pfeilendenkreuz

Aus Heraldik-Wiki
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„Pfeilendenkreuz“

(nach WBO, Nr. 0341)

Das Pfeilendenkreuz[1] (auch Strahlenspitzenkreuz[2][3], zugespitztes Kreuz[2][3], Pfeilkreuz[4] oder ähnlich genannt; französisch croix alésée, les extrémités terminés en forme de dard, de fléche; englisch cross with each arm terminating in an arrow-head) ist in der Heraldik ein Kreuz, dessen Kreuzarme in Pfeilspitzen mit spitzen Flügel („Widerhaken“) ausgehen.

Das Pfeilendenkreuz wird in der heraldischen Literatur unter anderem den Sonderformen Kreuz zugeordnet oder den gemeinen Figuren (wenn das Pfeilendenkreuz nicht bis zu den Schildrändern reicht, es also schwebend im Wappen erscheint) respektive den Heroldsbildern (wenn das Kreuz bis zu den Schildrändern reicht).

Pfeilendenkreuz versus Pfeilspitzkreuz

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Pfeilspitzkreuz

In der neueren Heraldik ist das Pfeilendenkreuz vom Pfeilspitzkreuz zu unterscheiden. Beim „Pfeilendenkreuz“ gehen die Kreuzarme nicht wie beim „Pfeilspitzkreuz“ in (eher geometrische) „Dreiecke“ aus, sondern sozusagen wie „Pfeilspitzen“ mit „spitzen Flügeln“ (= „Widerhaken“). In der Praxis und im älteren Wappenwesen sind die kleineren Abweichungen in der Darstellung der beiden Kreuzfiguren (hier „mit“, dort „ohne“ Widerhaken) von untergeordneter Relevanz. Je nach Quelle werden die beiden Kreuzvarianten auch nur als „Pfeilkreuz“ bezeichnet.

Wappenbilderordnung

Einzelnachweise

  1. Jürgen Arndt und Werner Seeger (Bearbeiter) mit Wappenskizzen von Lothar Müller-Westphal: Wappenbilderordnung. Symbolorum armorialium ordo. Zit.: WBO - Wappenbilder. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. B). 2., ergänzte und berichtigte Auflage. Band I. Bauer & Raspe, Inh. Manfred Dreiss, Neustadt an der Aisch 1996, ISBN 3-87947-110-X, S. 71 f. Tafel 7. Figur 0341. (447 S., zugleich Neubearbeitung des Handbuchs der heraldischen Terminologie von Maximilian Gritzner; Einleitungsband, Abt. B des Neuen Siebmacherschen Wappenbuches, Nürnberg, 1890).
  2. 2,0 2,1 Querfurt, Curt Oswalt Edler von: Kritisches Wörterbuch der heraldischen Terminologie. Nördlingen: Beck. 1872. Neudruck: Wiesbaden: M. Sändig. 1969. Seite 151. Zitat:
    Strahlenspitzenkreuz will man ein solches Kreuz nennen, welches an seinen Enden widerhakige Spitzen hat. Andere nennen dies ein »zugespitzes Kreuz«.“
  3. 3,0 3,1 Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. Bibliographisches Institut, Mannheim, Wien, Zürich 1984, ISBN 3-411-02149-7, S. 386. (Digitalisat [abgerufen am 29. Februar 2020]). Zitat:
    Strahlenspitzenkreuz, zugespitztes Kreuz: Kreuz dessen Enden mit widerhakenähnlichen Spitzen versehen sind.“
  4. Johann Christoph Gatterer: Abriß der Heraldik oder Wappenkunde. Gabriel Nicolaus Raspe, Nürnberg 1774 (§ 59; S. 106 Google und Tafel 5. Figur 207. Google).