Christophorus Butkens

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Christophorus Butkens; im Hintergrund sein Wappen mit drei Butt (Plattfischen)

Christophorus Butkens van Griethuysen (auch Christophre/Christophe; * 4. Dezember 1590 in Antwerpen; † 30. September 1650 in Den Haag) war ein Zisterzienserabt im Kloster St. SalvatorWp Insigne Nederlandicum.png in Antwerpen, Historiker und Verfasser von genealogisch-heraldischen Schriften mit zahlreichen gefälschten und erfundenen Belegen/Beweisen („Preuves“).

Leben

Über das frühe Leben von Christophorus Butkens ist wenig bis gar nichts Gesichertes bekannt. Wenn die tradierten biographischen Angaben zu seinen Eltern den Tatsachen entsprechen, war er mit 15 Jahren Waise. Erst zwölf Jahre später (1617) trat er als Novize dem Zisterzienserkloster Saint-Sauveur (niederländisch „Sint-Salvatorabdij“ oder „Pieter Potabdij“) in Antwerpen bei und legte ebenda 1618 sein Mönchsgelübde ab. Was er zwischen 1605 und 1617 tat und wovon er lebte, ist unklar. Im Kloster wurde er nacheinander Suprior, Leiter der Novizen und Provisor. Man wählte ihn einstimmig zum Koadjutor mit der künftigen Nachfolge von Prior Vander Heyden anstelle von Philippe de Boncem (1628 durch Patent bestätigt; 1631 Ernennung, bis zu seinem Tod 1650 in dieser Funktion tätig). Nach de Jong wird er als ein gelehrter Mann beschrieben, der über große Sprachkenntnisse (Niederländisch, Französisch, Latein, Latein, Latein, Spanisch, Italienisch) und Kenntnisse der Geschichte der südlichen Niederlande verfügte, mit besonderem Interesse an der Genealogie.[1][2]

Genealogiefälscher und Wappenschwindler

Bereits von Zeitgenossen wie Arnoldus Buchelius (1565-1641) und Carel van Riedwijk wurde Butkens dafür kritisiert, dass er Genealogien und Urkunden fälschte, heraldische Denkmäler wie Grabsteine, Epitaphe, Glasmalereien et cetera erfand und in seinen Werken als Beweise/Belege anführte (zum Beispiel im Jahre 1626 im Auftrag von Ernest van Lynden, Reichsgraf von Reckheim [ca. 1585-1636] in seinem Werk Annales généalogiques de la maison de Lynden).

„Butkens wurde von mehren, besonders von Arnold Buchelius hart getadelt, daß er verschiedenen Urkunden Gewalt angethan, besonders, daß er um der Familie von Lynden zu schmeicheln, Lindinium aus Lisiduna gemacht habe (..)“

Baron Adhémar von Linden beschäftigte sich zwischen 1891 und 1900 intensiv und wiederholt mit Butkens Quellenfälschungen und Erfindungen.

„(..) die Lücken, Entstellungen, Fälschungen und Verschweigungen in den Annales de la maison de Lynden (sind ja) zahllos wie der Sand am Meer!“

Adhémar von Linden[4]

„(das Buch Annales de la maison de Lynden von Butkens enthält) von Anfang bis zu Ende eine ununterbrochene Reihe schwerer genealogischer und heraldischer Fälschungen und Entstellungen (..)“

Adhémar von Linden: (1896; in de Navorser)[4]

Heute gelten die Belege/Beweise („Preuves“), die Butkens vor dem 14. Jahrhundert anführt (sowie teilweise auch jene des 14. Jahrhunderts) als Fälschungen, Phantasiegebilde oder zumindest als zweifelhaft.[5]

Familie

Das, was über die Familie Butkens aus der Feder eines Familienmitglieds überliefert ist, ist stets kritisch zu hinterfragen, da aus heutiger Sicht deren genealogisches Wirken als ein groß angelegter Versuch erscheint, unter anderem die Legitimität und eine „edle“ Abstammung der Familie Butkens zu begründen sowie fiktive Angaben über eigene und fremde Ursprünge als Tatsachen erscheinen zu lassen. Augenscheinlich war Butkens beispielsweise bemüht, verwandschaftliche Verbindungen zur Adelsfamilie seines Auftraggebers von LyndenW-Logo.png herzustellen und Abstammungsverhältnisse und Wappen zu erfinden, wo sie nicht durch gesicherte Quellen verbrieft waren; auch seine Brüder Alexander und Henry scheinen, bewußt oder irrtümlich, an heraldisch-genealogischen „Legendenbildungen“ mitgewirkt zu haben.[2] Nach de Jong setzt sich der zur Skepsis herausfordernde Butkens-Stammbaum, basierend auf Butkens eigenen Angaben und denen seines Bruders, folgendermaßen zusammen:

Arnou Butkens
 
Marie van Griethuysen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Joost/Josse Butkens van Reede
gezegd van Griethuysen
 
Lynden wapen.svg
Sophie van LyndenW-Logo.png

(vorgeblich Tochter von Gosvvin de Lynden und der Alise van Appeldorn)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Steven Butkens
van Griethuysen

(† 3. Oktober 1475)[6]
 
Margaretha Bloch Schoenmakers
(auch M. Blockhamer van Lanckelaer o. ä. genannt; 2. Ehe mit Jan. Boeselmans)[6]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Joost/Josse Butkens
van Griethuysen

(1506 erwähnt; Verkauf von Eigentum)
 
1. Catharina de Wintere
 
Hendrik Butkens
(1506 erwähnt; Verkauf von Eigentum)
 
Peter Butkens[6]
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
2. Catharina van der Voort
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Arnou Butkens van Griethuysen
(Ritter, Leutnant der Artillerie
von Kaiser Karl V.)
 
Anna Pels
(Tochter von N. Pels ∞ N. Batenkerck)
 
Pierre Butkens
 
Marie de Cocquiel
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mathias Butkens
(Schöffe von Roermond)
 
Marie Butkens
 
 
 
 
Joachim Butkens van Griethuysen
(† 13. November 1605)
 
Marguerite de Fumael
(† 22. Februar 1605)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Alexander Butkens
(Herr von Arnoy/Anoy)
 
Charlotte Smit van Cruyingen 01.jpg
Charlotte Smit van Cruyningen
 
Porträt Christophorus Butkens.jpg
Christopherus Butkens
(1590-1650)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Jean Aimé Butkens.jpg
Jean Aimé Butkens
 
Charlotte Butkens

Nach Butkens eigenem Werk Annales généalogiques de la maison de Lynden hatte er neben seinem älteren Bruder Alexander mehrere andere 1626 bereits verstorbene oder geistlicheW-Logo.png Geschwister (Pierré, Henry, Iacques, Livine und Anne).[7] Unklar ist, ob es diese wirklich gab und ob er, sein Bruder Alexander und seine vorgeblichen Geschwister alle ein und dieselbe Mutter hatten (in der Literatur finden sich Überlegungen, dass Alexander und er nur Halbbrüder waren und dass seine Mutter nicht eine Marguerite de Fumael (?) war, sondern Margriete Gielis).[5]

Familienwappen

Butte (hier: Steinbutt), erscheint als gemeine Figur im Wappen Butkens

Herkunft, Darstellung, Verleihung und Annahme des Familienwappens Butkens sind unklar oder „gefakt“. Es fehlt nicht an Wappenaufrissen und Wappenvarianten, aber die Interdependenzen und Ähnlichkeiten mit bestehenden Wappen und die tatsächlichen, historisch gesicherten Siegel-/Wappen sind nicht ausreichend erforscht.

Grundsätzlich erscheint im Wappen Butkens als gemeine Figur mindestens ein Plattfisch, genauer: ein Butt (BothidaeW-Logo.png). Die Figur ist sorgfältig gewählt und spielt einerseits redend und bildhaft auf den Familiennamen an (Butt=„Butkens“); andererseits stellt der Butt ein zeitgenössisches, vertrautes Nahrungsmittel dar, wodurch ein Bezug zur damals beachtlichen niederländisch-flämischen und englischen Buttfischerei herstellbar ist.[8] Weiter hat es den Anschein, als ob die Buttfigur (gewollt oder zufällig) Assoziationen zu bestehenden Wappen wecken soll.

Familienwappen Büt(t)gen versus Bulkens

 
1447: Siegel des Henrik Bütgen/Buytgen, nicht „Butkens“
(nach Fahne, 1848)
 
1578-1630: Wappen Steven Bulkens (nach Codex CLIII., Sammlung von Limburg Stirum)

Nach Anton Fahne führte ein Rittergeschlecht namens „von Büt(t)gen“ (BüttgenW-Logo.png) als Hauptmotiv eine schrägrechte (Platt-)Fischfigur im Wappen.

Bütgen, (..), ein Rittergeschlecht, wovon das Wappen Tafel I. Nummer 35. (..) 1447 ist Henrich von Bütgen Gewaltrichter zu Köln (..)“

Anton Fahne (1848)[9]

In einem Wappenbuchs der Sammlung von Limburg Stirumau (Codex CLIII, datiert auf 1578 bis 1630) findet sich im Wappenschild (Steven) „Butkens“ eine ähnliche Wappenfigur (in Gold ein schrägrechter blauer Plattfisch). Stand 2018 ist unklar, ob die Ähnlichkeit der Familiennamen (hier „Buttgen“, dort „Butkens“) und der Wirkstätten (Köln, Belgien/Niederlande und Umgebung) sowie der Wappenfiguren (in beiden Wappen eine Buttfigur) eine gewollte Irreführung, ein Zufall oder Absicht ist. Zweifelsfreie, heraldisch-genealogisch korrekte Quellen und nachweisbare Zusammenhänge oder eine offiziell verbriefte Wappenverleihung liegen der Redaktion Stand 2018 nicht vor.

Familienwappen Butkens (1609-1612)

2004 machen Jan van Helmont in seinem Werk Comitum de Limburg codices selecti und Ad J. de Jong in einem Beitrag in der Reihe Oud Rhenen auf weitere Wappenaufrisse im Zusammenhang der Familie Butkens aufmerksam. Diese sind zeitlich vor Christophorus Butkens Werk Annales généalogiques de la maison de Lynden entstanden und zeigen, dass die Gestaltung des Familienwappens vermutlich in Absprache mit seinem Bruder Alexander erfolgte.[10][2]

„Dass Alexander hier mitwirken konnte, wurde auch durch das kürzlich erschienene Buch Comitum de Limburg Codices Selecti bestätigt, das 2004 von Jan van Helmont in LöwenW-Logo.png herausgegeben wurde und in dem alte heraldische Wappenbücher (Handschriften) aus der Sammlung (Huldenberger Bibliotheksschloss) der Familie Limburg- StirumW-Logo.png enthalten sind. Es enthält unter anderem Wappenaufrisse aus der Hand von Alexander Butkens, die er für ein Album AmicorumW-Logo.png produzierte, das zwischen 1609 und 1612 für Franciscus van den Brande zu Antwerpen, verheiratet mit Elizabeth Spaens, entstanden.“

Ad J. de Jong (2004): (übersetzt durch Arthur Diebold)[2]

Im Gegensatz zu den zuvor beschriebenden Wappenaufrissen werden die Liber Amicorum van Franciscus van den Brande (Codex CCXXI.) die Wappen von Christopherus Butkens und seinem Bruder Alexander mit einem Schrägbalken dargestellt, der von drei Butt besetzt ist (nach der Figur gestellt). Eher unheraldisch wirkt eine ungesichtete, nach oben gerichtete silberne Mondsichel im heraldisch linken Obereck.

Farben Codex Liber Amicorum van Franciscus van den Brande (1609-1612)
 CCXXI Wappen: Christopherus Butkens
Blasonierung:
„In Blau ein silberner Schrägbalken, nach der Figur mit drei blauen Butt (Plattfischen) belegt, im linken Obereck eine ungesichtete, nach oben gerichtete silberne Mondsichel. Auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein armloser, blauer gekleideter Mohrenrumpf mit silbernen Kragen, rotem Unterhemd und silbern-blauer, nach links abfliegender Kopfbinde.“
Wappen Butkens LA 01.jpg
 CCXXI Wappen: Alexander Butkens
Blasonierung:
„In Blau ein silberner Schrägbalken, nach der Figur mit drei blauen Butt (Plattfischen) belegt, im linken Obereck eine ungesichtete, nach oben gerichtete silberne Mondsichel. Schildhalter: ein blau gekleideter Mohr mit silbernen Kragen, rotem Unterhemd und silberner, nach links abfliegender Kopfbinde, schwarzer Strumpfhose und silbernen Stiefeln.“
Wappen Butkens LA 02.jpg
 CCXXI Frauenwappen: Charlotte Smit (Ehefrau von Alexander Butkens)
Bemerkung:
Die Zeichnung zeigt eine eher unheraldische Verschränkung mehrerer vorgeblicher Wappen mittels Wappenzelt, darauf angebrachter, kleinerer Einzelwappen und einem großen Frauenwappen im Zelteingang; letzteres zeigt mittels Spaltung verschränkt diverse vorgebliche Wappen, zum Beispiel rechts eine Variante des Butkenswappen (in Blau ein silberner Schrägbalken, dieser nach der Figur mit drei blauen Butt belegt), links diverse andere Wappenelemente (Wappen Cruyingen etc.), ebenfalls eher unheraldisch miteinander verschränkt.
Wappen Butkens LA 03.jpg

Wappen Butkens/Botkens (1626)

In seinem Werk Annales généalogiques de la maison de Lynden von 1626 zeigt Christopherus ein Allerlei von Siegel-/Wappenabbildungen zur Familie Butkens (beziehungsweise Botkens), alle mit drei Buttfiguren. Die Aufrisse sind nicht einheitlich gestaltet, sondern erscheinen in vielen verschiedenen Ausprägungen und Farbkombinationen (vorausgesetzt, man wendet Butkens Schraffursystem an, das seinem Werk vorangestellt wurde). Keiner der Aufrisse zeigt die ungesichtete, nach oben gerichtete silberne Mondsichel im linken Obereck. Es hat den Anschein, als ob die Ausprägungen des Wappens mehr oder weniger frei beziehungsweise nach Lust und Laune gewählt wurden; eine offizielle Wappenverleihung konnte die Redaktion nicht ermitteln:

Farben Seite Kupferstiche (1626)
(unbestimmt) 69 Vorgebliches Siegel, angeblich von 1460, mit Umschrift:
Steffani Butkens M + S (Steven Butkens van Rhee)
Wappenschild mit drei Buts (2:1); nur Konturen, Farben unbestimmt (beziehungsweise Schattenfarbe)
Wappen Butkens 69.jpg
 369 Wappen Butkens
In Silber drei blaue Buts (2:1)
Wappen Butkens 369.jpg
 121 Wappen: Botkens
In Silber drei Buts (2:1, mit unbestimmbarer Farbe, wahrscheinlich Blau)
Wappen Botkens 121.jpg
 375 Wappen: Botkens
In Rot drei silberne Buts (2:1)
Wappen Botkens 375.jpg
 373 Wappen Butkens
In Blau ein silberner Schrägbalken mit drei nach der Figur gelegten blauen Buts (jeweils mit oberer roten Außenflosse)
Wappen Butkens 373.jpg
 80 Siegel mit Umschrift:
Sigillum Christophori Butkens
In Gold ein grün bordierter silberner Schrägbalken mit drei nach der Figur gelegten Buts in Schattenfarbe; als Armatur ein gekrönter Cherubkopf.
(Anmerkung der Redaktion: digital nachkoloriert.)
Wappen Butkens 137.jpg

Wappen Butkens (17. Jhr.)

Im Antiquariat A. G. van der Steur fanden sich sieben Blätter mit Porträtszeichnungen und Ahnenwappen von mehreren möglichen Mitgliedern der Familie Buskens.[2] Die Blätter wurden am 14. November 1994 in Amsterdam bei Christie's unter dem Titel Dutch, Flemish and German Old Master Drawings, Sale 2245 versteigert.[11] Nur auf dem Blatt, das Jonker Steven Butkens zeigt, ist das Butkenswappen mit den drei Butt auf einem Schrägbalken deutlich erkennbar; während auf allen anderen Blättern Ahnenwappen erscheinen, wird auf dem Blatt mit dem Porträt von Christofre Butkens de Griethuysen überhaupt kein Wappen dargestellt.

ca. 1631: Jean Aimé Butkens mit einem mittels Spaltung verschränktem Bulkenswappen (nach Anthonis van DyckW-Logo.png)

Etwa 1631 malte Anthonis van DyckW-Logo.png ein Gemälde, welches Charlotte Smit van Cruyningen, das ist die Ehefrau von Alexander Butkens, mit ihrem Sohn Jean Aimé Butkens zeigt. Sie überreicht ihm ein kleines, herzförmiges Gemälde mit einem mittels Spaltung verschränktem Wappen:

  • Rechts eine Variante des Butkenswappen: In Blau ein silberner Schrägbalken, dieser nach der Figur mit drei (blauen) Butt belegt und im (linken) Schildhaupt begleitet von einem zwölffach golden rot gesparrten Schildlein (angeblich Wappen der Fumael/Fimal)
  • Links, ein mittels Vierung und Herzschild verschränktes Wappenbild (wobei 1 und 4 vorgeblich für das Wappen van Cruyningen stehen).

Wappen Butkens/Botkens nach Rolland/Riestap (19. Jhr.)

Das Butkens-/Botkenswappen findet sich im 19. Jahrhundert in den Werken bei Rolland und Rietstap in mehreren Ausprägungen. Allerdings entsprechen sich Wappenbeschreibung und Darstellung dort nicht immer. Beispielsweise spricht die Wappenbeschreibung von plie und carlette („Scholle“ und „Butt“), aber in den Wappenaufrissen erscheinen teilweise Schildchen.

Farben Tafel

oder

CCLXXVIII Wappen: Botkens, Flandern
  • In Silber drei blaue Schollen/Butt
  • Oder: in Rot drei silberne Schollen/Butt

(D'argent à trois plies d'azur Ou De gueules à trois plies d'argent)

Coat of arms family Botkens.jpg

oder

CCCLXI Wappen: Butkens, Brabant
  • In Blau ein silberner Schrägbalken, dieser nach der Figur mit drei Butt belegt.
  • Oder: In Silber drei blaue Butt.

Devise: Geheim und treu
(D'azur à la bande d'argent, ch. de trois carlettes du champ, posées dans le sens de la bande. - Ou: D'argent à trois carlettes d'azur. Devise: Secret et loyal)

Coat of arms family Butkens 01.jpg
 CCCLXI Wappen: Butkens, Brabant, Dänemark
  • In Blau ein silberner Schrägbalken, dieser nach der Figur mit drei (blauen) Butt belegt und im (linken) Schildhaupt begleitet von einem zwölffach golden rot gesparrten Schildlein.

(D'azur à la bande d'argent, ch. de trois carlettes du champ et acc. en chef d'un écu chevronné d'or et de gueules de douze pièces.)

Coat of arms family Butkens 02.jpg

Das Werk Verzameling der Graf- en Gedenkschriften van de Provincie Antwerpen weist 1856 eine Glasmalerei mit Butkenswappen der Église Kathedrale zu.

Glasmalerei mit Wappen Butkens.jpg

Werke

Wappenschraffursystem nach Christophorus Butkens

1626: Wappenschraffursystem nach Christophe Butkens

Für die Heraldik ist das Werk von Butkens vor allem interessant, weil in seinen Schriften bereits 1626 ein Wappenschraffursystem verwendet wurde, das 1645 auch von Aegidius Gelenius favorisiert wurde, das sich aber gegenüber den Schraffursystemen von Jan Baptist Zangrius, Jacob Francquart, Silvester Petra Sancta, Marcus Vulson de la Colombière et cetera im Laufe der Heraldikgeschichte nicht durchsetzen konnte.

Schraffursystem Rot Blau Schwarz Grün Gold Silber
Christophorus Butkens
(1626)
Aegidius Gelenius
(1645)
Heráldica - gules Gelenius.svg Heráldica - azur Gelenius.svg Heráldica - sable Gelenius.svg Heráldica - sinople Gelenius.svg Heráldica - oro.svg Heráldica - plata 01.svg

Schriften

  • Annales généalogiques de la maison de Lynden, Antwerpen, 1626. (Google; Google)
  • Trophées tant sacrés que prophanes du duché de Brabant, Antwerpen, 1641.

Literatur

  • Edward van Even: Butkens en zyn Werk les Annales généalogiques de la maison de Lynden. In: Mengelingen voor de Geschiedenis van Braband. Brüssel. 1871. S. 23 ff. (Google, niederländisch)
  • Biografisch Woordenboek van NederlandW-Logo.png: Teil 9, Spalte 119. (Online, niederländisch)

Einzelnachweise

  1. Biographie Nationale, Teil 3, Spalte 210-213. In: Biographie NationaleWp Insigne Nederlandicum.png bzw. archive.org. Abgerufen am 17. Februar 2018 (Pdf icon.png PDF- 24,25 MB, niederländisch).
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Ad J. de Jong: Christophorus Butkens (1590-1650) en de familie Van Lynden. In: Oud Rhenen. 23. Jahrgang. Nr. 3. September 2004. S. 24 ff. (Pdf icon.png PDF- 5,1 MB , niederländisch)
  3. Bernd, Christian Samuel Theodor: Allgemeine Schriftenkunde der gesammten Wappenwissenschaft: mit beurtheildenden, und andern zur Bücher- und Gelehrtengeschichte gehörenden Bemerkungen und Nachwisungen. Erster Theil : Zur Kunde, Lehre und Geschichte des Wappenwesens und der Wappenwissenschaft. Band 1. Im Besorge von Jo. Aug. Gottl. Weigel, in Leipzig. Bonn. 1830. S. 239 f.
  4. 4,0 4,1 Adhémar von Linden: de Navorser. Unter der Leitung von J. F. van Someren (Digitalisat, de Navorser 1851-1960 in der Digitalen Bibliothek der Niederlande, DBNL)
    • Jahrgang 41. Nr. 11. 1891. S. 564-578
      • Gefälschte Urkunden. I. Antwort an Herrn J. Th. de Raadt auf seine Erörterungen über Maria von Horn, Dame von Duffel, Gheel, etc. und ihre zwei Ehemänner, in seinem Werk über „De Heerlijkheden van het Land van Mechelen, Duffel, Gheel en hunne Heeren.“
      • Gefälschte Urkunden. II. Diedrich von Linden, Burggraf von Dormael.
    • Jahrgang 42. 1892. S. 10-40 und 102-117
      • Gefälschte Urkunden III. Das Epitaph des Dirick van Linden. Burggrafen von Domrmael etc. (1497-1566) und der Marie van Elderen.
      • Gefälschte Urkunden IV. Das Epitaph des Georg van Linden, Ritter, Burggraf von Dormael, etc († 1592) in der Collegial Kirche zu „Unserer Frau“ in St. Trond und dasjenige der Marie van Elderern, Gemahlin des Dirick van Linden, Burggraf von Dormael, etc. 1497-1566, in der Kirche zu Fétinne (Lüttich-Boverie)
    • Jahrgang 43. 1893. S. 9-52
      Gefälschte Urkunden V. Eine genealogische Geschichte der Freiherren und Grafen vin Linden in Süddeutschland und in der Schweiz.
    • Jahrgang 46. 1896. S. 399-418
      Dirick van Lynden. Ritter, Burggraf von Dormael, Seigneur von Hothy, Sart, St. Gelly, etc., erster Rath und Maitre d'Hotel des Prinz-Bischoff's von Lüttich 1497-1566
    • Jahrgang 50. 1900. S. 317-405
      Der Schlüssel zu den Fälschungen in. Butkens' Annales de la maison de Lynden. Dierick von Lynden.
  5. 5,0 5,1 Seite „Christophorus ButkensWp Insigne Nederlandicum.png“. In: Wikipedia (De vrije encyclopedie. Bearbeitungsstand: 28. November 2017, 21:24 UTC. URL: //nl.wikipedia.org/w/index.php?title=Christophorus_Butkens&oldid=50448891 (Abgerufen: 14. Februar 2018, 13:31 UTC)
  6. 6,0 6,1 6,2 Alfons de Decker: Nederlandsche en andere oudheden. Het huis „De Groote Spiegel“ te Antwerpen. In: Dietsche Warande. Nieuwe reeks 2. Jahrgang 2. Tijdschrift voor Kunst. 1889. S. 38
  7. Butkens, Christophre, Annales généalogiques de la maison de Lynden. Antwerpen 1626. S. 373
  8. Moule, Thomas: Heraldry of fish: Notices of the principal families bearing fish in their arms. London. 1842. S. 187 ff. (Google; englisch)
  9. Fahne setzt Bütgen (BüttgenW-Logo.png) und Holzbütgen (HolzbüttgenW-Logo.png) gleich; letztere führten aber ein anderes Wappen, siehe:
    • Fahne, Anton: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden. 1. Stammfolge und Wappenbuch A-Z. 1848. Tafel 1; S. 59
    • Fahne, Anton: Geschichte der Kölnischen, Julischen und Bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden. Band 2. 1853. S. 64 (Google)
  10. Jan van Helmont: Comitum de Limburg codices selecti. [Helmont LS]. Leuven. 2004.
  11. Christie's Sale 2245: Dutch, Flemish and German Old Master Drawings. 2018, abgerufen am 22. Juni 2019 (englisch, Auktion: 14 November 1994, Amsterdam): „Portraits of Sophie van Lynden, Steven Butkens (died 1472), his Wife Margaretha de Lanckelaer, called Blockhamer (died 1496), Anna Pels, Joachim Aertsz. Butkens (died 1605) and his Wife Margaretha de Fumael (died 1615) and Cristophorus Butkens (1591-1650), standing, full length; four Pages from a genealogical Album with Portraits including the Arms of their Ancestors inscribed with the names of the sitters and those of their ancestors, and with the dates '1472', 1605/13 novb.' and '1615/22 february'; black chalk, pen and grey and brown ink, grey wash.

Weblinks

 Wikisource: Butkens, Christophe – Comte T. de Limburg-Stirum. In: Biographie nationale de Belgique (französisch)