Schmetterlingsfeh

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Schmetterlingsfeh
Flügelschuppen eines Schmetterlings unter dem Mikroskop

Als Schmetterlingsfeh (frz.: papelonné; engl.: scaled vair) wird in der Heraldik eine besondere Form des heraldischen Pelzwerkes Feh bezeichnet. Es ist eine Tinktur. Sein Vorkommen im Wappen ist selten.

Darstellung

Dargestellt wird im Wappenschild oder Feld eine in Farbe halbkreisförmige, schuppenartige Figur, deren unterer Rand halbmondförmig und nach oben gerichtet verziert ist. Der halbmondförmige Rand der Figur ist meist in Silber (oder Gold) tingiert. In der größeren Anzahl dieser Grundform entsteht ein dachziegel- oder schuppenartiges, aber um ein halbes Element in der darunterliegenden Reihe versetztes Muster.

Abgrenzung

Ähnlichkeit hat die Schmetterlingsfeh mit der Schuppenfeh, der „verschobenen Schuppenfeh“ und vor allem mit der Bogenschuppenfeh. Die Abgrenzung fällt selbst sachkundigen Heraldikern wie Gert Oswald schwer. In seinem Standardwerk „Lexikon Heraldik“ beschreibt er unter dem Stichwort „Schmetterlingsfeh“ eigentlich das Bogenschuppenfeh:

Schmetterlingsfeh (tasächlich Bogenschuppenfeh -- Anmerkung der Redaktion): sehr seltene Abart des heraldischen Pelzwerkes, das aus roten, halbkreiförmigen, gelb- bzw. goldgesäumten Bogen besteht. Beim Schmetterlingsfeh handelt es sich um eine ältere, erstarrte Form des wappenmäßigen Fehmusters.“

Gert Oswald: Lexikon der Heraldik (1984)[1]

Wappenbilderordnung

Das Pelzwerk „Schmetterlingsfeh“ wurde zusammen mit dem Schuppenfeh in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 0025 aufgenommen.

Literatur und Einzelnachweis

  1. Oswald, Gert: Lexikon der Heraldik. Mannheim, Wien, Zürich. 1984. S. 353.
  • Das große Buch der Wappenkunst, Wolfgang Leonhard, Verlag Georg D.W.Callwey, München, 2001, ISBN 3-8289-0768-7

Weblinks

Show-handle-HW.png Bernhard Peter: Einführung in die Heraldik: Pelzwerk


Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Schmetterlingsfeh“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 10. Juni 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.