Angehackt

Aus Heraldik-Wiki
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Angehackt
 
faktisch
(das Hacken von Holz mit einer Axt)
 
in der Heraldik
(angehackter Pfahl; nach Siebmacher, 1889)
Der heraldische Ausdruck „angehackt“ referenziert auf die Tätigkeit des „Holzhackens“.

Als angehackt (französisch „[..] chaque bord muni de crocs“; englisch „[..] hacked“ oder „[..] hewed“ bezeichnet man in der Heraldik eine Wappenfigur, deren Begrenzungslinie in mehr oder minder regelmäßigen Abständen mit „holzspanartigen Kerben“ („reißzahnartige Spitzen“, „keilförmig“) verläuft, die natürlichen oder gemachten Einschnitten ähneln, wie sie zum Beispiel beim Anhacken, Fällen, Entasten, Einkerben, Spanen und so weiter von Bäumen oder Holz entstehen.

Durch die besondere Gestaltung weicht die Figur signifikant von ihrer Normalform ab und erweckt bei einem Betrachter den Eindruck, als ob sie „mit einer Axt oder einem Beil angehackt“ wurde.

Anwendung

Gemeinhin wird der Ausdruck im Zusammenhang mit einem Heroldsbild verwendet („angehackter Pfahl“, „angehackter Balken“, „angehackter Schrägbalken“ et cetera).

Angehackter Pfahl (Tafel 3. Figur 1.): sieht aus wie ein Stück Holz, was man mit einem Beil beidseitig abwechselnd angehackt hat. Selbstverständlich ist diese Figur sehr selten.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Angehackter Schräglinkbalken (Tafel 8. Figur 79.): hier ist der Artikel »Pfal« zu vergleichen.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[2]

Wappen Gundelfingen und Derivate

1530: Holzschnitt aus der Chronik der Truchsessen von Waldburg

Das Wappen derer von Gundelfingen erscheint je nach Wappenaufriss teils als roter, angehackter Schrägbalken auf goldenem Grund, teils als roter Dornenschrägbalken (teilweise auch als Heroldsbild Ast).

An das Wappen lehnen sich viele Gemeinde- und Ortwappen an.

Angehacktes Kreuz

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Angehacktes Kreuz

Angehackter Schragen

Wappenbilderordnung

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: hacken – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie ( M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889. S. 17. Tafel 3. Figur 1.
  2. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889. Seite 52., 53. Tafel 8. Figur 79.