Maria Viktoria von Attems

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Stammwappen derer von Attems

Maria Viktoria Josepha Mathilde Jacqueline Reichsgräfin von Attems-Heiligenkreuz, auch: Maria Viktoria Attems (* 8. Dezember 1899 in Wien; † 25. Juni 1983 wohl in MillstattW-Logo.png, Kärnten) war eine österreichische GastronominW-Logo.png und Hotelbesitzerin, aber auch MalerinW-Logo.png, ZeichnerinW-Logo.png, IllustratorinW-Logo.png, DesignerinW-Logo.png und Wappenkünstlerin.

Familie

Maria Viktoria von Attems stammte aus einem katholischen Uradelsgeschlecht in der Markgrafschaft Friaul, das nach der 1025 erwähnten Burg AttimisW-Logo.png bei CividaleW-Logo.png benannt und mit Konrad de Attems im Jahr 1102 zuerst erwähnt ist, und war die Tochter des Viktor Reichsgraf von Attems-HeiligenkreuzW-Logo.png (1864–1947), Präsident der österreichischen Seebehörde in Triest und KomturW-Logo.png des Franz-Joseph-OrdensW-Logo.png], und der Mathilde Dorothea Ludovika Schürer von Waldheim (1868–1942).

Attems heiratete am 8. Mai 1940 in Graz Riccardo Marchese Pallavicino (1901–1963), den Sohn des Rolando Marchese Pallavicino (1865–1906) und der Bianca Reichsgräfin von Terlago (1871–1905). Doch die Ehe blieb kinderlos, weshalb sie am 20. Oktober 1965 einen entfernten Neffen, Victor Graf von Attems-Gilleis (* 1956), adoptierte.

Familienwappen

Stammwappen der Grafen von Attems:

  • „In Rot drei silberne Spitzen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein wachsender silberner Bracke mit rotem Halsband.“[1]
  • In Rot drei aufsteigende silberne Spitzen. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken ein silberner Brackenrumpf mit einem roten Halsband.[2]

Wappen von 1630[3]

  • Geviert mit rotem Mittelschild. Dieser zeigt ein aus dem unteren Rand hervorwachsendes Vorderteil einer nach rechts blickenden Bracke mit gold-eingefasstem und beringtem roten Halsband. Feld 1 und 4 enthält in Gold einen schwarzen, gold-gekrönten und bewehrten Doppeladler. Feld 2 und 3 enthält in Rot drei von unten emporgehende ganze silberne Spitzen (Stammwappen aus dem 14. Jh.). Darüber befinden sich drei gekrönte Helme. Der rechte mit rot-silbernen Decken trägt einen wie Feld 2 und 3 gestalteten geschlossenen Adlerflug, der mittlere mit schwarz-goldenen Decken den Doppeladler und der linke mit rot-silbernen Decken die wachsende Bracke des Mittelschildes.[4]

Leben

Ausbildung

Ihre Kindheit und Jugend verbrachte Attems in Triest und Graz. Von 1906 bis 1915 besuchte sie die Volks- und Bürgerschule in Triest. Von 1915 bis 1917 absolvierte sie einen Krankenpflegekurs bei der Sacré-Cœur-GesellschaftW-Logo.png in Graz. Von 1917 bis 1922 studierte sie Französisch an der Universität GrazW-Logo.png, um diplomierte Französisch-Lehrerin zu werden. In den Jahren 1922/1923 besuchte sie eine Haushaltsschule.

Die „Seevilla“;
kolorierte Ansichtskarte von Stengel & Co.W-Logo.png

Hotelfachfrau

Von 1923 bis 1934 arbeitete sie in Millstatt im elterlichen Hotelbetrieb „Seevilla“. Im Zeitraum 1932/1933 besuchte sie die Handelsschule in Wien. Ab 1935 bis 1951 leitete sie die „Seevilla“, heute ein denkmalgeschützter Sightseeing-Punkt am Milstatter „Villenwanderweg“. Ab 1951 bis zur Rückgabe aller Konzessionen am 27. November 1972 führte sie den „Rosenhof“, das „Strandcafé“ (seit 1958 verpachtet) und den Campingplatz (seit 1970 verpachtet) in Millstatt.

Künstlerin (allgemein)

Attems hatte ein sehr breites künstlerisches Spektrum - von der allgemeinen Malerei über Buchillustrationen bis zu Postkarten-Zeichnungen. Das zeichnerische Talent hatte sie zweifellos von ihrer Mutter geerbt, die Landschaftsaquarelle malte. Als Designerin von Briefmarken („Briefmarkenkünstlerin“) wurde sie ins Briefmarkenlexikon aufgenommen.[5] Sie studierte an der Kunstschule GrazW-Logo.png bei Anton MarussigW-Logo.png (1868–1925), Daniel PauluzziW-Logo.png (1866–1956) und Alfred von SchrötterW-Logo.png (1851–1935), später auch in München und Rom. Während vieler Studienreisen durch Italien und Österreich fertigte sie zahlreiche Federzeichnungen und Skizzen bedeutender Bauwerke und von Landschaften, später auch in Wien eine Serie von Bauwerken und Ansichten von Tiroler Schlössern, Klöster und Villen.

Wappen- und Exlibris-Künstlerin

Schon im Alter von zwölf Jahren erstellte Attems Ahnentafeln ihrer Familie, die sie mit selbst gemalten Wappen verzierte. Auch durch Entwürfe von Exlibris für berühmte Persönlichkeiten aus Italien, Österreich und Deutschland hat sie sich einen Namen gemacht. Auf dem Höhepunkt des Exlibris-Zeitalters (1890–1925) widmete sich Attems speziell diesem Thema. Aktuell kennt man von ihr 32 Exlibris und vier Entwürfe. Abgebildet sind vor allem Schlösser, Burgen und Herrenhäuser, oft mit dem Familienwappen des Exlibris-Eigners.

„So stammen aus ihrer Feder die Zeichnungen zum Österreichischen Wappenkalender 1958. Beispiele ihrer Arbeiten wurden auf der Ausstellung Wien 1960 (Katalog „Heraldik der Gegenwart“, S. 172, Nr. 484-486) gezeigt.“

Biographisches Lexikon der Heraldiker (1992)[1]

Sonstiges

Mindestens im März 1921 hat sie mit dem Dichter Rainer Maria RilkeW-Logo.png (1875–1926) korrespondiert[6] und auch ein recht umfangreicher Schriftwechsel mit dem Lyriker Börries von MünchhausenW-Logo.png (1874–1945) aus den Jahren 1920–1945 ist erhalten.[7] Das im Jahr 1930 für sich selbst entworfene Exlibris trägt nach Börries Freiherr von Münchhausen den Wahlspruch: „Die in den Sälen haben mich nie bewogen – die in den Särgen lenkten Herz und Hand.“

Werke / Veröffentlichungen

  • Alt-Graz. nach 12 Federzeichnungen von Maria Viktoria Attems, Text von Dr. Fritz Popelka. Verlag Leuschner & Lubensky, Graz 1924.
  • Robin Hood. Kinderbuch, Bilder von Maria Viktoria Attems, Text von Pauli Millner-Helmich. Amadeus-Verlag, Wien 1947.
  • Maria Viktoria Pallavicino: Aus der Selbstbiographie des Andreas von Attems. In: ADLER – Zeitschrift für Genealogie und Heraldik. 8.(XXII.) Band, Heraldisch Genealogische Gesellschaft „Adler“, Wien 1968–1970.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Jürgen Arndt (Bearbeiter) unter Mitwirkung von Horst Hilgenberg und Marga Wehner: Biographisches Lexikon der Heraldiker sowie der Sphragistiker, Vexillologen und Insignologen. Hrsg.: Herold, Verein für Heraldik Genealogie und verwandte Wissenschaften (= J. Siebmachers Großes Wappenbuch. H). Bauer & Raspe, Neustadt an der Aisch 1992, ISBN 3-87947-109-6, S. 13 (664 S.).
  2. Genealogisches Handbuch des Adels: Adelslexikon Band I, Band 53 der Gesamtreihe, S. 143, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1972.
  3. Reichsgrafendiplom von 1630, Staatsarchiv Wien
  4. Die Wappen des Adels in Salzburg, Steiermark und Tirol. Reprograf. Nachdr. Bauer & Raspe, Neustadt an d. Aisch 1979. Getr. Zählung, Ill (J. Siebmacher’s großes Wappenbuch. Band 28). Steiermärkischer Adel, S. 103 und Taf. 24.
  5. Philalex.de - Das Philatelielexikon
  6. Ferenc Szász: Chronologische Konkordanz zu Rainer Maria Rilkes gedruckter Korrespondenz. (PDF; 3,3 MB) Budapest 2006, S. 138.
  7. Archivdatenbank des Goethe- und Schillerarchivs
Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Maria_Viktoria_von_Attems“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 07. Mai 2018 (Permanentlink: [PERMANENT]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.