Garbe (Heraldik)

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Garbe im Wappen von Berlin-Heiligensee
Springender Wolf über Garben als Wappen der von Bartensleben an Schloss Wolfsburg

Die Garbe (frz.: gerbe; engl.: garb) ist in der Heraldik

  • eine gemeine Figur. Sie erscheint, wenn nichts anderes gemeldet wird, immer als Korn-/Getreidegarbe.
  • heraldisches Attribut, mit der eine gemeine Figur genauer beschrieben wird (zum Beispiel bedeutet der Ausdruck Schilfgarbe, daß Schilf in Form einer Garbe“ im Wappen erscheint).

Beschreibung

Die gemeine Figur Garbe ist dem gleichnamigen Bündel von geschnittenen und gebundenen Getreide-/Kornhalmen „Garbe“W-Logo.png nachempfunden. Vorwiegend wird das Wappenmotiv in Gold („Gelb“) dargestellt. Teilweise wird das Ährenbündel mit einer dekorativen Strohschleife zusammengehalten. Das Motiv ist besonders in der Kommunalheraldik gebräuchlich. Die Garbe wird auch im Oberwappen als Helmzier verwendet. Hinter der Garbe sind oft landwirtschaftliche Geräte wie Rechen, Dreschflegel oder Sensen gestellt.

Galerie

Varianten

Schilfgarbe

HW Gtk-go-forward-ltr.png Hauptartikel: Schilfgarbe

Wasagarbe

Wasa-Garbe (im Wappen von Sveriges nationella förbunds [SNF])

Die als Wasagarbe bezeichnete Figur aus dem schwedischen Königshaus Wasa hat bereits seit 1654 ihren Platz im Wappenschild. Dort ist sie gebunden und gehenkelt in Gold. Im Schwedischen bedeutet das Wort Garbe und wird so zum redenden Wappen. Nachzuweisen ist die Figur auch im finnischen Wappen der Stadt Vaasa, die als Stadtgründung dem schwedischen König Karl IX. zugeschrieben wird. Selbst im WasaordenW-Logo.png ist sie auf dem ovalen Mittelschild der Auszeichnung dargestellt. Die polnischen Könige Sigismund III. Wasa, Władysław IV. WasaW-Logo.png und Johann II. KasimirW-Logo.png waren Wasakönige und führten die Garbe im Wappen.

Abgrenzung

Getreide/Korn kann in Wappen nicht nur in Form einer Garbe, sondern auch als ein Ährenhalm oder als mehrere Halme, meistens drei, erscheinen. Bei der Bestreuung eines Schildes/Feldes sind gewöhnlich keine Garben, sondern nur Ähren gebräuchlich, die dann feldfüllend angeordnet sind.

Wappenbilderordnung

Literatur

  • Gert Oswald: Lexikon der Heraldik. VEB Bibliographisches Institut Leipzig, 1984.

Weblinks

 Commons: Garben in der Heraldik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Garbe_(Heraldik)“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 31.Mai 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.