Kurschwert

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Kurschwerter

Das Kurschwert ist ein Würdezeichen eines Kurfürsten. Dazu gehören Kurhut und Kurmantel. Letztere meistens mit Hermelinkragen. In Kursachsen ist das Schwert als Zeichen des Erzmarschallamtes verwendet worden, das die Herzöge bekleideten.[1]. Es wird auch als Erzmarschallschwert bezeichnet. Viele Darstellungen zeigen den Herrscher, das Schwert mit der rechten Hand führend und auch den Kurhut tragend. So auf den Grabplatten der Kurfürsten Ernst († 1486) und Friedrich II. († 1464)[2]. Das Brandenburger Kurschwert (Entstehungszeit etwa 1467 bis 1538 ist noch nicht restlos geklärt) hat erst die Bezeichnung durch den Großen Kurfürsten erhalten [3].

Ernst von Sachsen mit dem Kurschwertwappen

Das brandenburgische Kurschwert gehört zu den Preußischen Kronjuwelen. In den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden wird das sächsische Kurschwert von 1425 aufbewahrt. Das Kurschwert des Kurfürsten Moritz von Sachsen und das von Friedrich I., der auch der Streitbare genannt wurde, werden dort verwahrt. Friedrich I. wurde von Kaiser Sigismund mit der Kurwürde belehnt.

Heraldik

In der Heraldik werden zwei gekreuzte Schwerter dargestellt und so im Amtswappen des Marschalls verwendet. Die ernstinische Linie führte auf schwarz-weißem Wappenschild rote gekreuzte Schwerter. 1547 (Schmalkaldischer Krieg) wechselte die Kurwürde zu der albertinischen Linie des Hauses Wettin. Sie bevorzugten die Schwertdarstellung im Mittelschild. Im Pappenheimer Wappen verwendete man einen gevierten Schild. Die Pappenheimer waren zu Reichserbmarschällen[4]aufgestiegen.

Die Ausführung in anderen Wappen erfolgt nach den Regeln für das Schwert als gemeine Figur.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Heinz Machatscheck: Unterhaltsame Wappenkunde, Verlag Neues Leben Berlin, 1981
  2. Matthias Donath: Die Grabmonumente im Dom zu Meissen, Leipziger Universitätsverlag, 2004, ISBN 393720945X
  3. Traugott Märcker, Das Brandenburgische Kurschwert. In: Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit, 1860, Sp. 327–328
  4. Gert Oswald: Lexikon Heraldik, VEB Bibliographische Institut Leipzig, 1984


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Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Kurschwert“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 4. Juni 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.