Rechtes Schräghaupt

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Rechtes Schräghaupt (gemäß WBO, Code 0455)
Rechtes Schrägeck

Das Schräghaupt oder rechte Schräghaupt (frz.: chef tombant à dextre; engl.: chief embelif dexter) ist in der Heraldik ein Heroldsbild und eine besondere Form des Schildhauptes.

Darstellung

Ein rechtes Schräghaupt erscheint in einem Wappen, wenn die untere Begrenzungslinie eines Schildhaupts nicht parallel zum oberen Schildrand, sondern von der rechten unteren Schildhauptecke diagonal über die ganze Breite des Schildes zur linken oberen Ecke des Schildes verläuft. Durch die diagonale Begrenzungslinie entsteht ein Feld in Form eines Dreiecks sowie eine zweites mit dem Rest der Schildfläche.

Die Bezeichnung „rechts“ erfolgt, weil der Flächenschwerpunkt des Schräghaupts im rechten Teil des Schildes zu liegen kommt (nicht nach der Richtung der Teilungslinie). Der Winkel ist beim rechten Schräghaupt deutlich flacher als beim rechten Schrägeck.

Beiderseits der Schnittlinie sind alle heraldischen Farben möglich, solange sie sich an die Vorgaben der heraldischen Regeln halten; die Begrenzungslinie kann alle heraldischen Wappenschnittformen besitzen.

Siebmacher

Schräghaupt (Tafel VII. Figur 74. 92.): Dasselbe wird gebildet durch eine von einem der Oberecke nach der Mitte der gegenüberliegenden Seite gezogenen Linie. Zu unterscheiden vom Schrägeck (..) während bei (Schräghaupt und Schrägfuß -- Anm. Redaktion) die Begrenzungslinie von einer Ecke des Schildes bis zur Mitte der gegenüberliegenden Schildseite geführt ist, (beim Schrägeck -- Anm. Redaktion) durch eine (gerade oder gebrochene Linie) von der Mitte des Ober- respektive Unterrandes bis zur Mitte einer der daranstossenden Schildseiten, lediglich die betreffende dazwischenliegende Ecke (der Winkel) abgegrenzt wird.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Galerie

Wappenbilderordnung

Siehe auch

Weblinks

Show-handle-HW.png Bernhard Peter: Schrägecken, Schräghäupter und Schrägfüße

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.
  2. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889. Seite 46, Erläuterungn zur Tafel VII., Figur 92
  3. Wappenbeschreibung: „Zwischen rechtem, grünem Schräghaupt, darin ein silberner, spitzer Dreiberg, und linkem, blauem Schrägfuß in Gold ein roter, schreitender Höhlenbär.“