Zinnenfeh

Aus Heraldik-Wiki
(Weitergeleitet von Schindelfeh)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gestürzte Zinnenfeh
Schindelsturzfeh

Zinnenfeh und Schindelfeh sind in der Heraldik besondere Formen des Pelzwerkes Feh. Sie sind Tinkturen.

Darstellung

Zinnenfeh

Dargestellt wird im Wappenschild oder Feld eine aus dem Heroldsbild Zinne gebildete Figur. In der Grundform ist die Zinne gereiht und je Reihe die Tinktur gleich und es werden im Reihenwechsel maximal zwei Tinkturen verwendet. Vorrangig werden die Tinkturen Blau und Weiß verwendet, da sie als eine Abart des Eisenhütlein verstanden wird. Bei der gestürzten Zinnenfeh ist die Richtung der farbigen Zinnen zum Schildfuß gerichtet.

Die Zinnenform kann neben der Normalform auch als Breitzinne oder als Flachzinne das Bild bestimmen.

Schindelfeh

Die Schindelfeh unterscheidet sich von der Zinnenfeh durch eine schlankere Form, also höhere Anzahl Zinnen (Schindeln) je Reihe und einer größeren Höhe der Zinne (Schindeln). Die Farbe bestimmt ebenfalls, ob es eine gestürzte Form ist.

Zinnenfeh

Siebmacher

Zinnenfeh nennt man dasjenige Feh, bei welchem die Teilungslinie jeder der (4) Fehreihen von Silber über Blau vermittelst eines Zinnenschnitts gebildet wird. Wäre das Blau je in den Reihen zu oberst, so würde man dies Feh als Sturzzinnenfeh bezeichnen. Die Zinnenform kann neben der Normalform auch als Breitzinne oder als Flachzinne das Bild bestimmen (s. Fig. 34).“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Siehe auch

Literatur

  • Das große Buch der Wappenkunst, Wolfgang Leonhard, Verlag Georg D.W.Callwey, München, 2001, ISBN 3-8289-0768-7

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie ( M. Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.


Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Zinnenfeh“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 31. August 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.