Krückenfeh

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Krückenfeh (gemäß WBO, Code 0081 des Herold (Verein)
 
Krückenfeh
(gemäß Siebmacher)

Die Krückenfeh (frz.: vair(e) potence; potence-contre-potence; engl.: potent) ist in der Heraldik eine besondere Form des Pelzwerkes Feh. Sie ist eine Tinktur.

Darstellung

Dargestellt wird im Wappenschild oder Feld eine aus mehreren breiten Krücken (breiter Buchstabe T) gebildeten Figur, die einen Abstand innerhalb einer Reihe untereinander haben. Die freien Flächen je Reihe ergeben zwangsläufig eine kopfstehende Krücke (breites T) in anderer Tinktur. In der Folgereihe wiederholt sich das Muster. Es werden in der Reihe maximal zwei Tinkturen verwendet. Vorrangig werden die Tinkturen Blau und Weiß verwendet, da sie als eine Abart des Eisenhütlein verstanden wird.

Bei der Krückenfeh ist die Richtung der farbigen („blauen“) T zum Schildhaupt gerichtet (die „blauen“ T sind als Buchstaben lesbar); bei der gestürzten Krückenfeh zum Schildfuß (die „blauen“ T stehen auf dem Kopf).

Diese Fehform hat eine größere Anzahl von Abweichungen. So sind Sturzkrückenfeh, Wechselkrückenfeh, Krückenpfahlfeh und verschobene Krückenfeh weitere gebräuchliche Tinkturen.

Siebmacher

Krückenfeh (Tafel II. Figur 38): nennt man dasjenige Feh, bei dem die Teilung in den einzelnen Fehreihen vermittelst des Krückenschnitts von Silber über Blau bewirkt ist (cfr. auch Sturzkrücken- und Wechselkrückenfeh).“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Galerie

Wappenbilderordnung

Krückenfeh wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 0081 aufgenommen.

Literatur

  • Das große Buch der Wappenkunst, Wolfgang Leonhard, Verlag Georg D.W.Callwey, München, 2001, ISBN 3-8289-0768-7

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.


Muster-Wappenschild-Info.png

Dieser Artikel basiert auf dem Beitrag „Rotwachsfreiheit“ aus der freien Enzyklopädie Wikipedia in der Version vom 13. Juni 2010 (Permanentlink: [1]). Der Originaltext steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation bzw. unter CC-by-sa 3.0. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Autoren verfügbar.