Sturzwolkenfeh

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Sturzwolkenfeh (gemäß WBO, Code 0042 des Herold (Verein)
 
Einzelne Stilisierte Wolke (Heroldsbild)

Die Sturzwolkenfeh (frz.: vair(é) a l´antiques renversé; engl.: vair(y) ancient oder nebuly - first tincture mentioned) ist in der Heraldik eine besondere Form des Pelzwerkes Feh und eine Ausprägung des Wolkenfeh. Sie ist eine Tinktur.

Darstellung

Dargestellt wird im Wappenschild oder Feld eine aus mehreren breiten stilisierten Wolken gebildete Figur, die einen Abstand innerhalb einer Reihe untereinander haben. Die freien Flächen je Reihe ergeben zwangsläufig eine kopfstehende Wolke in anderer Tinktur. In der Folgereihe wiederholt sich das Muster. Es werden in der Reihe maximal zwei Tinkturen verwendet. Vorrangig werden die Tinkturen Blau und Weiß verwendet, da sie als eine Abart des Eisenhütlein verstanden wird.

Bei der gestürzten Wolkenfeh ist die Richtung der farbigen („blauen“) Wolken zum Schildfuß gerichtet (die „blauen“ Wolken „fallen“, die silbernen „steigen“); bei der Wolkenfeh ist die Richtung umgekehrt zum Schildhaupt (die „blauen“ Wolken „steigen“, die silbernen „fallen“).

Es gibt weitere Ausprägungen dieser Fehform. Es muß unterscheiden werden, ob ein einfaches Sturzwolkenfeh oder das Sturz-Doppelwolkenfeh vorliegt (je nachdem, ob die Teilung zwischen Blau und Weiß innerhalb der einzelnen Fehreihen vermittelst des einfachen oder des doppelten Sturzwolkenschnitts bewirkt ist). Wolkenfeh, Wolkengegenfeh, Doppelwolkenfeh, Sturzdoppelwolkenfeh sind weitere gebräuchliche Ausprägungen.

Siebmacher

Sturzwolkenfeh: Steigen die weißen Wolken, so heißt das (Wolken)feh (..) Sturzwolkenfeh.“

Siebmacher/Gritzner (1889)[1]

Wappenbilderordnung

Sturzwolkenfeh wurde in die Wappenbilderordnung (WBO) des Herold (Verein) unter der Nr. 0042 aufgenommen.

Galerie

Siehe auch

Literatur

  • Das große Buch der Wappenkunst, Wolfgang Leonhard, Verlag Georg D.W.Callwey, München, 2001, ISBN 3-8289-0768-7

Einzelnachweise

  1. J. Siebmacher's grosses und allgemeines Wappenbuch, Einleitungsband, Abteilung B: Grundsätze der Wappenkunst verbunden mit einem Handbuch der heraldischen Terminologie (Maximilian Gritzner). Nürnberg: Bauer & Raspe, 1889.